Wer Pflege nicht mitdenkt, gefährdet Versorgung und Sozialstaat
Berlin (18. Mai 2026, Nr. 25/2026) – Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert, die Versorgungsperspektive in den Mittelpunkt zu stellen, die Profession Pflege als eigenverantwortliche Akteurin zu stärken und Versorgungsfolgen von Gesetzen zu prüfen.
Der DPR verlangt, dass bei allen aktuellen und zukünftigen Gesetzesvorhaben im Gesundheits- und Pflegebereich die Versorgungsperspektive konsequent berücksichtigt wird, mit einem klaren Fokus auf die Profession Pflege. Diese muss als eigenständige und eigenverantwortliche Akteurin der Versorgung anerkannt und ihre Kompetenzen im Alltag wirksam genutzt werden.
Die Profession Pflege darf nicht länger nur Empfängerin gesetzlicher Vorgaben, Nutzerin digitaler Systeme oder Ausführende fremder Entscheidungen sein. Pflegefachpersonen tragen täglich Verantwortung für Versorgung. Ihre Kompetenzen müssen rechtlich abgesichert, strukturell eingebunden und praktisch nutzbar gemacht werden. Zugleich braucht es eine klare Versorgungsfolgenabschätzung: Entscheidend ist, ob Gesetze die Versorgung der Menschen sichern und verbessern.
„Nicht jede Neuordnung ist ein Fortschritt. Wenn sie die Versorgung schwächt, ist sie ein Rückschritt. Eine Reform, die Patient:innen und Pflegebedürftige zusätzlich belastet, die beruflich Pflegenden weiter unter Druck setzt, ihre Kompetenzen nicht nutzt und bei Entscheidungen nicht einbezieht, ist keine Modernisierung“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Gesundheits- und Pflegepolitik darf nicht zur Sparpolitik gegen die Menschen werden. Sie muss die Profession Pflege als eigenverantwortliche Akteurin stärken.“
Versorgungsperspektive heißt: Pflegekompetenz nutzen
Der DPR sieht in den aktuellen Gesetzesvorhaben zur gesetzlichen Krankenversicherung, Sozialen Pflegeversicherung und Digitalisierung ein grundlegendes Problem: Versorgung wird zu oft aus der Perspektive von Finanzen, Technik, Verwaltung, Datenflüssen und ärztlich geprägten Strukturen geplant. Zu selten wird gefragt, was Regelungen für Patient:innen und pflegebedürftige Menschen in den verschiedenen Versorgungssettings, pflegende An- und Zugehörige sowie die Gesundheits- und Pflegeberufe konkret bedeuten. Der Heilberuf Pflege wird noch immer nicht selbstverständlich als eigenständige, versorgungsverantwortliche Profession behandelt. Dabei sichern Pflegefachpersonen die Versorgung nicht am Rand, sondern mittendrin: mit eigener Fachlichkeit, eigener Verantwortung und eigener Kompetenz.
„Bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Versorgung entsteht im Zusammenspiel. Das betrifft Pflegefachpersonen ebenso wie Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Hebammen, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte, Rettungsdienst, Sozialdienste, Beratungsstrukturen und viele weitere Berufsgruppen. Genau dieses Zusammenspiel muss die Gesetzgebung endlich konsequent abbilden“, so Vogler.
„Wer nur Leistungen streckt, Ausgaben deckelt oder Verantwortung verschiebt, löst keine Pflege- und Versorgungskrise, sondern verschärft sie“, betont Vogler. „Entscheidend ist, ob gesetzliche Regelungen die Sicherheit von Patient:innen und Pflegebedürftigen stärkt, Versorgungskontinuität sichern, Prävention ermöglichen, pflegebedürftige Menschen unterstützen und die Arbeitsfähigkeit der Gesundheits- und Pflegefachberufe erhalten und ihre Kompetenzen nutzen.“
Pflegefachpersonen sichern Versorgung jeden Tag
Pflegefachpersonen sichern die Versorgung im Krankenhaus, in der Häuslichkeit, in der ambulanten Pflege, in der Langzeitpflege, in der Rehabilitation und an den Übergängen zwischen den Sektoren. Sie begleiten Menschen häufig über lange Zeiträume, in vulnerablen Lebenslagen und über Sektorengrenzen hinweg. Trotzdem wird ihre Expertise im Gesundheitssystem noch immer nicht verbindlich genug einbezogen. Das schwächt die Profession und die Versorgung selbst.
