ADS-Wocheninformation 14.09.2026

ADS-Wocheninformation 14.09.2026

Verliert die Pflege durch die Strukturkommission wieder ein Jahr?

Ein neuer Minister, eine neue Arbeitsgruppe: Carsten Linnemann kündigt in der FAZ eine „Strukturkommission Pflege” an. Diese soll mit Fachleuten besetzt sein und im kommenden Jahr Vorschläge liefern, wie die Pflege grundlegend umgebaut werden kann. Unabhängig davon soll das Pflegeneuordnungsgesetz innerhalb der nächsten zwei Wochen vom Kabinett beschlossen werden. Care vor9

Quelle: NL Care vor9, 14.09.2026


Übergabe

Berufsbild Community Health Nursing (Prof. Dr. Uta Gaidys)

Community Health Nursing gilt als Hoffnungsträger für die Gesundheitsversorgung, die Evidenz liegt vor, aber: die Strukturen fehlen. Wie Pflege wohnortnah wirken kann und woran es hakt erklärt uns Prof. Dr. Uta Gaidys.

Von Christian & Francis • 12. Sept. 2026   Im Browser ansehen

Quelle: NL Übergabe, 12.09.2026


Internationale Studie

Pflegemangel: Mehr Nachwuchs allein reicht nicht

Wer den Pflegemangel bekämpfen will, muss nicht nur neue Fachkräfte gewinnen, sondern vor allem dafür sorgen, dass sie im Beruf bleiben, zeigt eine internationale Analyse aus 42 Ländern. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 11.09.2026


Pflegekammer

Rheinland-Pfalz: Kammerwahl 2026 ist gestartet

Die Kammerwahl 2026 der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat begonnen. Rund 200 Kandidierende bewerben sich um Sitze in der Vertreterversammlung. Präsident Markus Mai tritt nach zehn Jahren nicht erneut an. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 11.09.2026


Diakonie-Präsident zur Pflegefinanzierung: „Deutschland muss neue Wege gehen“

Anlässlich der Medienberichterstattung zum SPD-Vorschlag, die private Pflegeversicherung in der Finanzierung der Pflegereform stärker hinzuzuziehen, äußert sich Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch:

„Die Herausforderungen, vor denen die Pflegeversicherung steht, sind gewaltig. Deutschland muss neue Wege gehen, um die Pflegefinanzierung zu stabilisieren und die finanziellen Lasten einer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu verteilen. Der jetzt diskutierte Pflege-Soli kann dabei ein wichtiger Baustein sein. Er würde die private und die gesetzliche Pflegeversicherung stärker miteinander verknüpfen und das Pflegerisiko gerechter verteilen. Darüber hinaus brauchen wir langfristig einen mutigen Umbau zu einer solidarischen Pflegebürgerversicherung. Ziel muss es sein, dass gute Pflege für alle Menschen erschwinglich bleibt und nicht nur vom eigenen Geldbeutel abhängt. Die Bundesregierung muss jetzt Lösungen finden, die nicht einseitig die Pflegebedürften und ihre Angehörigen belasten.“

Hintergrund:  Aktuell besteht ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Pflegeversicherungen. In der privaten Pflegeversicherung sind Menschen versichert, die in der Pflege wesentlich weniger Kosten verursachen als die Menschen, die in der sozialen Pflegeversicherung versichert sind. Die Leistungsausgaben in der privaten Pflegeversicherung liegen bei nur 40 Prozent der Ausgaben der Sozialversicherten. Deshalb braucht es hier einen solidarischen Finanzausgleich.

Evangelisches Werk für  Diakonie und Entwicklung e.V.  Diakonie Deutschland , Caroline-Michaelis-Str. 1 | 10115 Berlin , T +49 30 65211 0 , F +49 30 65211 3333 , M diakonie@diakonie.de

Quelle: PM Diakonie Deutschland, 11.09.2026


Prävention von Anfang an: BGW-Angebot „Take Care“ für Lehrkräfte in Pflegeberufen

Hamburg – Der Pflegeberuf ist körperlich und psychisch anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, dass Prävention von Anfang an selbstverständlich zum Pflegealltag gehört. Mit dem Angebot „Take Care“ unterstützt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Lehrkräfte dabei, sicheres und gesundes Arbeiten in der Ausbildung zu vermitteln.

