Wenn das Amt nicht entscheidet, zahlt das Pflegeheim
Eine Folgebefragung von VKAD und DEVAP zeigt weiter hohe Außenstände durch lange Verfahren bei der Hilfe zur Pflege. Die Verbände fordern verbindliche Bearbeitungsfristen, schnelle Abschlagszahlungen und warnen vor zusätzlichem Druck durch das Pflegeneuordnungsgesetz.
Berlin, 26.05.2026 | Pflegeheime sind auch weiterhin Vorfinanzierungsstellen, wenn Anträge auf Sozialhilfe, auch Hilfe zur Pflege genannt, monatelang nicht entschieden sind. Eine aktuelle Folgebefragung des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) und des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) zeigt, dass es bei den Außenständen gegenüber Einrichtungen keine Entspannung gibt.
An der bundesweiten Befragung beteiligten sich 133 katholische und evangelische Träger. Sie betreiben 517 Einrichtungen mit insgesamt 42.890 Bewohner:innen. Von ihnen sind 17.462 Menschen auf Hilfe zur Pflege angewiesen. Das entspricht 41 Prozent aller Bewohner:innen in den befragten Einrichtungen. Die Folgebefragung bestätigt damit ein seit längerem bekanntes Problem: Verzögerte Kostenübernahmen bringen Pflegeheime teils in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. VKAD, DEVAP und weitere Verbände weisen seit langem auf diese Entwicklung hin.
Hilfe zur Pflege ist längst kein Ausnahmefall mehr
Bei 31 Prozent der Bewohner:innen mit beantragter Hilfe zur Pflege bestehen aktuell Außenstände gegenüber den Trägern. Die Einrichtungen versorgen die Betroffenen weiter, obwohl die Kostenübernahme durch den Sozialhilfeträger noch aussteht oder nicht ausreichend geklärt ist.
Die Wartezeiten sind erheblich. Bei 24 Prozent der Bewohner:innen mit Hilfe zur Pflege dauert das Antragsverfahren bereits sechs bis zwölf Monate. Bei weiteren zwölf Prozent dauert es länger als ein Jahr.
„Pflegeheime dürfen nicht zur unfreiwilligen Bank des Sozialstaats werden. Sie zahlen Gehälter, Lebensmittel, Energie und Mieten sofort, warten aber oft monatelang auf die Entscheidung und Zahlung der Sozialhilfeträger. Wenn vier von zehn Bewohner:innen auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind und bei jedem dritten Fall Außenstände entstehen, ist das kein Randproblem mehr. Dann braucht es schnelle Verfahren und unkomplizierte Abschlagszahlungen“, sagt Andreas Wedeking, Geschäftsführer des VKAD.
Fast jede zweite betroffene Einrichtung wartet auf mehr als 50.000 Euro
Die Außenstände summieren sich für viele Einrichtungen zu erheblichen Beträgen. Fast jede zweite betroffene Einrichtung berichtet von Außenständen von mehr als 50.000 Euro. Bei 27 Prozent der betroffenen Einrichtungen liegen die Außenstände zwischen 50.000 und 100.000 Euro. In einzelnen Fällen steigen die Beträge deutlich darüber hinaus.
Für viele Träger ist das nicht nur ein Problem in der Buchhaltung. 29 Prozent der Einrichtungen geben an, dass ihre Liquidität durch die Außenstände gefährdet ist. Damit geraten ausgerechnet jene Pflegeheime unter Druck, die die Versorgung pflegebedürftiger Menschen Tag für Tag sicherstellen.
Pflegeneuordnungsgesetz darf die Lage nicht zusätzlich verschärfen
VKAD und DEVAP warnen, dass sich die Lage durch die aktuelle pflegepolitische Entwicklung weiter zuspitzen könnte. Sollten Leistungszuschläge für Pflegeheimbewohner:innen im Rahmen des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes später greifen als bisher, steigen die Eigenanteile besonders zu Beginn eines Heimaufenthalts. Für Menschen mit begrenztem Einkommen und Vermögen wächst damit das Risiko, früher Hilfe zur Pflege beantragen zu müssen.
