Zu wenig Kapazitäten bei Fachkräften in der Pflege
Berlin: (hib/PK) Der Bericht über die Umsetzung und Weiterentwicklung des Personalbemessungsverfahrens in der vollstationären Langzeitpflege liegt als Unterrichtung der Bundesregierung (21/6180) vor. Laut Sozialgesetzbuch XI (SGB XI/Soziale Pflegeversicherung) prüft das Bundesgesundheitsministerium erstmals 2025 und dann alle zwei Jahre eine Anpassung der Personalanhaltswerte in der vollstationären Langzeitpflege sowie der Grundlagen für eine mindestens zu vereinbarende Personalausstattung.
Während die Mindestpersonalausstattung bislang landesindividuell geregelt ist, soll sie perspektivisch durch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung ersetzt werden. Grundlage der ministeriellen Prüfung ist ein Bericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Das Gesundheitsministerium sei dabei zu der Einschätzung gelangt, dass eine weitere Anhebung der Personalanhaltswerte derzeit nicht möglich ist. Auch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeführt werden. Der Arbeitsmarkt biete nicht die nötigen Kapazitäten bei Assistenz- und Fachkräften in der Pflege.
Bei Pflegefachkräften handele es sich um einen Engpassberuf nach der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit. Für Assistenzkräfte in der Pflege lägen in der Arbeitsmarktstatistik keine gesonderten Daten vor. Aus dem Bericht des GKV-SV lasse sich jedoch ableiten, dass gerade in diesem Bereich die größte Lücke bestehe. Die neu startenden Ausbildungen nach dem Pflegefachassistenzgesetz ab 2027 könnten dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.
Quelle: heute im bundestag Nr. 440, 01.06.2026
DKG zum neuen Krankenhaus-Konjunkturbarometer 01. Juni 2026
Krankenhäuser schlagen Alarm: Geschäftsklima auf historischem Tief
Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland hat sich dramatisch verschärft. Das zeigt das neue Krankenhaus-Konjunkturbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Mit einem Geschäftsklima-Saldo von minus 63 erreichen die Kliniken einen historischen Tiefstand und liegen deutlich schlechter als nahezu alle anderen Wirtschaftsbereiche in Deutschland.
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.dkgev.de/dkg/presse/
Warken: Pflegereform soll mehr als Finanzlöcher stopfen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich für eine Pflegereform ausgesprochen, die über reine Finanzkonsolidierung hinausgeht. Nach Angaben der Ministerin sollen Strukturveränderungen zu einfacherer und schnellerer Pflege führen und Angehörige stärker unterstützen. Ein konkreter Zeitplan für den Gesetzentwurf liegt weiterhin nicht vor. Zudem tobt eine Debatte zur Einbeziehung von Vermögen in die Pflege. → weiterlesen
Quelle: care konkret daily, 01.06.2026
Pflegekammer Rheinland-Pfalz wechselt Geschäftsführer aus
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bekommt einen neuen Geschäftsführer. Zum 1. Juni übernimmt der Pflegewirt Thorsten Müller (Foto) aus Ludwigshafen interimsweise. Der bisherige Geschäftsführer David Dietz verlässt die Kammer „wegen unterschiedlicher strategischer Vorstellungen über die künftige Ausrichtung“, heißt es. Care vor9
Quelle: NL Care vor 9, 01.06.2026
Übergabe – Medien für die Pflege
PU120 – Update Notfallreform / Koalitionsverträge in BaWü & RLP / ICN Report
Nachbarschafts-Hilfe braucht Koordination
#KDAgegenEinsamkeit – Pflegereform sollte Netzwerke und integrierte örtliche Strukturen stärken
„Viele Menschen sind bereit, in der Nachbarschaft zu helfen. Doch nicht immer finden sich das passende Angebot und die Nachfrage. Also braucht Nachbarschaftshilfe Koordination“, unterstrich Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), anlässlich des Tages der Nachbarschaft. „Nach unserer …
Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/nachbarschafts-hilfe-braucht-koordination/
Quelle: PM KDA, 29.05.2026
Sparpaket für Krankenhäuser
Proteste gegen Sparpläne in der Pflege
Bundesweite Proteste gegen die geplanten Sparpläne für Kliniken: Verdi warnt vor Folgen für Pflegepersonal, Pflegebudget und Versorgungsqualität. Die DKG unterstützt die Aktion. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 29.05.2026
TI-Score Pflege: TI-Gateway-Anschluss weit verbreitet, wenig Rücklauf bei ePA
Der TI-Score für den Bereich Pflege wurde in Zusammenarbeit mit dem IGES Institut neu aufgesetzt: Dargestellt wird, wie alltagstauglich und benutzerfreundlich zentrale Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) in Pflegesoftwaresystemen umgesetzt sind und in welcher Form Hersteller den TI-Anschluss bereitstellen.
