Mai-Ausgabe der „PflegePositionen“ des Deutschen Pflegerats erschienen
Themen der aktuellen Ausgabe sind:
- Editorial. Versorgung statt Sparreflex (von Christine Vogler, Präsidentin des DPR)
- Im Fokus. Abstracts für Poster gefragt (von Pascale Hilberger-Kirlum, Vize-Präsidentin des DPR)
- Pflegerische Diagnostik ist Grundlage eigenverantwortlicher Pflege. Positionspapier veröffentlicht (DPR)
- Pflege stärken, Versorgung sichern. DPR fordert Strategie für Pflegeexzellenz (DPR)
- Aus den Verbänden. Offener Brief Primärversorgung (DHV)
- Mehr Auszubildende, mehr Personal. DPR sieht Fortschritt, mahnt aber zum Handeln (DPR)
Ansprechpartner:in: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: info@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
„Zukunft Pflegen – Mit guter Ausbildung die Pflege von morgen sichern“
02.06. 2026: Online-Veranstaltung unter Mitwirkung des IWAK
Die Veranstaltung bietet Impulse, Good Practice-Beispiele und praktische Lösungsansätze aus der Praxis für die Praxis. Profitieren Sie vom Wissen erfahrener Praktikerinnen und Praktiker aus Ausbildungsbetrieben und Pflegeschulen und bringen Sie Ihre Erfahrungen mit ein.
Weitere Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.iwak-frankfurt.de/zukunft-pflegen-mit-guter-ausbildung-die-pflege-von-morgen-sichern/
Bund-Länder-Gespräche zum Pflegeneuordnungsgesetz
11.05.2026 – Zu den Gesprächen mit den Bundesländern zum Pflegeneuordnungsgesetz erklärt Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung:
„Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt weiter deutlich an. Zwangsläufig gerät die Pflegeversicherung damit zunehmend finanziell unter Druck. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird das System auf Dauer nicht tragfähig bleiben. Eine groß angelegte Reform ist daher unerlässlich und ich bin Gesundheitsministerin Nina Warken dankbar, dass sie diese auf den Weg bringen wird. Das klare Ziel: Das Pflegesystem soll stärker an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen ausgerichtet werden. Eingestaubte Strukturen, die für viele Pflegebedürftige nicht mehr passen, müssen modernisiert werden. Gleichzeitig muss das System effizienter und finanziell stabil aufgestellt und fit für den weiter voranschreitenden demografischen Wandel gemacht werden. Das ist nicht der bequemste Weg, aber notwendig. Wir werden dabei den Dreiklang Prävention, Digitalisierung und Entbürokratisierung auch in der Pflege konsequent umsetzen. Mit flexiblen Leistungsbudgets geben wir den Menschen außerdem mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten, denn sie wissen am besten, wie sie ihr Pflegesetting vor Ort gut umsetzen können.
Ich werbe im Ringen um die Zukunftsfähigkeit der Pflege in Deutschland um Pragmatismus und Verantwortungsbewusstsein. Pragmatismus, weil wir uns in der aktuellen Situation Heilsversprechen und Propagieren vermeintlich einfacher Lösungen nicht leisten können. Stattdessen müssen wir die Realitäten im System anerkennen, die Handlungsmöglichkeiten abwägen und letztendlich Entscheidung treffen, um zukunftsgewandt die Strukturen zu verbessern.
Verantwortungsbewusstsein, weil alle beteiligten Akteure jetzt ihren Beitrag zum Gelingen der Reform beisteuern müssen. Das gilt auch dort, wo es um die Anerkennung versicherungsfremder Leistungen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe geht. Wir können es uns schlicht nicht mehr leisten, die Schuld immer hin und her zu schieben. Der Bund trägt hier die Verantwortung und auch die Länder müssen nun das Zugeständnis machen, dass auch bei ihnen Handlungsnotwendigkeiten bestehen. Nur gemeinsam werden wir eine verlässliche Struktur schaffen, die auch in Zukunft Stabilität und damit Sicherheit in der Pflege gibt.“
Übergabe – Medien für die Pflege
UG187 – Nachhaltigkeit in der Pflegeausbildung (Sarah Flisgen & Luka Eulberg)
DKI-NEWS: Start des Krankenhaus Barometers 2026
Beim Krankenhaus Barometer handelt es sich um eine jährlich durchgeführte Repräsentativbefragung deutscher Krankenhäuser zu aktuellen krankenhauspolitischen Themen.