Jetzt wurden die umfangreichen digitalen Materialien für Lehrkräfte in Pflegeberufen runderneuert und ergänzt. Neu hinzugekommen ist ein Modul zur Gewaltprävention.

Prävention beginnt in der Ausbildung

Im BGW-Lernportal stehen kostenlos und anmeldefrei Inhalte zu vier zentralen Arbeitsschutzthemen bereit:

  • ergonomisch arbeiten
  • Stress vorbeugen
  • Hautgesundheit schützen
  • Gewalt und Belästigung vorbeugen

„Take Care“ bietet Unterrichtskonzepte, die pflegerische Grundsätze mit Wissen über Maßnahmen zu Prävention und Nachsorge für Auszubildende verbinden. Lehrkräfte finden umfangreiche Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Schwerpunktthemen und Lernbausteinen in den Take-Care-Modulen. Darüber hinaus stehen konkrete Handlungsanweisungen und PowerPoint-Präsentationen für den Unterricht zur Verfügung, ebenso wie Arbeitsblätter und Skripte für die Auszubildenden.

Die Take-Care-Unterrichtsmaterialien beziehen sich auf den Rahmenlehrplan für die Pflegeausbildung. Lehrkräfte können damit Präventionsinhalte praxisnah vermitteln und so die Gesundheitskompetenz angehender Pflegekräfte stärken. Entwickelt und in der Praxis erprobt wurden die Lernmodule gemeinsam mit Pflegepädagoginnen und -pädagogen.

Mehr Informationen zu den Modulen gibt es hier: www.bgw-online.de/take-care.

Gewalt und Belästigung vorbeugen

Das Thema Gewaltprävention ist fester Bestandteil der generalistischen Pflegeausbildung, denn Beschäftigte in Pflegeberufen erleben öfter Gewalt bei der Arbeit als Beschäftigte in anderen Branchen. Und immer wieder zeigt sich: Auszubildende sind besonders gefährdet. Um die Auszubildenden im Hinblick auf diese Gefährdung zu stärken, gibt es das neue Take-Care-Modul „Gewalt und Belästigung vorbeugen“.

Die Auszubildenden lernen hier, wie sie kritische Situationen erkennen und mögliche Eskalationen verhindern, wie sie bei Gewalt und Belästigung richtig reagieren und wie sie nach einem Extremereignis geeignete Maßnahmen ergreifen. Zu den Inhalten gehören Deeskalationstechniken ebenso wie das korrekte Melden eines Gewaltereignisses als Arbeitsunfall.

Seminar für Praxisanleitende und Lehrkräfte

Ebenfalls neu ist das BGW-Seminar „Prävention von Gewalt und Belästigung in der Pflegeausbildung für Praxisanleitende und Lehrkräfte“. Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen hier Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung von Gewalt- oder Belästigungsereignissen kennen und erfahren, wie sie das gewonnene Know-how gezielt in ihren Unterricht oder ihre Praxisanleitung einbauen können. Mehr Informationen zum Seminar gibt es hier: www.bgw-online.de/prag.

Quelle: PM BGW, 11.09.2026


Roboter in der Pflege: Was sagen Senioren dazu?

11.09.2026 – Eine Umfrage unter mehr als 500 älteren Menschen zeigt: Sie akzeptieren Roboter, wenn diese den Alltag spürbar erleichtern. Doch sobald der Eindruck entsteht, Personal werde eingespart, kippt die Stimmung. Was das für Pflegeeinrichtungen bedeutet, erläutert Alexander Wild im Blog von Altenheim Online. (…)

Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.altenheim.net/roboter-in-der-pflege-was-sagen-senioren-dazu/?utm_medium=email&utm_campaign=Purple%20Newsletter%20%28236210%29&utm_source=10


Auch Linnemann will bei Pflege sparen und „an die Strukturen ran“

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat die Notwendigkeit einer Pflegereform unterstrichen. „Die Finanzsituation der sozialen Pflegeversicherung ist, ich kann es nicht anders sagen, desaströs“, sagte Linnemann am Donnerstag in der Debatte über den Etat seines Hauses im Bundestag. Bereits für das Jahr 2027 sei ein Defizit von acht Milliarden Euro zu erwarten, 2028 gar mehr als 15 Milliarden Euro.   weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily,11.09.2026