News, TI-Score für Primärsysteme in der Pflege
Quelle: gematik Pflege 02/2026 (Mai/Q2), 29.05.2026
eGBR: Marke von 100.000 Anträgen erreicht
Mehr als 100.000 Anträge sind mittlerweile beim elektronischen Gesundheitsberuferegister (eGBR) eingegangen. Über die zentrale Stelle können die weiteren Gesundheitsfachberufe wie Pflegefachpersonen, Hebammen und Physiotherapeut:innen bundesweit einen elektronischen Heilberufsausweis und Institutionskarten (SMC-B) für ihre Einrichtungen beantragen News
Quelle: gematik Pflege 02/2026 (Mai/Q2), 29.05.2026
Pflegekräfte verdienen im Median 4.300 Euro
Das Jobportal Pflegia hat rund 12.500 Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe und Daten von über 101.000 Pflegekräften ausgewertet. Das Ergebnis: Pflegekräfte haben zwischen August 2024 und 2025 im Median rund 4.300 Euro brutto im Monat verdient. Der Median eliminiert im Gegensatz zum Durchschnitt die Auswirkung von hohen und niedrigen Extremwerten. Mit Anpassungen im TVöD Pflege ab Mai 2026 wird sich die Vergütung für viele Pflegekräfte im öffentlichen Dienst noch einmal verbessern. Care vor9
Quelle: NL Care vor 9, 29.05.2026
GKV-Reform:
Bundesregierung hält an Streichung der Tarifrefinanzierung in der HKP fest
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den umstrittenen Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes als „besonders eilbedürftig“ an den Bundestag übermittelt. Für ambulante Pflegedienste bringt das Vorhaben empfindliche Einschnitte. → weiterlesen
Quelle: care konkret daily, 29.05.2026
Sexuelle Belästigung in Pflegeausbildung
Mit-Azubine bedrängt: Fristlose Kündigung rechtens?
Ein Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege hat eine Mit-Auszubildende auf einer vom Betrieb organisierten Freizeitaktivität die körperliche Integrität einer Ausbildungs-Kollegin verletzt und deren Widerspruch bagatellisiert. Der Betrieb kündigte ihn daraufhin außerordentlich.
Zu Recht, wie „Rechtsdepesche“-Chefredakteur Michael Schanz in seiner Antwort auf eine Leserfrage ausführt: Kernpunkt ist eine Regelung im Pflegeberufegesetz, die eine außerordentliche Kündigung eines Berufsausbildungsverhältnisses aus wichtigem Grund erlaubt, wenn Tatsachen vorliegen, die dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses unzumutbar machen. Genau dies sei hier der Fall: Ein Auszubildender, der im außerdienstlichen Kontext eine Kollegin belästigt und deren Widerspruch herunterspielt, demonstriert in eben jenem Kernbereich ein gravierendes Kompetenzdefizit, das die Fortsetzung der Ausbildung infrage stellt. In unserem ARTIKEL erfahren Sie mehr über den Fall.