Themenschwerpunkte der diesjährigen Umfrage sind die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser, die Krankenhausreform, Hybrid-DRGs, die Notallversorgung, nachhaltige Lieferketten und der Einsatz von Ehrenamtlichen im Krankenhaus.
Das Krankenhaus Barometer wird im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), des Verbandes des Klinikmanagements Deutschlands (VKD) und des Verbandes der leitenden Krankenhausärztinnen und -ärzte Deutschlands (VLK) erstellt.
Die Ergebnisse des aktuellen Krankenhaus Barometers werden Ende 2026 veröffentlicht. Frühere Ausgaben finden Sie → hier.
Dr. Karl Blum, Vorstand Deutsches Krankenhausinstitut e.V., Leiter Geschäftsbereich Forschung, Tel.: 0211 / 470 51-17, karl.blum@dki.de
Quelle: PM DKI, 11.05.2026
Pflegebedürftigkeit erhöht Armutsrisiko deutlich
Pflegebedürftigkeit wird nach einer neuen Allensbach-Umfrage für die DAK zunehmend zur Armutsfalle. Fast jeder zweite pflegende Angehörige und professionell Pflegende berichtet, dass Pflegebedürftige wegen der Pflege ihr Haus oder große Teile ihrer Ersparnisse verloren haben. In der Gesamtbevölkerung geben dies immerhin noch 31 Prozent der 2.100 Befragten zwischen 16 und 75 Jahren an. DAK
Quelle: NL Care vor9, 11.05.2026
Pflegeversicherung: Warken erwartet 7,5 Milliarden Euro Defizit
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nennt neue Zahlen zur Schieflage der sozialen Pflegeversicherung. Bis 2028 könnte die Lücke auf über 15 Milliarden Euro anwachsen. Bei den Pflegegraden 1 bis 3 deutet die Ministerin eine Rückkehr zu strengeren Einstufungskriterien an. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 11.05.2026
Gestärkte Pflege rettet Leben und hält die Gesellschaft zusammen
DPR zum Internationalen Tag der Pflegenden: Pflege ist ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit und muss endlich mit voller Kompetenz wirksam werden können
Berlin (08. Mai 2026, Nr. 24/2026) – Der Deutsche Pflegerat fordert zum Internationalen Tag der Pflegenden 2026 (12. Mai 2026) eine grundlegende Stärkung der beruflichen Pflege in Deutschland. Das diesjährige Motto des International Council of Nurses (ICN) lautet: „Our Nurses. Our Future. Empowered Nurses Save Lives.“ Für den Deutschen Pflegerat ist diese Botschaft aktueller denn je: Unsere Pflegefachpersonen sind unsere Zukunft. Gestärkte Pflegefachperson retten Leben, stabilisieren Versorgung, schützen Teilhabe und sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft.
„Pflege ist weit mehr als Hilfe in einer schwierigen Lebenslage. Pflege bewahrt die Würde, Selbstständigkeit und soziale Teilhabe der Menschen. Sie ist ein tragender Teil unseres Sozialstaats“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Wer Pflege stärkt, stärkt nicht nur ein Berufsbild. Er stärkt das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens.“
Die aktuelle Lage im Gesundheitswesen zeigt deutlich: Deutschland steht vor tiefgreifenden Versorgungsfragen. Demografie, Fachkräftesicherung, Krankenhausreform, Primärversorgung, Pflegeversicherung und die Finanzierungsdebatten in der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen nicht länger getrennt betrachtet werden. Professionelle Pflege ist in all diesen Fragen kein nachgeordneter Kostenfaktor, sondern ein zentraler Lösungsfaktor. Sie verhindert Komplikationen, sichert Kontinuität, ermöglicht Prävention, begleitet chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen und entlastet andere Versorgungsbereiche.