Essen verteilen, Schränke wischen, Umzüge organisieren: So dreist wird die Pflege in NRW für fachfremde Aufgaben eingesetzt

11.09.2026 | Aktuelles – Über 50 konkrete Meldungen zu fachfremden Tätigkeiten in kurzer ZeitFälle zeigen systematische Verlagerung von Aufgaben auf die PflegeKampagne #nichtdeinjob erreicht in den ersten Wochen rund 16 Millionen Menschen   Mehr erfahren

Quelle: https://www.pflegekammer-nrw.de/


Gesundheitsversorgung und Pflege sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Deutscher Pflegerat fordert ressortübergreifendes Handeln und eine Kompetenzwende

Berlin (10. September 2026, Nr. 47/2026) – Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert anlässlich der Beratungen des Deutschen Bundestages über die Etats für Gesundheit sowie Arbeit und Soziales, Gesundheitsversorgung und Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu behandeln. Ihre Sicherung darf nicht auf einzelne Ministerien oder Sozialversicherungen beschränkt bleiben. Demografischer Wandel, steigender Versorgungsbedarf und Fachkräftemangel machen eine verlässliche Versorgung zum Kern öffentlicher Daseinsvorsorge und gesellschaftlicher Stabilität.

„Gesundheitsversorgung und Pflege halten unsere Gesellschaft zusammen. Um sie dauerhaft zu sichern und unsere Demokratie zu stärken, müssen wir über Ressortgrenzen hinweg handeln. Bleiben Menschen ohne die notwendige Hilfe, schwindet das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Staat und Politik“. Diese Gefahr ist längst real“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats.

Pflegepolitik ist weit mehr als Gesundheitspolitik. Sie betrifft auch Arbeit und Soziales, Bildung, Familie, Forschung, Digitales, Wirtschaft, Justiz, Klimaschutz und Finanzen. Diese gesamtgesellschaftliche Verantwortung muss sich im gesamten Bundeshaushalt und in der Arbeit der Ministerien widerspiegeln – weit über das Bundesgesundheitsministerium hinaus. Notwendig sind ressortübergreifend abgestimmte Ziele, Zuständigkeiten und Finanzierungswege Das setzt ein verbindliches Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen voraus.

Deutschland braucht zudem eine Kompetenzwende: Aufgaben, Verantwortung und Vergütung der Gesundheitsfachberufe müssen sich an Qualifikation, Kompetenzen und Versorgungsbedarf orientieren – nicht an überholten Berufs- und Systemgrenzen. Pflegefachpersonen müssen eigenverantwortlich handeln, Leistungen erbringen und abrechnen können. Die bereits eingeleitete Erweiterung pflegerischer Befugnisse muss dafür konsequent in der Regelversorgung ankommen.

Die erweiterten Befugnisse brauchen eine leistungsrechtliche Verankerung, klare Verantwortlichkeiten sowie verlässliche Vergütungs- und Abrechnungswege. Das stärkt die gemeinsame Arbeit der Gesundheitsfachberufe und ermöglicht einen kompetenzgerechten Einsatz knapper personeller Ressourcen. Wer wie die Profession Pflege als Heilberuf Versorgungsverantwortung trägt, muss dabei auch an den maßgeblichen Entscheidungen beteiligt sein.

Der Versorgungsbedarf der Menschen muss den Maßstab setzen – nicht die Kassenlage. Das Gesamtbudget für Gesundheit und soziale Sicherung muss auf den Tisch. Gesamtgesellschaftliche und versicherungsfremde Leistungen wie die Kosten der Pflegeausbildung und die Rentenpunkte pflegender Angehöriger gehören in die Steuerfinanzierung statt einseitig die Beitragszahlenden zu belasten.

Jegliche Kürzung oder Begrenzung pflegerelevanter Vergütungen ist inakzeptabel. Tariftreue und bedarfsgerechte Personalstandards sowie Personalbemessung müssen gesichert, Personalkosten vollständig und verlässlich refinanziert werden. Eine bedarfsgerechte Personalausstattung ist zentrale Voraussetzung für Patient:innensicherheit, Versorgungsqualität und die langfristige Bindung von Pflegefachpersonen.