Quelle: NL Rechtsdepesche, 28.05.2026
Abschlussveranstaltung – Hitzeschutz in der Pflege
Im Vorfeld des bundesweiten Hitzeaktionstags am 11. Juni rückt das Pflegenetzwerk Deutschland das Thema „Klimaschutz und Klimaanpassung im Pflegealltag umsetzen“ im Rahmen eines Praxisdialogs am 2. Juni in den Fokus. Dabei wird die Frage aufgegriffen, wie Einrichtungen auf gesundheitliche und organisatorische Herausforderungen durch Hitze und Klimaveränderungen reagieren können – konkret und mit praktischen Tipps.
Wie Hitzeschutz bereits in der Pflegeausbildung und im Studium praxisnah vermittelt werden kann, wird auf der digitalen Abschlussveranstaltung des Projekts „HiP – Hitzeschutz in der Pflege“ am 9. Juni 2026 von 10 bis 12 Uhr diskutiert. Dabei werden unter anderem neue Lehr- und Lernmaterialien vorgestellt.
Im Mittelpunkt steht das Modul „Hitzeschutz“, das die Rahmenpläne der Fachkommission nach PflBG in konkrete Bausteine für Ausbildung und Studium überführt. Neben einem Impuls zu Hitzeschutz als Querschnittsthema in der Pflege bietet die Veranstaltung Einblicke in entwickelte Methoden, Praxisbeispiele und interaktive Sessions.
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, Bildungseinrichtungen, Ministerien, Pflegefachpersonen und Interessierte aus der Praxis. Die Teilnahme ist kostenfrei.
WEITERE INFORMATIONEN UND DIE ANMELDUNG FINDEN SIE HIER.
Pflege und Hitzeschutz: Kompaktes Wissen auf einen Blick
Weiterführende Informationen und viele nützliche Materialien für die Praxis haben wir auf der Themenseite „Pflege & Hitzeschutz“ für Sie zusammengeführt. Von der bundeseinheitlichen Empfehlung für Hitzeschutzpläne über Linktipps zum Weiterlesen bis hin zu Aufzeichnungen von Expertengesprächen im Praxisdialog finden Sie hier ein großes Angebot praktischer Tipps, speziell für beruflich Pflegende. MEHR ZUM THEMA HITZESCHUTZ ERFAHREN!
Quelle: NL Pflegenetzwerk Deutschland – Eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, 28.05.2026
Pflegemarkt 2026: 236 Schließungen stehen 347 Neugründungen gegenüber
In den ersten vier Monaten 2026 verschwanden laut Pflegemarkt.com 153 Pflegedienste, 56 Tagespflegen und 27 Pflegeheime vom Markt. Gleichzeitig öffneten 237 neue ambulante Dienste. Die Bilanz zeigt eine deutliche Verschiebung in der Trägerstruktur – und einen geografischen Brennpunkt in Nordrhein-Westfalen. ►weiterlesen
Quelle: NL Häusliche Pflege, 28.05.2026
Perspektivwechsel: Sonderausstellung „Horizontal“ im Medizinhistorischen Museum
Ausstellung zum Krankenbett und der Welt im Liegen
Berlin, 28.05.2026 – Wie verändert sich der Blick auf die Welt aus dem Krankenbett heraus? Mit der neuen Sonderausstellung „Horizontal – Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ widmet sich das Berliner Medizinhistorische Museum (bmm) der Charité den politischen, sozialen, medizinhistorischen und kulturellen Dimensionen der liegenden Haltung vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Nichts ist so sehr mit dem Kranksein verbunden wie das Liegen im Bett. Doch was bedeutet es, wenn das Bett zum Lebensmittelpunkt wird? Wie verändern sich Wahrnehmung, Zeitgefühl und der Bezug zur Welt aus horizontaler Perspektive? Und welche Formen von Teilhabe, Fürsorge und Widerstand können dort entstehen?