„Soziale Gerechtigkeit entscheidet sich auch daran, ob Menschen im Alter, bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung verlässlich Zugang zu professioneller Pflege haben“, so Vogler. „Pflegerische Versorgung ist keine private Glückssache. Sie ist Teil des gesellschaftlichen Sicherheitsversprechens. Wenn Pflege fehlt, verlieren Menschen Halt. Wenn Pflege stark ist, gewinnen Menschen Sicherheit.“
Der Deutsche Pflegerat kritisiert, dass die berufliche Pflege in Deutschland ihre Kompetenzen weiterhin nicht im notwendigen Umfang einbringen kann. Pflegefachpersonen sind hoch qualifiziert, übernehmen Verantwortung in komplexen Versorgungssituationen und verfügen über Fähigkeiten, die für eine moderne Gesundheitsversorgung dringend gebraucht werden. Trotzdem werden pflegerische Kompetenzen politisch, rechtlich und finanziell noch immer zu eng begrenzt.
„Wir können es uns nicht mehr leisten, die Profession Pflege kleinzuhalten“, betont Vogler. „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen, Advanced Practice Nurses (APN), Community Health Nurses (CHN), School Health Nurses (SHN) und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“
Pflege ist auch ein stabilisierender Faktor für Demokratie. Sie begegnet Menschen unabhängig von Herkunft, Einkommen, Alter, Geschlecht oder sozialem Status. Sie schafft Vertrauen dort, wo Menschen verletzlich sind. Sie macht den Sozialstaat konkret erfahrbar – im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der häuslichen Versorgung, in der Rehabilitation, in der Prävention und in der Primärversorgung.
„Demokratie lebt davon, dass Menschen erleben: Ich werde gesehen. Ich werde versorgt. Ich werde nicht allein gelassen“, sagt Vogler. „Genau das leistet Pflege jeden Tag. Deshalb ist der Internationale Tag der Pflegenden kein symbolischer Dankestag. Er ist ein politischer Auftrag.“
Der Deutsche Pflegerat fordert: Pflege muss verbindlich in alle relevanten Reformprozesse eingebunden werden. Ihre Kompetenzen müssen gesetzlich erweitert, in der Versorgung nutzbar gemacht und refinanziert werden. Pflege braucht faire Arbeitsbedingungen, gute Bildung, akademische Entwicklung, Selbstverwaltung und echte Mitsprache in den Entscheidungsstrukturen des Gesundheitswesens.
„Empowered Nurses Save Lives – gestärkte Pflegefachpersonen retten Leben. Für Deutschland heißt das: Wer Versorgung sichern will, muss Pflege stärken. Wer soziale Gerechtigkeit ernst meint, muss Pflege stärken. Und wer das Vertrauen in unseren Sozialstaat erhalten will, muss Pflege endlich als das behandeln, was sie ist: eine tragende Säule unserer Demokratie“, so Vogler.