„Die Profession Pflege ist kein Kostenblock, sondern ein zentraler Teil der Lösung. Deutschland braucht eine ressortübergreifende Strategie und eine Kompetenzwende statt Kürzungslogik“, so Vogler.

Ansprechpartner:innen: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky


Hochaltrige Menschen – Gesundheit und Lebenswelten im Bundesgesundheitsblatt

Die gesundheitliche Lage hochaltriger Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Zahl alter Menschen durch den demografischen Wandel steigt und viele Erkrankungen im Alter häufiger vorkommen, zum Beispiel Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes oder Arthrose.

Das Leitthema „Hochaltrige Menschen in Deutschland – Gesundheit und Lebenswelten“ in der September-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts beschreibt Handlungsfelder für die Gesundheit hochaltriger Menschen und zeigt Ansatzpunkte auf, um Gesundheit, Selbstständigkeit und Teilhabe auch im sehr hohen Alter zu fördern. „Entscheidend ist nicht nur, Krankheiten zu vermeiden oder ihre Folgen zu begrenzen, sondern auch das Lebensumfeld so zu gestalten, dass Lebensqualität und Autonomie erhalten oder verbessert werden“, betonen die Editorial-Autorinnen und Autoren aus dem Robert Koch-Institut.

Das Leitthema umfasst neun Beiträge. Nach einem (1) Überblick über die gesundheitliche Lage hochaltriger Menschen, über ihre soziale Lage und gesundheitliche Herausforderungen folgen Beiträge zu gesundheitsbezogenen Ressourcen und Risiken hochaltriger Menschen auf individueller Ebene: (2) körperliche Einschränkungen wie Mobilitäts-, Seh- und Höreinschränkungen, Harninkontinenz und Gebrechlichkeit, (3) Risiko- und Schutzfaktoren für Demenz, (4) Sturzgeschehen und der Einfluss von Medikamenten auf das Sturzrisiko (ein Beitrag von RKI-Forschenden), (5) die gesundheitliche Lage von Menschen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen und (6) die Zusammenhänge zwischen der Beziehungsqualität zu Familie und Freunden, depressiven Symptomen und Einsamkeit.

Drei Beiträge befassen sich mit den Lebenswelten hochaltriger Menschen: (7) die mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen, angesichts zunehmender Hitzeperioden ein aktuelles Thema, (8) das Konzept der Walkability, also der „Gehfreundlichkeit“ der Umgebung hochaltriger Menschen und (9) Präventive Hausbesuche, das heißt aufsuchende Beratungs- und Unterstützungsangebote in den Kommunen.

Das Resümee der Editorial-Autorinnen und -Autoren angesichts der wachsenden Zahl hochaltriger Menschen: es gilt, die „Erkenntnisse im Sinne von „Health in All Policies“ konsequent in politische Entscheidungen und die Versorgungspraxis zu überführen. Dazu zählen altersgerechte und gesundheitsförderliche Lebenswelten, die ein selbstbestimmtes Leben auch im hohen Alter ermöglichen, die Stärkung von Verhaltens- und Verhältnisprävention und Gesundheitsförderung, die Förderung sozialer Teilhabe sowie der sinnvolle Einsatz technologischer Innovationen“.

Weitere Informationen auf der A-Z-Seite „Alter und Gesundheit“: www.rki.de/alter

Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, 030 18754 – 2562 /2239 / 2286, GlasmacherS@rki.de & presse@rki.de, www.rki.de, Newsletter: www.rki.de/newsletter , Soziale Medien: www.rki.de/socialmedia


Kürzungen in der Ärztevergütung

Wird die Gesundheitsreform zur Belastungsprobe?

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird die Ärztevergütung ab 2027 an mehreren Stellen beschnitten: Während Sondervergütungen entfallen, bleiben die Versorgungsaufträge der Praxen jedoch unverändert bestehen – einschließlich der wöchentlichen Mindest-Sprechstundenzeit sowie gegebenenfalls offener Sprechstunden. Doch wie weit darf der Gesetzgeber die Vergütung begrenzen, ohne die ambulante Versorgung zu gefährden? Dieser Frage widmet sich der Herausgeber der „Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen“, Prof. Dr. Volker Großkopf.