Auch pflegende An- und Zugehörige dürfen nicht als selbstverständlich verfügbare Ressource behandelt werden. Sie sind tragende Säulen der Versorgung und brauchen selbst Unterstützung, Beratung, Anleitung, Entlastung und verlässliche professionelle Begleitung. Wer häusliche Pflege stärken will, muss niedrigschwellige Zugänge, digitale und analoge Beratung, sektorenübergreifende Koordination, Prävention, Case- und Care Management sowie professionell Pflegende wirksam verbinden.
Digitalisierung muss Versorgung besser machen
Der aktuelle Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) zeigt exemplarisch, woran es fehlt: Der Heilberuf Pflege wird zwar als Nutzerin, Verpflichtete oder Datenlieferantin adressiert, aber nicht durchgängig als eigenständige, versorgungsverantwortliche Profession. Das ist der falsche Ansatz. Wer digital gestützte Versorgung gestaltet, muss die Pflegeprofession nicht nur anschließen, sondern ihre fachliche Verantwortung von Anfang an mitdenken. Das betrifft digitale Kommunikation, elektronische Patientenakte, digitale Bedarfseinschätzung, Gesundheitsdatennutzung, Telematikinfrastruktur, Verordnungsprozesse und digital unterstützte Primärversorgung.
„Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Wenn Digitalisierung, Datenstrukturen oder neue Versorgungswege nur entlang bestehender Verwaltungs- oder Abrechnungssysteme entwickelt werden, entstehen keine besseren Versorgungsprozesse“, sagt Vogler. „Genau das ist hier die Gefahr. Wir brauchen digitale und gesetzliche Strukturen, die den Alltag der Versorgung abbilden: multiprofessionell, sektorenübergreifend, niedrigschwellig und wohnortnah, verständlich und praxistauglich.“
Der Deutsche Pflegerat fordert deshalb eine klare Prüfung der Versorgungsfolgen von Gesetzen und Verordnungen: Verbessert eine Regelung die Versorgungsqualität? Entlastet sie Pflegebedürftige und An- und Zugehörige? Nutzt sie die Kompetenzen der Profession Pflege? Sichert sie die Versorgung? Oder verschiebt sie lediglich Kosten, Risiken und Dokumentationspflichten?
„Wer Pflege reformieren will, muss an die Strukturen. Alles andere bleibt Reparaturbetrieb“, sagt Vogler. „Eine Politik, die die Profession Pflege vorwiegend als Kostenfaktor behandelt, gefährdet Versorgung und Vertrauen in den Sozialstaat. Bedarfsgerechte und zukunftsfähige Pflegepolitik beginnt bei den Menschen und bei denen, die jeden Tag Verantwortung für Versorgung übernehmen. Der Heilberuf Pflege ist kein Befehlsempfänger, er ist eine eigenverantwortliche Profession und trägt die Versorgung. Wer dessen Kompetenzen nicht nutzt, schwächt das System.“
Ansprechpartner:in: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: info@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
Pflegereform: Rothgang erwartet keinen großen Wurf
Der Bremer Pflegeforscher Heinz Rothgang rechnet bei der angekündigten Pflegereform nicht mit grundlegenden Strukturveränderungen. Statt Entlastung drohten Heimbewohner:innen sogar höhere Eigenanteile von bis zu 20.000 Euro über fünf Jahre. Auch die geplante Halbierung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige stößt auf scharfe Kritik. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 18.05.2026
Kabinett verschiebt Entscheidung über Pflegereform
Eigentlich sollte Gesundheitsministerin Nina Warken am kommenden Mittwoch ihren Kollegen im Kabinett die Pflegereform präsentieren und zusammen mit ihnen beschließen. Doch daraus wird nichts: Der Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) wurde von der Tagesordnung genommen und um eine Woche verschoben. Die heftige Kritik von allen Seiten an den bekannt gewordenen Details ihrer Reform – auch aus der Union – hat die Ministerin womöglich aufgeschreckt. Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 18.05.2026
Übergabe – Medien für die Pflege
PU119 – Live vom Junge Pflege Kongress 2026
DKG veröffentlicht überarbeitete Stellungnahme
Die DKG hat ihre ausführliche Stellungnahme zum GKV-Spargesetz überarbeitet und veröffentlicht. Der Gesetzentwurf soll nach dem Willen der Bundesregierung noch vor der Sommerpause im Bundestag und im Bundesrat verabschiedet werden. zur Stellungnahme »