Ansprechpartner:in: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: info@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
Gerlach für bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin zum Tag der Pflegenden am 12. Mai
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach will erreichen, dass die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte weiter verbessert werden. Gerlach betonte am Montag anlässlich des „Tages der Pflegenden“ am 12. Mai: „Pflegekräfte sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Es ist mir deshalb ein wichtiges Anliegen, dass sie bei ihrer unverzichtbaren Arbeit gezielt unterstützt werden.“
Die Ministerin erläuterte: „Zentral ist dabei, dass der Pflegeberuf attraktiver gestaltet wird. Denn es ist wichtig, dass sich mehr Menschen für diese Aufgabe entscheiden. In Bayern unterstützen wir bereits seit einiger Zeit Arbeitgeber bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen in ihren Einrichtungen. So haben wir in den Jahren 2023 und 2024 ein Modellprojekt mit rund 5,7 Millionen Euro gefördert, bei dem Springerkonzepte in 65 Langzeitpflegeeinrichtungen erprobt wurden.“ (…)
Rund 579 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben
Berlin: (hib/PK) Die Gesundheitsausgaben sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wie aus der Antwort (21/5664) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/5267) der AfD-Fraktion hervorgeht, lagen die Gesundheitsausgaben 2023 bei rund 500 Milliarden Euro, 2024 bei rund 538 Milliarden Euro und 2025 bei rund 579 Milliarden Euro.
Auf die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) entfielen davon 2025 Ausgaben in Höhe von rund 324 Milliarden Euro, auf die Soziale Pflegeversicherung rund 72 Milliarden Euro, auf die Private Krankenversicherung (PKV) rund 47 Milliarden Euro und auf private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck rund 67 Milliarden Euro.
Quelle: NL heute im bundestag – Arbeit und Soziales, Bildung, Familie und Gesundheit – Nr. 71, 08.05.2026
Arbeitsbedingungen
Viele Intensivpflegekräfte wollen gehen
Studie zeigt: Mehr als jede zweite Pflegefachperson in der Intensivmedizin denkt ans Aufhören. Arbeitszufriedenheit und Familienfreundlichkeit sind entscheidend. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 08.05.2026
Selbstverwaltung in BaWü
Keine Pflegekammer im Südwesten geplant
Der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU in Baden‑Württemberg enthält keine Pläne für eine Pflegekammer oder pflegerische Selbstverwaltung. Pflegeorganisationen kritisieren die fehlende Mitsprache für Pflegefachpersonen. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 08.05.2026
Neues Qualitätssystem in der ambulanten Pflege
Im Juli startet in der ambulanten Pflege ein umfassend reformiertes Qualitätssystem. Alle Beteiligten begrüßen die Neuausrichtung. Mehr lesen
Quelle: NL GKV-90 Prozent, 08.05.2026
Pflege-Modellprogramm: Studie zur Arbeitsorganisation ambulanter Pflegeeinrichtungen veröffentlicht
Studie legt wissenschaftliche Empfehlungen vor, um die ambulante Pflege weiterzuentwickeln. Mehr lesen
Quelle: NL GKV-90 Prozent, 08.05.2026
Krankenhaus-Report 2026: In allen 16 Bundesländern könnten mehr als die Hälfte der Krankenhausfälle ambulant versorgt werden
Report bewertet aktuellen Stand der Krankenhausreform /Fehlende Maßnahmen zur Verlagerung und Vermeidung von Krankenhausaufenthalten
Berlin, 6. Mai 2026. In Deutschland gibt es ein großes Potenzial für die Verlagerung von mehr als 50 Prozent der Krankenhaus-Fälle in die ambulante Versorgung, wo die Patienten und Patientinnen deutlich günstiger und effizienter versorgt werden könnten. Das zeigt eine Analyse für den aktuellen Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Das „Ambulantisierungspotenzial“ ist im Bereich der Grundversorgung wie der Inneren Medizin oder der Allgemeinen Chirurgie besonders groß. Erste Erfahrungen mit den sogenannten Krankenhaus-Leistungsgruppen in Nordrhein-Westfalen deuten laut Report darauf hin, dass die Krankenhausreform gerade in der Grundversorgung kaum für Strukturveränderungen sorgen wird, während im Bereich spezieller Operationen bereits eine deutliche Konzentration stattgefunden hat. Außerdem zeigen die Analysen des Krankenhaus-Report, dass die im Rahmen der Reform geplante Vorhaltevergütung und das 2020 eingeführte Pflegebudget einer stärkeren Ambulantisierung entgegenwirken.