Als besonders brisant sieht er an, dass der vertragsärztliche Versorgungsauftrag nicht im gleichen Maße reduziert wird wie einzelne Vergütungsanreize – mehr oder zumindest gleichbleibende Verantwortung trifft also auf geringere oder stärker begrenzte Entgelte. Zwar sei die langfristige Finanzierung der GKV ein nachvollziehbares Ziel; gleichzeitig dürfe Beitragssatzstabilität nicht dadurch erkauft werden, dass die wirtschaftliche Verantwortung einseitig auf die niedergelassenen Praxen verlagert wird, so Großkopf. Die Einschätzung lesen Sie HIER

Quelle: NL Rechtsdepesche, 10.09.2026


Streitpunkt im Arbeitsrecht

Ab wann genau beginnt eigentlich die Arbeitszeit?

Es ist ein regelmäßiger Konfliktpunkt, der sich schnell auf ein beträchtliches Zeitkontingent – und damit Arbeitsentgelt – aufsummiert: die Frage nach dem genauen Beginn der Arbeitszeit. Gilt etwa das Zurücklegen innerbetrieblicher Wege sowie das Anlegen von Dienst- oder Schutzkleidung als vergütungspflichtige Arbeitszeit, wenn Beschäftigte vor Beginn ihrer Tätigkeit zunächst mehrere Klinikgebäude durchqueren und in zentralen Umkleideräumen ihre Dienstkleidung anlegen müssen, bevor sie ihren eigentlichen Arbeitsplatz erreichen?

Dem widmet sich „Rechtsdepesche“-Chefredakteur Michael Schanz im Rahmen einer Leserfrage. Allgemein gilt: Die reine Wegezeit vom Wohnort zum Arbeitsplatz wird nicht vergütet. Dies gilt selbst dann, wenn Beschäftigte auf dem Klinikgelände weite Wege zurücklegen müssen, um zu ihrem eigentlichen Einsatzort zu kommen. Interessant wird es jedoch, wenn der Arbeitgeber auf dem Gelände das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss – wie in Krankenhäusern aus hygienischen Gründen oft gegeben. HIER erfahren Sie alles weitere.

Quelle: NL Rechtsdepesche, 10.09.2026


Internationale Auszubildende im Pflegeberuf integrieren – Pflegebevollmächtigte setzt Impulsreihe fort

Die im Juni gestartete, digitale Impulsreihe „Ankommen. Bleiben. Pflegen.“ mit der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Katrin Staffler, geht weiter: „Bleiben statt wechseln – Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten“. Darum geht es in der zweiten Veranstaltung am 21. September von 14:15 bis 15:15 Uhr. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wird diskutiert, welche Rahmenbedingungen den erfolgreichen Ausbildungsabschluss unterstützen und den Verbleib in der Pflege fördern. Im Fokus stehen gute Arbeitsbedingungen, Integration und nachhaltige Bindung.

JETZT INFORMIEREN UND OHNE ANMELDUNG AM KOSTENFREIEN LIVESTREAM TEILNEHMEN!

Quelle: Bundesminsterium für Gesundheit, Pflege im Blick | Nr. 14 Aktuelles, 10.09.20276


PeBeM umsetzen: Wie Veränderung in der Praxis gelingt

Dienstag, 13. Oktober 2026, 11 bis 12 Uhr

Die gesetzliche Verankerung des Personalbemessungsverfahrens (PeBeM) nach § 113c SGB XI schafft neue Rahmenbedingungen auch für die Personal- und Organisationsentwicklung in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen dabei der kompetenzorientierte Personaleinsatz und damit verbunden die Neugestaltung von Arbeitsabläufen. Die Umsetzung erfordert dabei nicht nur strukturelle Anpassungen, sondern auch eine aktive Begleitung von Veränderungsprozessen. Wie die Umsetzung im Pflegealltag gelingen kann und welche Erfahrungen Pflegeeinrichtungen dabei gemacht haben, darum wird es im digitalen Praxisdialog am 13. Oktober um 11 Uhr gehen.
Dörte Magens von der Geschäftsstelle des Projekts „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf“ (GAP) – ein Projekt der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung – und GAP-Coach Michael Groß geben Einblicke aus der Praxis solcher Projekte. Im gemeinsamen Austausch geht es insbesondere darum, welche Faktoren eine erfolgreiche Umsetzung unterstützen und wie neue Strukturen und Prozesse nachhaltig im Pflegealltag verankert werden können. MELDEN SIE SICH AN!