„Prof. Heinz Rothgang hat für die DAK-Gesundheit berechnet, dass allein die spätere Gewährung von Leistungszuschlägen in der stationären Versorgung die Heimbewohner:innen bis zu 20.000 Euro mehr kosten würde. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger würde auf 46,2 Prozent steigen; dies entspricht im Jahr 2035 Mehrkosten für die Kommunen von rund 2 Mrd. Euro.1 Mehr Anträge ohne schnellere Bearbeitung würden die bestehenden Probleme auf ein neues Level heben“, so Thomas Neeb, Vorstandsvorsitzender des DEVAP.
„Wer Entlastung später gewährt, erhöht den Druck bei pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen, Sozialhilfeträgern und vor allem bei den Einrichtungen. Hilfe zur Pflege muss so organisiert werden, dass Menschen nicht monatelang warten und Pflegeheime keine offenen Kosten tragen müssen“, schließt sich Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP, an.
VKAD und DEVAP fordern verbindliche Verfahren und schnelle Abschlagszahlungen
VKAD und DEVAP fordern, Anträge auf Hilfe zur Pflege deutlich schneller zu bearbeiten und Pflegeheime vor dauerhafter Vorfinanzierung zu schützen. Dazu braucht es Abschlagszahlungen von mindestens 75 Prozent der voraussichtlichen Ausgaben, sobald der Hilfebedarf plausibel angezeigt ist. Die abschließende Prüfung kann nachgelagert erfolgen. Zudem müssen die Antragsverfahren digitalisiert und entbürokratisiert werden. Pflegeheime dürfen nicht über Monate offene Forderungen tragen, weil Prüfungen oder Verwaltungsabläufe zu lange dauern.
1 https://www.dak.de/presse/bundesthemen/politik-unternehmensnachrichten/dak-gutachten-pflegereform-verschaerft-armutsrisiko_169422 [Stand 22.05.2026]
Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes // 030 83001-277 // info@devap.de; Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), Invalidenstraße 29, 10115 Berlin
Pflegereform: Kabinettsbefassung wohl erst Anfang Juni oder später
Die geplante Reform der Pflegeversicherung verzögert sich weiter. Der Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Pflegeversicherung (Pflegeneuordnungsgesetz – PNOG) steht entgegen früheren Planungen nicht wie vorgesehen Ende Mai auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Stattdessen ist eine Befassung nun frühestens für den 3. Juni vorgesehen. → weiterlesen
Quelle: care konkret daily, 26.05.2026
Immer mehr Pflege-Azubis brechen ihre Ausbildung ab
Immer mehr junge Menschen beginnen eine Pflegeausbildung, doch viele halten nicht bis zum Abschluss durch. Laut Statistischem Bundesamt kündigt bundesweit etwa jeder dritte Pflege-Azubi vorzeitig, in Brandenburg sogar zwei von fünf. Gründe sind Überforderung, psychische Belastungen, Sprachprobleme oder falsche Erwartungen an den Beruf. Pflegeschulen setzen deshalb verstärkt auf sozialpädagogische Unterstützung. Erste Erfahrungen zeigen: Zusätzliche Begleitung kann helfen, Abbrüche zu verhindern. Tagesschau
Quelle: NL Care vor 9, 26.05.2026
Pflege ist KEIN SPARSCHWEIN. Pflege sichert Versorgung!:
Anlässlich der Konferenz der Gesundheitsminister:innen in Hannover gehen wir am 10.06.2026 auf die Straße!
Große Protestaktion gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di: für sichere Pflege- und Gesundheitsversorgung!