Problematisch sind außerdem die zahlreichen Ausnahmeregelungen, die im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens verankert wurden. (…)
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/Dokumente/News/Pressemitteilungen/2026/wido_kra_khr2026_pressemappe_0526.pdf
Haftung in der Pflegeausbildung
Wer muss einstehen, wenn Azubis Fehler machen?
Überall wo gearbeitet wird, können Fehler passieren – nicht anders sieht es in der Pflegebranche aus. Gerade beim Einsatz von Auszubildenden für praktische Pflegetätigkeiten stellt sich die Haftungsfrage jedoch in einem besonderen Licht dar: Schließlich sind die jungen Menschen noch im Lernen begriffen; Fehler können daher immer mal wieder vorkommen (und gehören letztlich zum Lernprozess hinzu!).
In haftungsrelevanten Fällen – wenn tatsächlich Patienten oder Bewohner durch ein fehlerhaftes Handeln von Azubis zu Schaden kommen – stellt sich dann die Frage nach der Verantwortung. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) kennt hier mehrere Formen der Haftung. Häufig werden letztlich die Praxisanleitenden oder die Einrichtung insgesamt in die Pflicht genommen werden – doch auch die Azubis sind nicht immer frei von Schuld; fehlende Berufserfahrung entbindet nicht automatisch von der Haftung. Weitere Infos erhalten Sie HIER
Quelle: NL Rechtsdepesche, 07.05.2026
Praxisdialog zum Tag der Pflegenden: Im Austausch mit der Pflegebevollmächtigten Katrin Staffler – Jetzt anmelden!
Der Internationale Tag der Pflegenden am 12. Mai ist mehr als ein symbolischer Anlass – er ist eine Einladung, die Zukunft der Pflege aktiv mitzugestalten. Auch wir wollen diesen besonderen Anlass wieder zum direkten Austausch nutzen!
Das Pflegenetzwerk Deutschland veranstaltet am Dienstag, 12. Mai um 11:00 Uhr den ersten Praxisdialog mit der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Katrin Staffler MdB. Im Mittelpunkt stehen ihre Rolle, ihre aktuellen Projekte und Vorhaben sowie die Frage, wie gute Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig gestärkt werden können.
„Gute Pflege gelingt nur, wenn wir Strukturen schaffen, die sowohl Pflegebedürftige als auch die Pflegenden nachhaltig stärken.“ Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung
Ergänzt wird der Dialog durch einen Impuls von Dörte Magens von der Geschäftsstelle GAP. Sie stellt das Projekt der Pflegebevollmächtigten „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ vor und berichtet von den Erfahrungen der teilnehmenden Einrichtungen und Coaches.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind und die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Frau Staffler nutzen. Diskutieren Sie mit und bringen auch Sie Ihre Perspektive ein! Sichern Sie sich Ihren Platz im Praxisdialog am 12. Mai! Hier geht es zur Anmeldung
Quelle: NL Pflegenetzwerk Deutschland – Eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, 07.05.2026
Stürze auf der Intensivstation vermeiden
Unser Briefing zeigt, wie Sturzprävention auf Intensivstationen durch gezielte Maßnahmen, Schulung und sichere Umgebungen verbessert werden kann. Die Studie macht deutlich: Systematische Ansätze stärken die Patientensicherheit und unterstützen Pflegefachpersonen im klinischen Alltag. Von Florian • 7. Mai 2026
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.uebergabe.de/sturze-auf-der-intensivstation-vermeiden/?ref=ubergabe-newsletter
32-Stunden-Woche – und die Krankheitstage purzeln
Eine Vier-Tage-Woche mit 32 Stunden bei vollem Lohnausgleich – was Andreas Claus (Foto) im DRK Sangerhausen im Oktober eingeführt hat, klingt zunächst verrückt. Wie soll man das finanzieren? Die Pflegekassen werden das nicht mitmachen. Müssen sie auch nicht, sagt der Vorstandsvorsitzende gegenüber Care vor9. Er setzt auf Effizienz und moderne Führung. Kein Wunder, dass sich inzwischen auch andere Träger für sein Modell interessieren. Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 07.05.2026
DNQP: Anmeldung zum 29. Netzwerk-Workshop am 25.09.2026
Am Freitag, den 25. September 2026 findet der 29. Netzwerk-Workshop in der OsnabrückHalle statt. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Im Fokus steht die 1. Aktualisierung des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“. In Vorträgen und Arbeitsgruppen werden die Inhalte des Expertenstandards und ihre einrichtungsspezifische Umsetzung beleuchtet und diskutiert.