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Pflege im Blick | Nr. 14 Aktuelles, 10.09.20276


Pflegebildung der Zukunft: Neue Wege und Perspektiven

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 11 bis 12 Uhr

Welche Kompetenzen braucht Pflege künftig – und wie lassen sich Aufgaben, Verantwortung und Qualifikationen sinnvoll aufeinander abstimmen? Mit dem Projekt BAPID – Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland – verfolgt der Deutsche Pflegerat (DPR) das Ziel, Bildungswege, Rollenprofile und Kompetenzniveaus in der Pflege systematisch weiterzuentwickeln. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Pflegebildung in Deutschland so gestaltet werden kann, dass sie den Anforderungen einer zunehmend komplexen Versorgung gerecht wird und zugleich berufliche Entwicklung, Durchlässigkeit und internationale Anschlussfähigkeit stärkt. Wie sich die Erkenntnisse aus dem Projekt für die Pflegepraxis und die Professionalisierung des Berufs nutzen lassen und wie unterschiedliche Bildungsniveaus in der Pflege sinnvoll zusammenwirken können, darüber wird sich Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im digitalen Praxisdialog am 15. Oktober 2026 um 11 Uhr mit allen Interessierten austauschen. MELDEN SIE SICH AN!

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Pflege im Blick | Nr. 14 Aktuelles, 10.09.20276


Hybrid-DRGs lassen Fallzahlen und Ausgaben in die Höhe schnellen

Die Einführung spezieller Fallpauschalen, die eine Verlagerung von Krankenhaus-Behandlungen in den ambulanten Bereich fördern sollen, hat 2025 zu einem starken Anstieg der Fallzahlen und zu stark gestiegenen Ausgaben für die gesetzlichen Krankenkassen geführt. Laut einer aktuellen Analyse des WIdO sind als Folge der Einführung der sogenannten Hybrid-DRGs im vergangenen Jahr 17 Prozent mehr Behandlungsfälle abgerechnet worden als im Vorjahr, was zu einem inflationsbereinigten Ausgabenanstieg von 14 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) geführt hat (Abbildung). Das WIdO berechnet damit für das Jahr 2025 erhebliche Mehrausgaben in Höhe von etwa 360 Millionen Euro. Für 2026 prognostiziert das Institut eine Verstetigung dieser Ausgaben- und Mengeneffekte.

Das WIdO e-Paper 15 (2026) Hybrid-DRGs im Fokus. Ausgaben- und Mengenentwicklung sowie Qualitätsaspekte im zweiten Jahr der Umsetzung steht zum kostenlosen Download bereit.

> zur Pressemitteilung

Quelle: WIdO – Newsletter Ambulantisierung, 10.09.2026


Verbände begrüßen Rehlingers Deckel für Pflegeheim-Eigenanteile

Der Vorschlag der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), den Eigenanteil in Pflegeheimen bei 1.500 Euro zu deckeln, stößt bei Sozialverbänden auf breite Zustimmung. AWO, Sozialverband Deutschland und Deutsche Stiftung Patientenschutz bewerteten den Vorstoß grundsätzlich positiv. Kritik kommt von der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Katrin Staffler (CSU), die vor „teuren neuen Leistungsversprechen“ warnt. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily,10.09.2026


Pflegeausbildung braucht Lehrende

Hamburg muss sein Versprechen halten und den Studiengang Pflege- und Therapiewissenschaft sichern

Berlin (09. September 2026, Nr. 46/2026) – Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert den Hamburger Senat auf, die Aussetzung des Studiengangs „Pflege- und Therapiewissenschaft für das Lehramt an berufsbildenden Schulen“ sofort rückgängig zu machen und diesen dauerhaft zu finanzieren.