Wann: 10. Juni (12:30 –15:00 Uhr); Wo Platz der Menschenrechte (ehem. „Trammplatz“, Hannover Innenstadt)
Dabei? Weitere Infos: www.dbfk.de/keinsparschwein oder kurze Mail an nordwest@dbfk.de
Neuer Träger für Diakonie-Pflegegesellschaft in Hessen
Nach der Insolvenz der hessischen Pflegegesellschaft Diakonie-Dienstleistungen Wetterau (DDLW) im Januar hat die eigens gegründete Gesellschaft Pflege und Betreuung Wetterau die Trägerschaft übernommen. Dahinter stehen Ralf Schüssler, Inhaber des auf Alltagsbegleitung fokussierten Unternehmens „Die Kümmerer“ sowie Andreas Wirsing vom Pflegedienst Wirsing, zuständig für hauswirtschaftliche Versorgung und Pflegeberatung. Die DDLW betreut 209 Menschen im Wetteraukreis. Häusliche Pflege
Quelle: NL Care vor 9, 26.05.2026
Übergabe – Medien für die Pflege
ÜG188 – Advanced Practice Nursing erfolgreich umsetzen und Pflege neu denken (Dr. Juliane Spank & Philipp Strnad)
Erster bundesweiter „Ehrentag“
Bundespräsident Steinmeier hat alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich anlässlich des ersten deutschlandweiten „Ehrentags“ am 23. Mai 2026, dem Geburtstag des Grundgesetzes, zum Thema Ehrenamt zu informieren. Mehr als 2000 Veranstaltungen rund um das Datum, sollen Inspiration geben, Lust machen auf freiwilliges Engagement und Mitmach-Angebote präsentieren. So gibt es …Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/erster-bundesweiter-ehrentag/
Quelle: NL KDA, 22.05.2026
Landespolitik in Rheinland-Pfalz
Pflegekammer: Abstimmung weiter offen
Zur geplanten Abstimmung über die Pflegekammer Rheinland-Pfalz fehlen weiter Details. Verfahren und Zeitplan bleiben offen. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 22.05.2026
Überleitungspflege: Pflegeberatung beginnt schon am Krankenhausbett
Der ambulante Pflegedienst APd startet mit den Augusta Kliniken in Bochum ein Pilotprojekt zur Überleitungspflege. Pflegeberaterinnen besuchen Patient:innen noch vor der Entlassung, schulen Angehörige und unterstützen bei Anträgen. Das Angebot soll auf alle sieben Standorte des Evangelischen Verbunds Augusta Ruhr ausgeweitet werden – möglicherweise auch auf Häuser anderer Träger. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 22.05.2026
Rechte von Menschen mit Pflegebedarf stärker absichern
Deutscher Pflegerat zum Tag des Grundgesetzes: Verlässliche Pflege muss für alle erreichbar sein
Berlin (22. Mai 2026, Nr. 26/2026) – Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 fordert der Deutsche Pflegerat (DPR), die Rechte von Menschen mit Pflegebedarf stärker zu sichern. Menschenwürde und Sozialstaat müssen auch dann gelten, wenn Menschen auf Pflege angewiesen sind.
Pflege ist nicht allein eine soziale Leistung, sondern Ausdruck staatlicher Schutz- und Gewährleistungsverantwortung gegenüber vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Wer Pflege braucht, muss sich auf Schutz, Unterstützung und gute Versorgung verlassen können. Das darf nicht von Wohnort, Systemgrenzen, Bürokratie oder knappen Ressourcen abhängen. Entscheidend ist, dass der Sozialstaat Menschen mit Pflegebedarf im Alltag wirklich erreicht.
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, erklärt: „Der Tag des Grundgesetzes erinnert daran, dass Menschenwürde, Sozialstaat und staatliche Schutzpflichten im Alltag der Menschen ankommen müssen. Für Menschen mit Pflegebedarf entscheidet sich Würde ganz konkret: Erhalten sie Zugang zu guter Versorgung? Werden ihre Bedarfe gesehen? Werden sie geschützt? Können sie sich darauf verlassen, nicht an Systemgrenzen, Bürokratie oder Ressourcenknappheit zu scheitern? Derzeit gibt es erhebliche Zweifel, ob die Rechte für pflegebedürftige Menschen in Deutschland umfassend gesichert sind.“
Pascale Hilberger-Kirlum, Vize-Präsidentin des DPR und Mitglied der DPR-Fachkommission zur Aufnahme der Rechte von Menschen mit Pflegebedarf ins Grundgesetz, sagt: „Die Sicherung der pflegerischen Versorgung ist eine staatlich verantwortete Daseinsvorsorge. Menschen mit Pflegebedarf brauchen hier mehr als gute Absichten. Sie benötigen verlässliche Rechte, niedrigschwellig erreichbare Unterstützung und eine bedarfsgerechte Versorgung, die tatsächlich bei ihnen ankommt. Die Schutzaufträge des Grundgesetzes müssen stärker auf ihre Lebenswirklichkeit bezogen werden: auf den Alltag zu Hause, in der Langzeitpflege, im Krankenhaus und überall dort, wo Menschen Unterstützung brauchen. Es geht darum, ihre Würde nicht nur zu achten, sondern im Pflegealltag konkret erfahrbar zu machen und zu sichern.“
Pflegebedürftigkeit betrifft neben der Würde auch Schutz, Fürsorge, Teilhabe und Versorgungssicherheit. Sie berührt damit zentrale verfassungsrechtliche Prinzipien des Sozialstaats. Pflegerische Versorgung ist ein elementares Grundbedürfnis. Der Staat muss dafür sorgen, dass Menschen mit Pflegebedarf verlässlich unterstützt und entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen gut versorgt werden.