Die Ausstellung verknüpft historische Objekte und Archivmaterialien, internationale künstlerische Positionen, aktivistische Perspektiven sowie die Stimmen von Betroffenen zu einem vielstimmigen Dialog. Das Krankenbett erscheint dabei nicht nur als Ort medizinischer Behandlung und Isolation, sondern auch als Raum des Denkens, Arbeitens und „World-Buildings“.
Ein besonderer Fokus liegt auf Menschen, für die das Bett aufgrund chronischer Erkrankungen dauerhaft zum Lebensraum geworden ist. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen kreativen und politischen Praktiken, die aus dieser Situation heraus entstehen. Als ikonische Referenzfigur begegnet dem Publikum zudem Frida Kahlo, für die das Bett wiederholt Lebens-, Arbeits- und Rückzugsraum war.
Prof. Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums und Kuratorin der Ausstellung, betont: „Die Geschichte der Medizin wurde lange aus der Perspektive der behandelnden Institutionen und Ärzte erzählt. Mit ‚Horizontal‘ rücken wir die Erfahrungen der Patient:innen und ihre Perspektive auf Krankheit und Gesellschaft ins Zentrum. Dabei erscheint das Bett in unserer Ausstellung als medizinischer, sozialer und kultureller Raum zugleich sowie als Ort der Isolation, aber auch der Imagination und des politischen Handelns.“
„Horizontal“ schlägt einen Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und verhandelt grundlegende Fragen einer erschöpften Gesellschaft nach Ruhe und Regeneration, nach Solidarität und Sichtbarkeit sowie nach den Bedingungen von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Sonderausstellung „Horizontal – Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ ist vom 29. Mai 2026 bis 2. Mai 2027 im Berliner Medizinhistorischen Museum am Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 17, zu sehen. Das Museum ist dienstags, donnerstags, freitags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Am Montag ist das BMM geschlossen. (…)
Quelle: PM Charité Berlin, 28.05.2026
Spezielle Schmerzpflege stärkt Versorgungsqualität und Patient:innensicherheit
Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni 2026
Berlin, 28.05.2026 – Zum bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni macht der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf die zentrale Bedeutung der Speziellen Schmerzpflege aufmerksam. Menschen mit akuten oder chronischen Schmerzen benötigen eine qualitativ hochwertige, evidenzbasierte und personenzentrierte Versorgung. Dafür braucht es speziell qualifizierte Pflegefachpersonen, die ihre Expertise verbindlich in die Versorgung einbringen können.
„Schmerzen beeinträchtigen Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe massiv. Pflegefachpersonen mit einer Weiterbildung in Spezieller Schmerzpflege leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um Betroffene professionell und wirksam zu begleiten“, erklärt Vera Lux, Präsidentin des DBfK.
Die Anforderungen an das Schmerzmanagement sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Besonders bei komplexen chronischen Schmerzerkrankungen braucht es spezialisierte Kompetenzen im Assessment, in der pflegerischen Diagnostik, in edukativen Maßnahmen sowie in der Steuerung medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien. Der Pflegeprozess und die pflegerische Einschätzung sind dabei gesetzlich verankerte Vorbehaltsaufgaben von Pflegefachpersonen. Vera Lux macht deutlich: „Wer Menschen mit komplexen Schmerzsituationen versorgen will, braucht hochqualifizierte Pflegefachpersonen im interprofessionellen und therapeutischen Team. Spezielle Schmerzpflege ist daher keine Zusatzoption, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung.“
Der DBfK fordert deshalb:
- die verbindliche Einbindung von Pflegefachpersonen der Speziellen Schmerzpflege in allen Versorgungssettings,
- die konsequente Anerkennung pflegerischer Vorbehaltsaufgaben im Schmerzmanagement,
- die bundesweite strukturelle und curriculare Verankerung der Weiterbildung Spezielle Schmerzpflege auf DQR-5-Niveau mit perspektivischer Weiterentwicklung auf DQR 7,
- sowie den Ausbau personeller und finanzieller Rahmenbedingungen für spezialisierte pflegerische Schmerzversorgung.