Quelle: 19/26 | DKG Update – Der Newsletter, 15.05.2026
DKG zum Tag der Pflegenden
GKV-Spargesetz gefährdet angemessene Vergütung und Wertschätzung der Pflege
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die Pläne der Bundesregierung, über ihr GKV-Spargesetz Tarifsteigerungen für Krankenhausbeschäftigte nicht mehr vollständig zu refinanzieren. Hintergrund ist die vorgesehene Deckelung des Pflegebudgets, die sich nicht mehr an den üblichen Tarifsteigerungen in der Pflege orientiert. Dazu erklärt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG Prof. Dr. Henriette Neumeyer. weiterlesen »
Quelle: 19/26 | DKG Update – Der Newsletter, 15.05.2026
Pflege nutzt Förderung für internationale Anwerbung kaum
Obwohl viele Pflegeeinrichtungen internationale Pflegekräfte gewinnen wollen, nutzen die wenigsten bestehende Fördermöglichkeiten. Das zeigt eine Studie der Hochschulen Neubrandenburg und der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der Initiative Match Pflege. Zwar halten 58 Prozent der Einrichtungen eine Förderung für einen entscheidenden Faktor bei der Rekrutierung. Doch haben 82 Prozent sie bislang nicht genutzt. Als Hauptgründe nennen sie Bürokratie, fehlende Informationen und mangelnde personelle Ressourcen. Care vor9
Quelle: NL care konkret daily, 15.05.2026
Positiver Trend: Gesundheitsatlas zeigt Rückgang bei Herzinfarkten
13.05.2026 – Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt einen anhaltenden Rückgang bei der Zahl der Herzinfarkte in Deutschland. Gleichzeitig ist allerdings die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck gestiegen, die jeweils Risikofaktoren für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit und das Auftreten von Herzinfarkten darstellen. Der Gesundheitsatlas Deutschland macht die aktuellen Entwicklungen für insgesamt 26 Erkrankungen bis auf Landkreis-Ebene transparent. > mehr
Quelle: https://www.wido.de/news-presse/pressemitteilungen/
Martin Luther Stiftung Hanau unterzeichnet Charta der Vielfalt
Deutscher Diversity-Tag am 19. Mai 2026
Hanau – Die Martin Luther Stiftung Hanau hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Mit diesem Schritt bekennt sich der diakonische Altenhilfe-Träger zu einem wertschätzenden, vorurteilsfreien Arbeitsumfeld. „Unsere Mitarbeitenden sind so vielfältig wie die Menschen, um die wir uns kümmern“, sagt Vorstandsvorsitzender Thorsten Hitzel. „Unsere Einrichtungen sollen Orte sein, an denen Menschen gut leben und gut arbeiten können.“
Die Charta der Vielfalt e.V. ist Deutschlands größte Initiative für Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz. Vielfalt und Verantwortung zählen in der Martin Luther Stiftung Hanau seit Langem zu den Eckpfeilern der Zusammenarbeit. Hitzel betont: „Altenpflege ist Beziehungspflege. Sie gelingt am besten, wenn wir individuelle Biografien und Perspektiven sehen und wertschätzen.“ Diese Haltung prägte auch in den Leitbild‑ und Werteprozess, den Mitarbeitende und Führungskräfte gemeinsam gestaltet haben. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt macht die Stiftung diesen Anspruch nun auch nach außen sichtbar.
Konkret richtet die Stiftung etwa Führungsprinzipien, Ausbildung und Personalentwicklung auf die Förderung von Vielfalt aus. So lernen in der Stiftung Auszubildende aus unterschiedlichsten Herkunftsländern und Bildungswegen gemeinsam. Fachliche Inhalte werden praxisnah aufbereitet, visuell unterstützt und, wo nötig, mehrsprachig vermittelt.. Die Praxiseinsätze werden am Einsatzort gemeinsam reflektiert – mit Blick darauf, was gut gelungen ist und wo es Entwicklungspotenzial gibt. Darüber hinaus ist das Alter in der Martin Luther Stiftung Hanau weder bei Neueinstellungen noch bei Beförderungen ein Ausschlusskriterium: Viele verantwortungsvolle Aufgaben werden von Mitarbeitenden über 60 übernommen. Ergänzend arbeitet die Stiftung langfristig mit Behindertenwerken zusammen, um auch Menschen mit Teilhabeeinschränkungen passende und sinnstiftende Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen.
Die Charta ist für die Stiftung ein öffentliches Bekenntnis zu dem, was intern bereits gelebt wird.