„Pflegerische Versorgung ist keine freiwillige Zusatzleistung eines funktionierenden Sozialstaats. Sie gehört zu seinen Grundaufgaben“, so Vogler. „Wer die Menschenwürde ernst nimmt, muss auch die Bedingungen ernst nehmen, unter denen Menschen gepflegt, begleitet und versorgt werden.“
Der Deutsche Pflegerat betont die Notwendigkeit, die Rechte, den Schutz und die Versorgung von Pflegebedürftigen zu stärken. Menschen müssen sich auf gute Pflege und Unterstützung verlassen können, wenn sie diese benötigen. Die Schutzaufträge des Grundgesetzes und die staatliche Verantwortung müssen im Pflegealltag spürbar sein.
Dabei muss die Versorgungsperspektive konsequent, bedarfsgerecht und zukunftsorientiert mitgedacht werden. Pflegefachpersonen erleben täglich, wo Versorgung gelingt, wo sie brüchig wird und wo Menschen durch fehlende Strukturen, lange Wege oder unzureichende Unterstützung belastet werden. Denn ob Menschenwürde und Sozialstaat wirken, zeigt sich genau dort: in der konkreten Versorgung. Gute Gesetze sind daran zu erkennen, dass sie Versorgung sichern, Pflegebedürftige sowie An- und Zugehörige entlasten und die Kompetenzen der professionellen Pflege wirksam nutzen.
„Das Grundgesetz ist ein Schutzversprechen. Dieses Schutzversprechen muss auch für Menschen mit Pflegebedarf sowie ihre An- und Zugehörigen spürbar werden“, betont Hilberger-Kirlum. „Dafür braucht es klare Verantwortung und eine pflegerische Versorgung, die sich am tatsächlichen Bedarf der Menschen in ihren jeweiligen Lebenswelten orientiert. Erfüllt werden kann es nur mit gesicherten Versorgungsformen und -strukturen, in deren Mittelpunkt die Profession Pflege steht.“
Weitere Informationen:Der Deutsche Pflegerat hat die Fachkommission zur Aufnahme der Rechte von Menschen mit Pflegebedarf ins Grundgesetz eingesetzt. Sie arbeitet daran, wie Würde, Schutz, Fürsorge, Zugang und bedarfsgerechte Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf wirksamer abgesichert werden können.
Informationen zur DPR-Fachkommission
Ansprechpartner:innen: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Pascale Hilberger-Kirlum, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR) Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
Protest gegen Pläne der Ministerin
Nina Warkens Pflegereform verzögert sich weiter
Erneut wurde eine Entscheidung über die Pflegereform nach hinten verschoben: Erst Ende Mai soll in der Kabinettssitzung über einen entsprechenden Gesetzentwurf entschieden werden. Grund dafür ist wohl die anhaltende Kritik an den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Warken.
Aktuell sehen Warkens Pläne nämlich unter anderem vor, eine Einstufung in die Pflegegrade 1–3 zu erschweren und die Zuschüsse zu Heimkosten langsamer als zuvor ansteigen zu lassen. Auch die Beitragsbemessungsgrenze soll erhöht werden. Die DAK hat in einer viel beachteten Stellungnahme sogar einen Komplett-Stopp der Reform gefordert. Sie führe zu Altersarmut und dazu, dass deutlich mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen sind. Weitere Infos erhalten Sie HIER.
Quelle: NL Rechtsdepesche, 21.05.2026
Rückblick: Das war der Praxisdialog mit der Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Frau Katrin Staffler MdB
Beruflich Pflegende sind eine zentrale Stütze im Sozial- und Gesundheitssystem und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Frau Katrin Staffler MdB beim Praxisdialog im Pflegenetzwerk Deutschland.
Das Online-Event fand anlässlich des Tags der Pflegenden am 12. Mai mit rund 170 Teilnehmenden digital statt. Frau Staffler ging unter anderem auf die Funktion der Pflegebevollmächtigen ein: „Als Pflegebevollmächtigte verstehe ich mich als Stimme der Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegepersonen in der Bundesregierung und damit auch als Ansprechpartnerin für Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Gesellschaft“, sagte sie. Deshalb sei es ihr ein Anliegen, die verschiedensten Perspektiven in der Pflege möglichst breit zu adressieren und in eine gute Pflegepolitik zu überführen.