Die Weiterbildung Spezielle Schmerzpflege orientiert sich an europäischen Standards und vermittelt vertiefte Kompetenzen in Schmerzassessment, Edukation, interprofessioneller Zusammenarbeit sowie evidenzbasierter Therapiegestaltung. Pflegefachpersonen übernehmen damit eine Schlüsselrolle für Qualitätssicherung und Patient:innensicherheit. „Eine gute Schmerzversorgung gelingt nur interprofessionell – aber sie gelingt nicht ohne Pflege. Speziell qualifizierte Pflegefachpersonen sorgen dafür, dass Schmerzen früh erkannt, professionell eingeschätzt und wirksam behandelt werden“, so die DBfK-Präsidentin weiter.
Anlässlich des Aktionstags gegen den Schmerz appelliert der DBfK an Politik, Einrichtungen und Kostenträger, die Spezielle Schmerzpflege endlich verbindlich in den Versorgungsstrukturen zu verankern und damit die Versorgung Millionen betroffener Menschen nachhaltig zu sichern und zu verbessern.
Die DBfK-Fachgruppe Pflegeexpert:innen Schmerz hat gemeinsam mit Vertreter:innen der Deutschen Schmerzgesellschaft die Forderungen in einem Positionspapier zum Thema ausführlich dargelegt:
Qualitativ hochwertige Schmerzversorgung durch Spezielle Schmerzpflege
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband e.V., Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin, Tel. +49 30/219157-0, Fax: +49 30/219157-77, E-Mail: dbfk@dbfk.de, Webseite: www.dbfk.de
Im Spannungsfeld zwischen Standort im Krankenhaus und Wirkung ins Außen
Fachbuch: Entlassmanagement als intersektorales und sozialraumorientiertes Format
Nach einem Klinikaufenthalt kommt auf die entlassenen Menschen und ihre An- und Zugehörigen oftmals mehr zu als gedacht. Erst einmal überwiegt die Freude über die Rückkehr ins eigene Zuhause. Doch dann stellen viele Patientinnen und Patienten fest, dass die Versorgungsstrukturen in der Klinik gut …
Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/im-spannungsfeld-zwischen-standort-im-krankenhaus-und-wirkung-ins-aussen/
Quelle: NL KDA, 27.05.2026
Finanzreform in der Gesetzlichen Krankenversicherung
Berlin: (hib/PK) Mit einer großen Finanzreform will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) das Milliardendefizit in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausgleichen. Der Gesetzentwurf (21/6130) der Bundesregierung sieht Einsparungen und zusätzliche Einnahmen vor, die bereits im kommenden Jahr wirksam werden sollen.
Die dramatische Finanzlage der GKV habe in den vergangenen Jahren zu historisch starken Anstiegen der Zusatzbeitragssätze geführt. Hauptursache sei die Ausgabenentwicklung. Bereits 2027 sei von einer Deckungslücke in Höhe von 15,3 Milliarden Euro auszugehen. Bis 2030 könne die Lücke auf rund 40 Milliarden Euro ansteigen, heißt es im Gesetzentwurf.
Zur Stabilisierung der Beiträge müssten die hohen Zuwächse bei den Ausgaben in Einklang mit den Einnahmen gebracht werden (einnahmenorientierte Ausgabenpolitik). Daher liege der Fokus auf der Reduktion der Ausgabendynamik. Die GKV soll 2027 durch Mehreinnahmen und Minderausgaben in Höhe von 16,3 Milliarden Euro entlastet werden, im Jahr 2030 um bis zu 38,1 Milliarden Euro.
Kostenintensive Sondervergütungen und Doppelfinanzierungen sollen abgeschafft werden. Die jährlichen Vergütungsanstiege sollen in sämtlichen Leistungsbereichen sowie in der Verwaltung auf die tatsächlichen Kostensteigerungen oder auf die Grundlohnrate (durchschnittliche prozentuale Steigerung der beitragspflichtigen Einnahmen) begrenzt werden. Dabei soll in den Jahren 2027 bis 2029 ein Abschlag von einem Prozentpunkt gelten.