► Hier finden Sie Details zum Programm und zur Online-Anmeldung
Quelle: NL DNQP, 06.05.2026
Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz
Pflegekammer soll zur Abstimmung stehen
CDU und SPD wollen über die Pflegekammer abstimmen lassen. Nach Kritik des DBfK und anhaltenden Problemen bleibt die Zukunft der Selbstverwaltung der Pflege in Rheinland-Pfalz offen. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 05.05.2026
Bericht zu Pflegebedürftigkeit und Einschränkungen in der funktionalen Gesundheit
05.05.2026 – Fast 13 % der Frauen und rund 8 % der Männer leisten Pflege für An- und Zugehörige. Ein Drittel der Pflegenden gibt an, sich stark oder sehr stark belastet zu fühlen. Das sind neue Ergebnisse aus dem RKI-Panel 2024, die RKI-Forschende in einem Bericht zur Pflegebedürftigkeit veröffentlicht haben. Für den Bericht wurden aktuelle Erkenntnisse zur Pflegebedürftigkeit und zu Einschränkungen in der funktionalen Gesundheit zusammengestellt, der Bericht ist über www.rki.de/pflegebericht abrufbar. (…)
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeiten-und-Presse/Meldungen-PM/Meldungen/2026-05-05_Pflegebericht.html
Diakonie und DEVAP kritisieren unsoziale Sparvorschläge in der Pflege
BERLIN, 05.05.2026 – Die Diakonie Deutschland und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) warnen vor massiven Einschnitten für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegeanbieter durch die geplante Pflegereform. In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Verbände die aktuellen Vorschläge für Einsparungen: “Das ist ein Bruch mit den Zusagen aus dem Koalitionsvertrag”, erklärt Elke Ronneberger, Bundesvorständin für Sozialpolitik bei der Diakonie Deutschland. “Diese Pläne sind weit weg von der im Koalitionsvertrag angekündigten nachhaltigen Stabilisierung der Pflegeversicherung”, sagt Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP. Stattdessen zeige sich eine rein einnahmenorientierte Politik, die die Versorgungssicherheit der Pflegebedürftigen und die Existenz tarifgebundener Einrichtungen gefährde.
Besonderes Augenmerk richten die Verbände auf die geplante Begrenzung der Tarifrefinanzierung der Pflege. „In Zeiten des Fachkräftemangels in der Pflege, will die Bundesregierung auf Kosten der Bezahlung der Pflegekräfte sparen. Das gefährdet die Existenz von zahlreichen Pflegediensten und kann unmöglich Ziel der Bundesregierung sein”, sagt Diakonie-Bundesvorständin Ronneberger. In der jüngst beschlossen Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist bereits die Begrenzung der Tarifrefinanzierung in der häuslichen Krankenpflege auf die Grundlohnrate festgelegt worden. Das bedeutet, dass die Vergütungen der Pflegekräfte nur so weit refinanziert werden, wie die beitragspflichtigen Gehälter im Durchschnitt bei allen Menschen gestiegen sind, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Diakonie Deutschland und DEVAP gehen davon aus, dass ähnliche Maßnahmen auch für andere Angebote der ambulanten und stationären Pflege in der Pflegeversicherung geplant sind. Ganz praktisch würde dieser Schritt bedeuten, dass Anbieter von Pflege, die ihre Mitarbeitenden tariflich bezahlen, Defizite erwirtschaften und diese selbst ausgleichen müssten. “Keine Refinanzierung von Tarifzahlungen steht klar im Widerspruch zum Tariftreuegesetz. Gemeinnützige Träger arbeiten nicht gewinnorientiert. Sie, haben keine Rücklagen, um die nicht refinanzierbaren Vergütungsanteile zu bezahlen. Sie müssten dann notwendigen Angebote in der häuslichen Krankenpflege abbauen. Wir brauchen eine verlässliche Refinanzierung auch von Tarifen,“, so die Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.