„Die Aussetzung ist inakzeptabel. Pflegeausbildung braucht qualifizierte Lehrende. Fällt ein Studienjahrgang aus, fehlt dieses Fachpersonal später an den Pflegeschulen“, warnt DPR-Präsidentin Christine Vogler. „Damit geraten Ausbildungskapazitäten und die Gewinnung dringend benötigter Pflegefachpersonen zusätzlich unter Druck.“

In seiner Fachkräftestrategie für die Gesundheits- und Pflegeberufe hatte der Hamburger Senat die Pflegeberufe in den Mittelpunkt gestellt, weil dort der Fachpersonalbedarf am größten ist. Den Aufbau des nun ausgesetzten Masterstudiengangs nannte er ausdrücklich als Maßnahme, um mehr Ausbildung zu ermöglichen und die theoretische Pflegeausbildung zu stärken.

„Wer einen Studiengang als Antwort auf den Fachpersonalmangel ankündigt und ihn dann direkt wieder aussetzt, setzt die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Hamburg muss sein Versprechen einlösen“, so Vogler.

Der Bund ermöglicht den Ländern Ausnahmeregelungen bei den Qualifikationsanforderungen an Lehrende inzwischen bis Ende 2035. Hamburg hat seine landesrechtliche Übergangsfrist bislang nicht von 2029 auf 2035 verlängert. Der DPR fordert deshalb beides: die Übergangsregelung anzupassen und den Studiengang dauerhaft zu finanzieren. Eine längere Übergangszeit schafft Luft, aber keine Lehrende.

Aus Sicht des DPR steht der Hamburger Fall für ein größeres Problem. „Deutschland braucht mehr öffentliche Studienangebote für Pflegepädagogik, Pflegewissenschaft, Management und Forschung sowie für Advanced Practice Nursing (APN) und Community Health Nursing (CHN). Die Länder müssen eigenständige Fakultäten für Pflegewissenschaft aufbauen und verlässlich finanzieren“, fordert Vogler.

Private Hochschulen können staatliche Angebote ergänzen, dürfen sie aber nicht ersetzen. Pflegebildung ist öffentliche Daseinsvorsorge. Der Staat darf die Verantwortung dafür nicht grundsätzlich privaten Anbietern überlassen. Der Zugang zu akademischer Qualifikation darf nicht vom Geldbeutel abhängen.

„Der Staat darf die Pflege nicht schrittweise aus den öffentlichen Hochschulen drängen. Wer akademische Pflegebildung abbaut, verschärft den Fachpersonalmangel und gefährdet die Versorgung“, warnt Vogler.

Ergänzende Information: Download Stellungnahme des Hamburger Pflegerats. Akademische Pflegebildung in Hamburg sichern – Finanzierung der Pflegestudiengänge und Fortführung des Masterstudiengangs Pflege- und Therapiewissenschaften

Ansprechpartner:innen: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky


Verbände warnen vor Belastung pflegender Angehöriger und Nachbarschaftshilfen

Ein Bündnis pflegender Angehöriger fordert in einer Petition an den Bundestag eine grundlegende Überarbeitung der geplanten Pflegereform. Die Kritik: Werden bestimmte Budgets künftig professionellen Pflegediensten vorbehalten, drohe niedrigschwelligen Angeboten das wirtschaftliche Aus. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily,09.09.2026


Mehr Geld, mehr Zufriedenheit: Zwei Drittel der Pflegefachpersonen bewerten ihr Einkommen positiv

09.09.2026 | Aktuelles – Anteil der zufriedenen Pflegefachpersonen steigt auf 64 ProzentFaire Bezahlung stärkt die Attraktivität des PflegeberufsKammerpräsidentin Sandra Postel: „Gute Arbeitsbedingungen enden nicht beim Gehalt“ Düsseldorf, 9. September 2026. Zwei Drittel der Pflegefachpersonen […]  Mehr erfahren

Quelle: https://www.pflegekammer-nrw.de/


Berufspolitik

Offener Brief für Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

Mehrere Pflegefachpersonen sprechen sich in einem Offenen Brief für den Erhalt der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz aus. Sie fordern eine ergebnisoffene Debatte vor der geplanten Abstimmung Ende 2026. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 09.09.2026


Pflegeforschung

Studie sieht Vorteile von „Pathway to Excellence“

Eine US-Studie sieht Zusammenhänge zwischen der „Pathway-to-Excellence“-Zertifizierung und besseren Arbeitsbedingungen, geringeren Burn-out-Raten sowie höherer Pflegequalität. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 09.09.2026