Vergütungsanstiege bei den stationären Leistungen werden auf die tatsächliche Kostenentwicklung oder die Grundlohnrate begrenzt. Tarifsteigerungen in Krankenhäusern, die über die maßgebliche Obergrenze hinausgehen, sollen auch für das Pflegepersonal nur noch zur Hälfte bei der Vergütung berücksichtigt werden.
Beim Pflegebudget der Krankenhäuser sollen Steigerungen ebenfalls nur bis zur maßgeblichen Obergrenze möglich sein. Zusätzliches Personal, das zur Erfüllung von Personalvorgaben benötigt wird, soll weiter voll refinanziert werden.
Ab 2027 soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) jährlich für mindestens einen der planbaren und mengenanfälligen Eingriffe ein verpflichtendes Zweitmeinungsverfahren einführen.
Bei der vertragsärztlichen Versorgung werden die extrabudgetären Zusatzvergütungen für Leistungen, die in offenen Sprechstunden und Vermittlungsfällen erbracht werden, gestrichen. Auch die extrabudgetäre Zusatzvergütung für die Erstbefüllung und weitere Befüllungen der elektronischen Patientenakte (ePA) wird nicht mehr gezahlt.
Einbezogen in das Sparpaket ist auch die Pharmabranche. So soll der allgemeine Herstellerabschlag von derzeit sieben Prozent um eine dynamische Komponente ergänzt werden. Die Regelung betrifft insbesondere hochpreisige Patentarzneimittel. Festbetragsarzneimittel, Generika, Biosimilars und versorgungskritische Medikamente werden davon ausgenommen.
Nicht betroffen sind zudem neu eingeführte Arzneimittel, die in Deutschland in klinischen Prüfungen waren oder bei denen der Wirkstoff hierzulande produziert wird. In Therapiegebieten mit mehreren vergleichbaren patentgeschützten Arzneimitteln sollen Anbieter in einen Preiswettbewerb treten.
Der Apothekenabschlag wird von 1,77 Euro auf 2,07 Euro angehoben.
GKV-Mitglieder müssen bei der beitragsfreien Familienversicherung, die Ehepartner und Kinder umfasst, Abschläge hinnehmen. Sie wird begrenzt auf mitversicherte Ehepartner und eingetragene Lebenspartner mit Kindern bis zum vollendeten 7. Lebensjahr, mit behinderten Kindern, mit zu pflegenden Angehörigen sowie nach Erreichen der Regelaltersgrenze. In allen anderen Fällen zahlen Mitglieder für ihre derzeit beitragsfrei mitversicherten Ehepartner künftig einen Zuschlag von 2,5 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Die beitragsfreie Mitversicherung für Kinder bleibt im vollen Umfang erhalten.
Vorgesehen ist 2027 überdies eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und der Versicherungspflichtgrenze um jeweils 300 Euro im Monat. Festzuschüsse beim Zahnersatz werden um zehn Prozent reduziert, die Zuzahlungsbeträge werden hingegen um 50 Prozent erhöht (mindestens 7,50 Euro, höchstens 15 Euro) und mit der Grundlohnrate dynamisiert.
Neu eingeführt wird eine Teilkrankschreibung und ein Teilkrankengeld: Vorgesehen sind drei Stufen von Teilarbeitsfähigkeit mit 25, 50 und 75 Prozent. Der G-BA soll dazu die Einzelheiten festlegen. Zuzahlungsbefreiungen und Härtefallregelungen sollen unverändert bleiben.
Der pauschale Beitragssatz der Arbeitgeber für geringfügig Beschäftigte soll auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent zuzüglich des durchschnittlichen Zusatzbeitrags angehoben werden.
Cannabisblüten werden künftig von der GKV nicht mehr erstattet. Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel sowie solche Leistungen sind künftig auch als zusätzliche Satzungsleistungen der Kassen ausgeschlossen. Wegfallen soll zudem die Abrechnung für ein anlassloses Ganzkörper-Hautkrebs-Screening.