Martin Luther Stiftung Hanau, Martin-Luther-Anlage 8, 63450 Hanau, Telefon: 06181 / 2902-1264, E-Mail : ulrike.lerchner@vmls.de , Internet: www.vmls.de
Pflegeverbände protestieren in Berlin:
„Reform jetzt“ statt Sparpaket
Pflegekräfte, Angehörige und Branchenvertreter:innen haben am Internationalen Tag der Pflege vor dem Bundesgesundheitsministerium demonstriert. DEVAP und EVAP werfen der Bundesregierung vor, mit dem geplanten GKV-Stabilisierungsgesetz und dem Pflegeneuordnungsgesetz ein Sparprogramm zulasten Pflegebedürftiger, Angehöriger und Träger aufzulegen – und damit zentrale Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zu unterlaufen. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 13.05.2026
Call for Abstracts 17. DGP-Hochschultag
Pflegewissenschaft und Versorgungsrealität
Institut für Pflegewissenschaft, Universität Koblenz, 20.11.2026, 10:30 bis 17:00 Uhr
Die Zahl der Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen in der Pflege steigt. Die Fragestellungen sind in der Akut- und Langzeitversorgung, Rehabilitation oder Palliativversorgung angesiedelt, behandeln Pflegephänomene, untersuchen pflegerische Interventionen auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit, entwickeln und evaluieren Instrumente, Leitlinien und Versorgungskonzepte.
Mit dem jährlich stattfindenden DGP-Hochschultag bietet die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. ein Forum, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und pflegewissenschaftliche Qualifikationsarbeiten der Fachöffentlichkeit vorzustellen.
Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen haben die Möglichkeit, eigene Arbeiten in Form eines Vortrags, eines wissenschaftlichen Posters, eines Pecha Kucha oder eines Symposiums zu präsentieren und zu diskutieren. Neben Forschungsprojekten können auch Lehr- und Lernprojekte, Abschlussarbeiten sowie Praxisentwicklungsprojekte eingereicht werden.
Der 17. DGP-Hochschultag findet am 20. November 2026 an der Universität Koblenz statt und wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. und dem Institut für Pflegewissenschaft der Universität Koblenz veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zur Einreichung von Abstracts ein. Einreichungsfrist: 01.07.2026. Weitere Informationen zum Call for Abstracts sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft – Newsletter Mai 2026, 12.05.2026
Pflegewissenschaft erstmals explizit in der DFG-Fächerstruktur abgebildet
Die Pflegewissenschaft ist erstmals ausdrücklich in die Fächerstruktur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen worden. Damit wird die Disziplin künftig im Fach „Psychosomatische Medizin, Allgemeinmedizin, Pflegewissenschaft“ innerhalb der Fachkollegienstruktur der DFG geführt.
Die Aufnahme gilt als wichtiger Schritt für die weitere Sichtbarkeit und institutionelle Verankerung der Pflegewissenschaft im deutschen Wissenschaftssystem. Die Fächerstruktur der DFG bildet die Grundlage für Begutachtungs- und Förderprozesse sowie für die Wahl der Fachkollegien.
Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP) begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Mit der erstmaligen expliziten Abbildung der Pflegewissenschaft in der DFG-Fächerstruktur verbinden sich neue Möglichkeiten für die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Disziplin sowie für die Beteiligung an Forschungs- und Förderstrukturen.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://dg-pflegewissenschaft.de/aktuelles/pflegewissenschaft-erstmals-explizit-in-der-faecherstruktur-der-deutschen-forschungsgemeinschaft-dfg-abgebildet/
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft – Newsletter Mai 2026, 12.05.2026
Kommentar zur geplanten Pflegereform
Weniger Pflegeleistungen lösen kein Problem
Eine Einschränkung des Zugangs zur Pflegeversicherung spart nicht, sondern verlagert Probleme. Warum der Pflegewissenschaftler und Professor für Klinische Pflege an der Hochschule Neubrandenburg, Stefan Schmidt, vor einer riskanten Fehlsteuerung warnt. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 12.05.2026
ASB-Bundesverband
ASB zur geplanten Pflegereform: „Pflege ist kein Markt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“
12.05.2026 – 10:38 – Berlin/Köln (ots) – Mit einer Kundgebung vor dem Bundesgesundheitsministerium machen der ASB und weitere Verbände am heutigen Internationalen Tag der Pflegenden auf die Folgen der geplanten Pflegereform aufmerksam. Der ASB warnt davor, die notwendige Unterstützung für Pflegebedürftige weiter…MELDUNG ÖFFNEN
Quelle: Tägliche Zusammenfassung von Presseportal.de, 12.05.2026
IWAK-Lunchtalk am 19. Juni 2026 – Die Internationalisierung in Ausbildung und Arbeitswelt gestalten
Die Belegschaften in hessischen Betrieben sind in den vergangenen Jahren zunehmend internationaler geworden. Besonders deutlich zeigt sich dies in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Das Beschäftigtenwachstum der vergangenen Jahre geht dort nahezu ausschließlich auf Fachpersonal mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit zurück. Auch die Ausbildung wird durch die Anwerbung von Auszubildenden aus dem Ausland immer internationaler.
Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf den Arbeitsalltag in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen? Welche Herausforderungen entstehen, und welche Chancen bieten sich? Beim virtuellen IWAK-Lunchtalk am 19. Juni 2026 von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr geht Oliver Lauxen zu diesen Fragen ins Gespräch mit
- Frank Schmitz (Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt) und
- Ursula Günschmann (Mission Leben – Lernen, Akademie für Pflege- und Sozialberufe).
Zum Abschluss wird Silvia Brandão (Hessisches Ministerium für Familien, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege) resümieren.
Den Anmeldelink finden Sie unter: https://iwak.idloom.events/Lunchtalk_Internationalisierung
Quelle: PM IWAK, Frankurt, 12.05.2026
Charité stärkt Pflegefachkräfte mit Hochschulabschluss
Neues wegweisendes Konzept für Bachelor Nurses definiert Handlungsrahmen
Berlin, 12.05.2026 – Für Pflegefachkräfte mit einem Bachelor-Abschluss gelten an der Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt neue Standards. Der „Scope of Practice“ ist ein Handlungsrahmen und definiert erstmals präzise, welche Aufgaben die Bachelor Nurses, also akademisch ausgebildete Pflegefachkräfte, übernehmen dürfen. Die Charité ist das erste Universitätsklinikum in Deutschland, das ein solches Konzept flächendeckend einführt und die Profession Pflege konsequent stärkt. Damit liegt sie auf der Linie des Gesetzgebers, der mit Änderungen im Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) ein solches Konzept noch von den Spitzenverbänden erarbeiten lassen will.(…)
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/charite_staerkt_pflegefachkraefte_mit_hochschulabschluss
Ambulante Pflege sichert Versorgung
DBfK-Präsidentin besucht zum Internationalen Tag der Pflegenden ambulanten Pflegedienst in Leverkusen
Berlin, 12.05.2026 – Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden besuchte Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), den ambulanten Pflegedienst Fritzsche in Leverkusen. Im Gespräch mit Pflegefachpersonen sowie Mitarbeitenden aus Verwaltung und Leitung informierte sie sich über den Alltag in der ambulanten Versorgung, über Herausforderungen in der häuslichen Pflege und über die Wünsche der Beschäftigten an Politik und Gesellschaft.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Belastungen, sondern vor allem die Stärke und Vielfalt ambulanter Pflege. Die Mitarbeitenden berichteten von einer Arbeit, die fachlich anspruchsvoll ist, viel Eigenverantwortung verlangt und zugleich von Nähe, Vertrauen und Menschlichkeit lebt. Deutlich wurde: Ambulante Pflege ist weit mehr als Altenpflege. Sie begleitet Menschen mit sehr unterschiedlichen Versorgungsbedarfen — ältere Menschen ebenso wie jüngere Pflegebedürftige, Menschen mit chronischen Erkrankungen, körperlichen Einschränkungen oder komplexen sozialen Problemlagen.