HIER FINDEN SIE EINE KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER VERANSTALTUNG.
Quelle: NL Pflegenetzwerk Deutschland – Eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, 21.05.2026
Suizidprävention
Suizidassistenz & Suizidprävention: Debattenseite aktualisiert
Die Debattenseite zum Themenbereich Assistierter Suizid und Suizidprävention wurde umfassend überarbeitet und aktualisiert. Dort sind nun die Entwicklung unserer Auseinandersetzung mit dem Thema, zentrale Positionen sowie ausgewählte Beiträge gebündelt und nachvollziehbar dargestellt. Ziel ist es, die bisherigen Linien und Argumentationen transparent zu machen und zugleich eine Grundlage für die weitere Diskussion zu bieten. Weiterlesen ⇾
Quelle: Newsletter Diakonie Deutschland, 21.05.2026
Generalistische Ausbildung stärkt Altenpflege
Fünf Jahre nach Einführung des Pflegeberufegesetzes wird die Situation von Auszubildenden mit Vertiefung Altenpflege betrachtet. Grundlage ist die bundesweite BENP Panelbefragung im Auftrag des BIBB. 2024 wurden 2 488 Auszubildende befragt, darunter 777 mit Vertiefung Altenpflege. ►weiterlesen
Quelle: NL Altenpflege, 21.05.2026
Pflegereform: „Es braucht mehr als ein Sparprogramm“
KDA nimmt in Reaktionspapier Stellung zu 20 Thesen, die beim GdW 2026 vorgestellt wurden
Der Gesundheitskongress des Westens (GdW), der gerade in Köln stattfand, brachte wieder Akteure zusammen, die nach vorne denken und Gestaltungswillen mitbrachten. Unter dem Motto „Produktivität freisetzen, Ambitionen leben!“ diskutierten rund Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung, Krankenkassen, …
Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/pflegereform-es-braucht-mehr-als-ein-sparprogramm/
Quelle: NL KDA, 20.05.2026
Koalitionsstreit bremst Pflegereform –
Scharfe Kritik an Warkens Pflege-Plänen
Der Streit in der schwarz-roten Koalition über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung spitzt sich zu und verzögert die geplante Pflegereform. Uneinigkeit besteht vor allem zwischen Union und SPD über Sparmaßnahmen und zusätzliche Bundesmittel. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 20.05.2026
BEYOND EXPEDIENCY
Das Einbettzimmer als Standard in der stationären Versorgung in Schleswig-Holstein
(KJ) Das Netzwerk verschiedener Kliniken, Beyond Expediency, hat ein working paper zum Thema Einbettzimmer herausgebracht. Es ist zu finden unter: https://www.beyond-expediency.de/wp-content/uploads/2026/04/260429-WP-EBZ-Working-Paper.pdf
DEVAP-Pressemitteilung
Pflegeneuordnungsgesetz: Verzögerung als Chance nutzen
Berlin, 19.05.2026 – „Von Seiten der Wissenschaft, Verbände, Krankenkassen und sogar aus den eigenen politischen Reihen wird die Kritik an den aktuellen Plänen von Bundesgesundheitsministerin Warken zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) immer lauter. Der Sozialstaat soll ausgehöhlt und die Pflegekrise weiter verschärft werden. Hier muss zwingend nachgesteuert werden“, so Thomas Neeb, Vorstandsvorsitzender des DEVAP e.V. „Zum Tag der Pflege haben wir mit über 500 Pflegekräften, pflegende Angehörigen und Vertreter:innen der Sozialwirtschaft vor dem BMG in Berlin gemeinsam deutlich gemacht: Die pflegerische Versorgung in Deutschland steht unter erheblichem Druck. Politische Entscheidungen müssen diese Realität anerkennen. Stattdessen verschärfen das geplante GKV-Stabilisierungsgesetz und das Pflegeneuordnungsgesetz die Problematik – für Träger, Pflegekräfte, Versicherte und pflegende Angehörige.“
Laut aktueller Kabinettszeitplanung soll das Kabinett erst am 27. Mai das PNOG beschließen. Zuvor war ein Kabinettsbeschluss eine Woche früher avisiert worden.