Auch die Krankenkassen sollen an der Sparrunde beteiligt werden. So sollen die Verwaltungskosten der Krankenkassen mit der Anbindung an die Grundlohnsumme dauerhaft gedeckelt werden. Die Werbeausgaben der Krankenkassen sollen halbiert werden. Für außertariflich beschäftigte Führungskräfte bei Krankenkassen und ihren Landesverbänden, den Medizinischen Diensten und den Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Vergütungen begrenzt werden.
Der Bund soll ebenfalls einen Anteil an der Beitragssatzstabilisierung leisten durch eine Verschiebung der geplanten Rückzahlung der in den Jahren 2023, 2025 und 2026 gewährten Darlehen an die GKV in Höhe von insgesamt 5,6 Milliarden Euro.
Zudem will der Bund die Beitragspauschale für die Bezieher von Grundsicherung stufenweise anheben. 2017 sind 250 Millionen Euro mehr eingeplant, 2028 dann 500 Millionen Euro, 2029 eine Milliarde Euro, 2030 dann 1,5 Milliarden Euro und 2031 zwei Milliarden Euro. Zugleich soll allerdings der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds ab 2027 um zwei Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro reduziert werden.
Mit einem weiteren Gesetzgebungsverfahren soll ab 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke eingeführt werden. Die Mehreinnahmen sollen in geeigneter Weise der GKV entlastend zugute kommen.
Quelle: heute im bundestag Nr. 433, 27.05.2026
Ich bin keine Fegefachperson! Pflegekammer NRW startet Kampagne #nichtdeinjob
Fast jede zweite Pflegefachperson in NRW übernimmt regelmäßig fachfremde Aufgaben, die nicht zur Pflege gehören#nichtdeinjob zeigt überspitzt, wie Pflegefachpersonen zu Putzkräften, Türsteher*innen oder Kellner*innen werdenBegleitende Infoveranstaltungen klären über Unterstützungsmöglichkeiten der […] Mehr lesen
Quelle: https://www.pflegekammer-nrw.de/pressemitteilungen/
Wichtige Termine:
„ZUKUNFT PFLEGEN – MIT GUTER AUSBILDUNG DIE PFLEGE VON MORGEN SICHERN“
02.06. 2026: Online-Veranstaltung unter Mitwirkung des IWAK
Weitere Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.iwak-frankfurt.de/zukunft-pflegen-mit-guter-ausbildung-die-pflege-von-morgen-sichern/
Pflege ist KEIN SPARSCHWEIN. Pflege sichert Versorgung!
Große Protestaktion gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di: für sichere Pflege- und Gesundheitsversorgung!
Wann: 10. Juni (12:30 –15:00 Uhr); Wo Platz der Menschenrechte (ehem. „Trammplatz“, Hannover Innenstadt)
Dabei? Weitere Infos: www.dbfk.de/keinsparschwein oder kurze Mail an nordwest@dbfk.de
IWAK-LUNCHTALK AM 19. JUNI 2026 – DIE INTERNATIONALISIERUNG IN AUSBILDUNG UND ARBEITSWELT GESTALTEN
Den Anmeldelink finden Sie unter: https://iwak.idloom.events/Lunchtalk_Internationalisierung
HAUPTSTADTKONGRESS MEDIZIN UND GESUNDHEIT (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
Internationale Fachtagung Community Health Nursing
Primärversorgung stärken – Impulse für modernes Gesundheitssystem
07.Juli 2026 von 10:00 – 17:30 Uhr, Robert Bosch Stiftung | Französische Straße 32 | 10117 Berlin und Online per Zoom
Das detaillierte Veranstaltungsprogramm zum Download finden Sie hier.
1.BIS 2. SEPTEMBER 2026: MEDCARE LEIPZIG
https://www.medcare-leipzig.de/
17. DGP- HOCHSCHULTAG
20.11.2026 – Mehr Infos finden Sie hier.