„Der Besuch beim Pflegedienst Fritzsche hat einmal mehr gezeigt, wie professionell, zugewandt und lösungsorientiert ambulante Pflege arbeitet“, sagte DBfK-Präsidentin Vera Lux. „Berufliche Pflegende ermöglichen jeden Tag, dass Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit versorgt werden können, dort, wo die meisten Menschen es sich wünschen. Sie schützen Gesundheit, sichern Teilhabe und geben Menschen Sicherheit in oft schwierigen Lebenssituationen. Zum Internationalen Tag der Pflegenden gilt deshalb: Wer Pflege stärken will, muss gerade die ambulante Pflege sehen, hören und ihr mehr Handlungsspielräume geben.“
Im Austausch wurde auch deutlich, wo Pflegefachpersonen im Alltag an Grenzen stoßen: etwa, wenn nach Krankenhausentlassungen Hilfsmittel fehlen, Angehörige mit der Organisation der Versorgung überfordert sind, bürokratische Abläufe notwendige Unterstützung verzögern oder schlicht Parkplätze fehlen, um bei Abrechnung im Minutentakt Versorgung überhaupt wirtschaftlich zu ermöglichen. Mehr Befugnisse für Pflegefachpersonen – wie zum Beispiel die Möglichkeit, pflegerische Hilfsmittel selbst zu verordnen – eine bessere Einbindung in das Entlass- und Überleitungsmanagement der Krankenhäuser sowie die vollständige Erfassung und Verfügbarkeit von Informationen in der elektronischen Patientenakte könnten hier spürbar entlasten und Versorgung verbessern. Weniger Zeitdruck und mehr Raum für Momente des menschlichen Miteinanders – das wünschen sich die Mitarbeitenden besonders. Gleichzeitig schilderten die Pflegenden eine hohe Identifikation mit ihrem Beruf. Viele betonten, wie sinnstiftend ihre Profession sei und wie wichtig Vertrauen, Geduld und auch psychosoziale Begleitung für die häusliche Versorgung sind. „Ambulante Pflege funktioniert nur, wenn man nah an den Menschen ist — an den Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und auch am Team“, sagte Inhaber Ralf Fritzsche. „Wir erleben jeden Tag, wie viel Fachlichkeit, Flexibilität und Vertrauen dafür nötig sind. Gute Pflege zu ermöglichen, bei all den bürokratischen Anforderungen und der Notwendigkeit, wirtschaftlich zu arbeiten, ist ein Balanceakt, der nur mit wirklich motivierten und hochprofessionellen Mitarbeitenden gelingt.“
Der Internationale Tag der Pflegenden wird jährlich am 12. Mai begangen. Das Motto des International Council of Nurses (ICN), in dem der DBfK als Interessensvertretung der beruflich Pflegenden in Deutschland Mitglied ist, lautet 2026: „Unsere Pflegenden. Unsere Zukunft. Erstarkte Pflege schützt Leben.“ Der DBfK unterstützt diese Botschaft ausdrücklich: Erstarkte Pflege schützt Leben — in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ganz besonders dort, wo viele Menschen versorgt werden möchten: zu Hause.
ICN–International Council of Nurses: International Nurses Day 2026: Empowered Nurses Save Lives.
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband e.V., Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin, Tel. +49 30/219157-0, Fax: +49 30/219157-77, E-Mail: dbfk@dbfk.de, Webseite: www.dbfk.de
WIdOmonitor zu pflegenden Angehörigen:
Pflegeverantwortung führt oft zur Reduzierung von Erwerbsarbeit
11.05.2026 – Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist für die Gruppe der pflegenden Angehörigen in Deutschland eine der zentralen Herausforderungen: Das zeigt eine nach Pflegegraden repräsentative forsa-Umfrage unter rund 1.500 pflegenden Angehörigen für den neuen WIdOmonitor mit dem Titel „Zur Lage pflegender Angehöriger“, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) heute veröffentlicht hat. > mehr
Quelle: https://www.wido.de/news-presse/pressemitteilungen/
Tag der Pflegenden:
Pflegekräfte mit deutlich höherer Belastung im Job – Fehlzeiten bleiben hoch
Hamburg, 11. Mai 2026. Pflegekräfte haben nach wie vor deutlich mehr krankheitsbedingte Fehltage als andere Berufsgruppen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen. Demnach waren Pflegekräfte im Jahr 2025 durchschnittlich 27,8 Tage krankgeschrieben – und damit rund 10 Tage mehr als der Durchschnitt aller Berufstätigen (17,7 Tage). (…)
Quelle/ Weiterelsen unter: https://www.tk.de/presse/themen/pflege/pflegepolitik/pflege-belastung-angehoerige-2217178
DKG zum Tag der Pflegenden
GKV-Spargesetz gefährdet angemessene Vergütung und Wertschätzung der Pflege
Berlin, 11. Mai 2026 – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die Pläne der Bundesregierung, über ihr GKV-Spargesetz Tarifsteigerungen für Krankenhausbeschäftigte nicht mehr vollständig zu refinanzieren. Hintergrund ist die vorgesehene Deckelung des Pflegebudgets, die sich nicht mehr an den üblichen Tarifsteigerungen in der Pflege orientiert. Dazu erklärt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG Prof. Dr. Henriette Neumeyer:
„An immer mehr Stellen wird deutlich, dass die Bundesregierung mit ihrem GKV-Spargesetz einseitig Leistungserbringer, Patientinnen und Patienten und vor allem die Beschäftigten der Krankenhäuser belastet. Mit der Deckelung des Pflegebudgets auf den Veränderungswert statt auf den tatsächlichen Pflegebedarf und die Gehaltsentwicklung werden die Krankenhäuser bei der Finanzierung von Tarifsteigerungen in der Pflege praktisch im Regen stehen gelassen und vor die Aufgabe gestellt, Gehälter zu bezahlen, für die es keine vollständige Gegenfinanzierung gibt. Viele Krankenhäuser werden nicht zuletzt angesichts der sonstigen Milliardenkürzungen dazu nicht mehr in der Lage sein. Kurz gesagt: Die Bundesregierung saniert ihren Haushalt auf dem Rücken der Beschäftigten in den Krankenhäusern und belastet dabei besonders die größte Berufsgruppe im Krankenhaus – das Pflegepersonal. Als Folge wird den Kliniken nichts anderes übrigbleiben, als Pflegepersonal in großem Umfang abzubauen. Dabei liegt eine Lösung auf der Hand: Mit der vollständigen Finanzierung der Beiträge für Transfergeldbeziehende aus Steuergeldern statt aus GKV-Beiträgen wäre das größte Finanzloch der gesetzlichen Krankenversicherung schon gestopft. Die Beschäftigten der Krankenhäuser müssten keine Einbußen fürchten, und im Gegensatz zu GKV-Beiträgen werden Steuern von allen, auch von Spitzenverdienern, bezahlt.
Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht der gesellschaftliche und politische Konsens, die Gehälter und Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals zu verbessern. Seit der Einführung des Pflegebudgets sind die Gehälter in der Krankenpflege überproportional gestiegen und liegen heute zurecht an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Bei aller berechtigten Kritik an der Ausgestaltung des Pflegebudgets gilt es, diese Wirkung als Erfolg zu akzeptieren.
Das Pflegebudget muss reformiert werden, genauso wie die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung gebremst werden muss. Beides darf aber nicht ungebremst zulasten der Pflegenden und der Patientinnen und Patienten geschehen. Wir fordern Bundesregierung und Parlament auf, das GKV-Spargesetz neben vielen anderen Baustellen auch insoweit anzupassen, dass Krankenhäuser ihren Beschäftigten weiterhin gute und ihrer hochwertigen Leistung entsprechend gerechte Gehälter bezahlen können.“
Der 12. Mai ist der jährliche Tag der Pflegenden. An diesem Tag im Jahr 1820 wurde Florence Nightingale, die Begründerin der modernen professionellen und wissenschaftlich fundierten Pflege, geboren.
Quelle: PM DKG e.V., 11.05.2026
Befragung zeigt: Pflege will Verantwortung
DBfK veröffentlicht Ergebnisse der Befragung „Pflege, wie geht es dir?“ zum Internationalen Tag der Pflegenden
Berlin, 07.05.2026 – Professionell Pflegende stehen weiterhin zu ihrem Beruf, erleben ihn als sinnstiftend und sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wächst der Frust über fehlende Beteiligung, mangelnde Transparenz und unzureichende Anerkennung. Das zeigt die aktuelle Befragung „Pflege, wie geht es dir?“ des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), deren Ergebnisse anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden veröffentlicht werden.
Mehr als 3.000 beruflich Pflegende haben sich 2026 an der Online-Befragung beteiligt. „Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Pflegefachpersonen wenden sich nicht von ihrem Beruf ab. Sie wenden sich gegen Bedingungen, unter denen professionelle Pflege dauerhaft an ihre Grenzen gebracht wird“, sagt DBfK-Präsidentin Vera Lux.
Die Befragung zeigt: 83 Prozent der Teilnehmenden ohne Leitungsverantwortung empfinden ihren Beruf als sinnstiftend. Zugleich stimmen nur rund drei Prozent voll und ganz der Aussage zu, dass die Kompetenz von Pflegefachpersonen gesellschaftlich anerkannt wird. 76 Prozent der Befragten sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Diese hohe Verantwortungsbereitschaft trifft jedoch auf Rahmenbedingungen, die Beteiligung strukturell ausbremsen.
Wechselbereitschaft und Ausstiegsgedanken nehmen zu
Auch die Wechselbereitschaft steigt: 20 Prozent der Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung haben in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder täglich darüber nachgedacht, den Arbeitgeber zu wechseln. 16 Prozent dachten ebenso häufig daran, den Pflegeberuf ganz aufzugeben. Besonders kritisch bewerten die Befragten ihre Arbeitsauslastung und fehlende Wertschätzung durch Arbeitgeber und Führungspersonen. Die Zusammenarbeit im Team wird im Vergleich deutlich positiver bewertet. Für den DBfK ist das ein wichtiges Signal: Das Problem liegt nicht in der Pflege selbst oder in den Teams, sondern in den Strukturen, unter denen Pflege organisiert wird.