„Die Verzögerung ist eine Chance, um deutlich nachzusteuern“, so Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP e.V. „Prof. Heinz Rothgang hat für die DAK-Gesundheit berechnet, dass allein die spätere Gewährung von Leistungszuschlägen in der stationären Versorgung die Heimbewohner bis zu 20.000 € mehr kosten würde. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger würde auf 46,2 Prozent steigen; dies entspricht im Jahr 2035 Mehrkosten für die Kommunen von rund 2 Mrd. €.1 Auch die Initiative Pflegereform warnt vor folgeschweren Fehlanreizen, weil die geplante Reform systematisch die solidarischen Leistungen pflegender Angehöriger missachtet.2 Die Sicherung des Sozialstaates entscheidet letztlich auch darüber, ob sich die Menschen weiter politisch radikalisieren, weil sie dem Versprechen des Gesundheits- und Pflegesystems nicht mehr trauen.“
„Wir brauchen heute mutige Gesetzesänderungen für eine nachhaltige Finanzierung der notwendigen pflegerischen Strukturen, einen konsequenten Bürokratieabbau und ganzheitliche Reformansätze jenseits des bestehenden Systems“, so Neeb und Leonhardi abschließend. „Bundesgesundheitsministerin Warken hat jetzt die Chance das Vertrauen der Branche durch eine tatsächliche Neuordnung der Pflege zurückgewinnen.“
1 https://www.dak.de/presse/bundesthemen/politik-unternehmensnachrichten/dak-gutachten-pflegereform-verschaerft-armutsrisiko_169422 [Stand 18.05.2026]
2 https://www.pro-pflegereform.de/fileadmin/default/Pressemitteilungen/2026_05_11_PM_Pro-Pflegereform_PNOG.pdf [Stand 18.05.2026]
Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), Invalidenstraße 29, 10115 Berlin, Kontakt: Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes // 030 83001-277 // info@devap.de
Pflegereform verzögert sich – wachsender Druck auf Politik und Versorgungssystem
Die Pflegereform gerät ins Stocken – und mit ihr die Planungssicherheit für eine ohnehin unter Druck stehende Branche. Während sich das Zeitfenster bis zur Sommerpause verengt, warnen Experten vor steigenden Eigenanteilen und erheblichen Mehrbelastungen für Pflegebedürftige. Verbände kritisieren fehlende Verlässlichkeit und sehen zentrale Strukturfragen weiter ungelöst. Droht der Reformprozess an Zeitdruck und Zielkonflikten zu scheitern? → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 19.05.2026
Wichtige Termine:
„ZUKUNFT PFLEGEN – MIT GUTER AUSBILDUNG DIE PFLEGE VON MORGEN SICHERN“
02.06. 2026: Online-Veranstaltung unter Mitwirkung des IWAK
Weitere Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.iwak-frankfurt.de/zukunft-pflegen-mit-guter-ausbildung-die-pflege-von-morgen-sichern/
Pflege ist KEIN SPARSCHWEIN. Pflege sichert Versorgung!
Große Protestaktion gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di: für sichere Pflege- und Gesundheitsversorgung!
Wann: 10. Juni (12:30 –15:00 Uhr); Wo Platz der Menschenrechte (ehem. „Trammplatz“, Hannover Innenstadt)
Dabei? Weitere Infos: www.dbfk.de/keinsparschwein oder kurze Mail an nordwest@dbfk.de
IWAK-LUNCHTALK AM 19. JUNI 2026 – DIE INTERNATIONALISIERUNG IN AUSBILDUNG UND ARBEITSWELT GESTALTEN
Den Anmeldelink finden Sie unter: https://iwak.idloom.events/Lunchtalk_Internationalisierung
HAUPTSTADTKONGRESS MEDIZIN UND GESUNDHEIT (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
Internationale Fachtagung Community Health Nursing
Primärversorgung stärken – Impulse für modernes Gesundheitssystem
07.Juli 2026 von 10:00 – 17:30 Uhr, Robert Bosch Stiftung | Französische Straße 32 | 10117 Berlin und Online per Zoom
Das detaillierte Veranstaltungsprogramm zum Download finden Sie hier.
1.BIS 2. SEPTEMBER 2026: MEDCARE LEIPZIG
https://www.medcare-leipzig.de/
17. DGP- HOCHSCHULTAG
20.11.2026 – Mehr Infos finden Sie hier.