Auch über die Sparpläne in der stationären Pflege zeigen sich die Verbände sehr besorgt. Wenn Leistungszuschläge später gewährt werden, würde das zu dauerhaft höheren Eigenanteilen führen. Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP, sieht darin ein fatales gesellschaftliches Zeichen. “Hier kommen zwei Dinge zusammen: Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig. Gleichzeitig fürchten sich die Menschen vor dem eigenen Armutsrisiko und auch dem ihrer An- und Zugehörigen durch die hohen Pflegekosten. Wenn die Bundesregierung das wirklich umsetzt, gefährdet das die Demokratie”, sagt Leonhardi. Außerdem würden hier Kosten nicht vermieden, sondern in Richtung kommunaler Sozialhilfehaushalte lediglich verschoben, weil noch mehr Menschen auf staatliche Hilfen zur Pflege angewiesen wären. „Die geplante Verschärfung der Zugangskriterien in die Pflegegrade 1 und 2 stehen ebenso diametral zu den Inhalten des Koalitionsvertrages und auch zu den Eckpunkten der Bund-Länder-Arbeitsgruppe von Dezember 2025“, so Leonhardi weiter. Gerade die Pflegegrade 1 und 2 hätten einen präventiven Charakter, weil sie helfen, dass Menschen so unterstützt werden, dass sie möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit leben können. “Wenn Menschen jetzt erst später diese Leistungen bekommen, konterkariert das komplett den Sinn und Zweck von präventiven Pflegeangeboten und widerspricht den im Koalitionsvertrag angekündigten Ziel, die ambulante und häusliche Pflege zu stärken”, so Leonardi.
Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, statt ein Sparpaket zulasten der Pflegebedürftigen und Mitarbeitenden zu schnüren. Als notwendige Sofortmaßnahmen nennen Diakonie und DEVAP unter anderem die Überführung der Behandlungspflegekosten in die gesetzliche Krankenversicherung (SGB V), die Erstattung verbliebener Coronakosten, sowie die Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen der Bewohnerinnen und Bewohner. Langfristig sei eine verbindliche Roadmap in Form eines „Masterplans“ erforderlich, um eine sozial gerechte Finanz- und Strukturreform umzusetzen und die Langzeitpflege nachhaltig zu sichern.
Die konkreten Forderungen der Verbände finden Sie im OnePager zur Pflegereform: LINK
Kontakt: Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP e.V., Telefon 030 83001-277, leonhardi@devap.de, www.devap.de
Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), Invalidenstraße 29, 10115 Berlin
Wichtige Termine:
Fachveranstaltung zum Thema „Gewaltschutz in der Pflege“
18. Mai 2026, 10:30 Uhr – ca. 15:00 Uhr, Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO), Blücherstraße 62-63, 10961 Berlin oder digitale Teilnahme möglich; mehr in Kürze unter: https://gs-qsa-pflege.de/
„Zukunft Pflegen – Mit guter Ausbildung die Pflege von morgen sichern“
02.06. 2026: Online-Veranstaltung unter Mitwirkung des IWAK
Weitere Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.iwak-frankfurt.de/zukunft-pflegen-mit-guter-ausbildung-die-pflege-von-morgen-sichern/
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
1.bis 2. September 2026: MedCare Leipzig
https://www.medcare-leipzig.de/
17. DGP- Hochschultag
20.11.2026 – Mehr Infos finden Sie hier.