Deutlich wird der Bedarf nach struktureller Veränderung auch beim diesjährigen Schwerpunkt zum Thema Führung: Zwar erleben viele Befragte Handlungsspielräume, zugleich kritisieren sie fehlende Transparenz, mangelhafte Konfliktlösung und zu wenig Veränderungskultur. Nur 22 Prozent stimmen zu, dass Veränderungen in ihrer Organisation gemeinsam und partizipativ gestaltet werden.
Pflegebudget begrenzen? Ein Rückschritt zur Unzeit
Besonders relevant sind die Ergebnisse der Befragung vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Debatten. Krankenhausreform, Pflegepersonalbemessung, Primärversorgung und die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung werden derzeit politisch neu verhandelt. Aus Sicht des DBfK darf dabei nicht erneut über Pflege entschieden werden, ohne Pflegefachpersonen verbindlich einzubeziehen.
Das zeigt sich auch beim vertieften Blick auf das Pflegebudget. Hier wird deutlich: Das Pflegebudget wird von Teilnehmenden mit Budgetverantwortung und Führungsfunktion in der Pflege überwiegend als sinnvoll und wirksam bewertet. Es schafft Spielräume für pflegerische Kernaufgaben, Professionalisierung, Rollenentwicklung und Innovation.
Gleichzeitig bleibt die tatsächliche Beteiligung der Pflege an Budgetverhandlungen gering: Nur 15 Prozent der Befragten mit Führungsfunktion geben an, direkt an Verhandlungen zum Pflegebudget beteiligt zu sein. „Das Pflegebudget ist nicht das Problem. Problematisch ist, dass sein Potenzial noch immer nicht konsequent genutzt wird“, so Vera Lux vor dem Hintergrund der im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz geplanten Deckelung des Pflegebudgets. „Hier werden nicht ‚abstrakte Kosten‘ begrenzt, sondern konkret die Entwicklungsmöglichkeiten der Pflege: bessere Personalausstattung, Entlastung, Digitalisierung, neue Rollenprofile und die Weiterentwicklung professioneller Pflege. Das wäre ein Rückschritt zur Unzeit.“
Appell: Pflege muss Mitgestalterin von Versorgung werden
Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai richtet der DBfK deshalb einen klaren Appell an Politik und Einrichtungen: Wer die Versorgung sichern will, muss Pflege als Profession stärken. „Pflege darf nicht länger nur Gegenstand politischer Entscheidungen sein“, sagt Lux. „Sie muss Mitgestalterin von Versorgung werden – im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der ambulanten Versorgung und in der Primärversorgung. Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen: Die professionell Pflegenden sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt müssen Politik und Arbeitgebende endlich die Strukturen schaffen, damit sie das auch können.“
Über die Befragung:
Die Online-Befragung „Pflege, wie geht es dir?“ wird seit 2024 jährlich vom DBfK durchgeführt. Teilnehmen konnten 2026 vom 1. März bis 6. April alle beruflich Pflegenden, unabhängig von einer DBfK-Mitgliedschaft. Insgesamt beteiligten sich 3.003 Personen. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, bildet aber als jährlich wiederkehrendes Stimmungsbarometer zentrale Entwicklungen in der professionellen Pflege ab.
Ausführliche Ergebnisse der Befragung und Kurzversion
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband e.V., Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin, Tel. +49 30/219157-0, Fax: +49 30/219157-77, E-Mail: dbfk@dbfk.de, Webseite: www.dbfk.de
Wichtige Termine:
„Zukunft Pflegen – Mit guter Ausbildung die Pflege von morgen sichern“
02.06. 2026: Online-Veranstaltung unter Mitwirkung des IWAK
Weitere Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.iwak-frankfurt.de/zukunft-pflegen-mit-guter-ausbildung-die-pflege-von-morgen-sichern/
IWAK-Lunchtalk am 19. Juni 2026 – Die Internationalisierung in Ausbildung und Arbeitswelt gestalten
Den Anmeldelink finden Sie unter: https://iwak.idloom.events/Lunchtalk_Internationalisierung
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
1.bis 2. September 2026: MedCare Leipzig
https://www.medcare-leipzig.de/
17. DGP- Hochschultag
20.11.2026 – Mehr Infos finden Sie hier.