Pflegebegutachtung

Punktlandung Pflegegrad? Analysen zur Reform der Pflegebegutachtung

Die von der Bundesregierung zur finanziellen Stabilisierung der Pflegeversicherung geplante Anhebung der Zugangsvoraussetzungen für die Pflegegrade wird wahrscheinlich nicht die erwarteten Einspareffekte bringen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des WIdO hervor, in der Anpassungseffekte an den Schwellenwerten zum nächsten Pflegegrad betrachtet werden. Die realisierbaren Einsparungen liegen demnach anstatt der erwarteten ca. 4 Milliarden Euro nur bei etwa 2 Milliarden Euro jährlich.

Begründet wird dies durch eine deutliche Häufung von Punkte-Bewertungen direkt oberhalb der bisher geltenden Schwellenwerte zum Übergang in den nächsthöheren Pflegegrad. Diese Häufungen lassen sich nicht allein durch das Begutachtungsinstrument erklären, sondern werden etwa zur Hälfte durch andere Faktoren wie Anreiz- und Verhaltenseffekte verursacht. Es ist daher zu erwarten, dass diese Häufungen nicht an den ursprünglichen Grenzen verbleiben, sondern sich zumindest teilweise an die neuen Grenzen verlagern. Im Einklang mit den Erfahrungen aus anderen Ländern verdeutlichen die Ergebnisse die Dynamiken von Schwellenwertanpassungen in der Pflegebegutachtung.

Das WIdO e-Paper 14 (2026) Punktlandung Pflegegrad? Analysen zur Reform der Pflegebegutachtung steht zum kostenlosen Download bereit. > zur Pressemitteilung

Quelle: WIdO – Newsletter Pflegefinanzierung, 07.09.2026


Wichtige Termine:

 

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege: Save-the-Date

Unsere Impulsreihe „Ankommen. Bleiben. Pflegen. Mit internationalen Pflegekräften die Versorgung sichern“ geht weiter.

Die 2. Session: „Bleiben statt wechseln – Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten“ findet am 21.09.2026 von  14:15 bis 15:15 Uhr im Livestream statt.

Nähere Informationen finden Sie hier.


29. Netzwerk-Workshop am 25.09.2026 – Expertenstandard „Demenz“

► Hier finden Sie Details zum Programm und zur Online-Anmeldung


DEVAP Onlineforen „Wie sieht die Pflegeschule von morgen aus?“

am 05.10.2026 „Wie sieht die Pflegeschule von morgen aus? und 09.12.2026: „6 Jahre Pflegeberufegesetz: „Wo stehen wir?“

Infos hier: https://www.devap.de/unsere-aktivitaeten/veranstaltungen/


25 Jahre Europäischer Gesundheitskongress – Den Mutigen gehört die Zukunft

München am 22. und 23. Oktober 2026, Informationen zum Kongress finden Sie laufend auf: www.gesundheitskongress.de


„Pflegeethiksymposium – Advance Care Planning – Zwischen Autonomie, Fürsorge und Realität“

Mittwoch, 28.10.2026; Die Tagung findet als Präsenzveranstaltung im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33 in Hannover statt. Das Programm und weitere Informationen können Sie dem folgenden Link entnehmen: https://www.zfg-hannover.de/Kurse–Tagungen-und-Angebote-ZfG-oeffentliche-Veranstaltungen/tagungen-Workshops/20261028-hildegard-emmermann-pflegeethiksymposium_advance-care-planning


Deutscher Pflegetag 2026

12.-13.11.2026, hub27 Berlin; Infos und Anmeldung unter: https://www.deutscher-pflegetag.de/


17. DGP- HOCHSCHULTAG

20.11.2026 –  Mehr Infos finden Sie hier


9. Wundkongress

03.-04.12.2026, Meistersingerhalle Nürnberg; Weitere Infos unter: https://wund-kongress.de/programm-abstracts/wissenschaftliches-programm


10. Christlicher Gesundheitskongress

28.-30. Mai 2027 im Kloster Volkenroda; Infos in Kürze unter: https://christlicher-gesundheitskongress.de/