Pflege 2026: Wichtige Weichen für die Praxis
Mehr Verantwortung für Pflegefachpersonen, bürokratische Anforderungen reduzieren und neue Perspektiven für Versorgung und die Ausbildung in der Pflegefachassistenz: In 2026 treten sowohl die Regelungen des Pflegefachassistenzeinführungsgesetzes als auch des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege in Kraft. Damit werden wichtige Weichen gestellt, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, die Pflege weiter zu professionalisieren und für die Pflegepraxis effizienter zu gestalten. Darüber hinaus wird die Reform der Pflegeversicherung ein zentrales Vorhaben sein. Beim BMG finden Sie einen Überblick über das, was in diesem Jahr wichtig wird. MEHR ERFAHREN SIE AUF DER WEBSITE DES BMG!
Quelle: Pflege im Blick | Nr. 1: Ausblick, 19.01.2026
Anwerbung von Pflegekräften –
Bundesregierung unterzeichnet Ab-sichtserklärung mit Indien
Im Rahmen des Treffens von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem indischen Premierminister Narendra Modi wurde letzte Woche eine Absichtserklärung für die Anwerbung indischer Pflegekräfte in Deutschland unterzeichnet. Beim Besuch des Bundeskanzlers in Indien verständigten sich beide Länder abschließend auf gemeinsame Standards für die Anwerbung von Pflegekräften. Die Absichtserklärung wurde zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und dem indischen Gesundheitsministerium verhandelt. In der Absichtserklärung vereinbaren beide Seiten, dass sie die internationalen Standards zur Anwerbung von Pflegefachpersonen fördern, wie sie das Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ vorgibt. MEHR BEIM BMG ERFAHREN!
Quelle: Pflege im Blick | Nr. 1: Ausblick, 19.01.2026
Pflegeheime zur „kritischen Infrastruktur“ deklarieren?
Jedes Krankenhaus muss im Notfall sicherstellen, dass es selbst bis zu 24 Stunden Strom erzeugt. Für Pflegeheime gilt das nicht. Hier fehlen bundesweit einheitliche Vorgaben. Die Folge: Wenn der Strom länger ausfällt, muss evakuiert werden. → weiterlesen
Quelle: care konkrett daily, 19.01.2026
Übergabe – Pflege-Podcasts
ÜG180 – Teilhabe von Pflegekräften mit Migrationsgeschichte (Yasemin Bekyol & Theresa Wagner)
Kinder brauchen Sicherheit in der Versorgung –
Pflege jetzt zukunftsfest weiterentwickeln
Berlin (16. Januar 2026, Nr. 03/2026) – Die Anliegen der Petition zur Kinderkrankenpflege betreffen zentrale pflegefachliche Fragestellungen. Der Deutsche Pflegerat sieht insbesondere bei Qualifikation, Strukturen und Arbeitsbedingungen dringenden Weiterentwicklungsbedarf, um eine zukunftsfähige Versorgung zu gewährleisten.
Die Petition „Erhalt des Wahlrechts nach § 59 Pflegeberufegesetz innerhalb der Pflegeausbildung“ hat mehr als 40.000 Unterstützer:innen gewonnen und wird dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Der Deutsche Pflegerat (DPR) begrüßt dieses starke Signal aus der Pflege und teilt das zentrale Anliegen, die qualitativ hochwertige und verlässliche pflegerische Versorgung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu sichern. Aus Sicht des DPR ist es nicht das Wahlrecht, welches eine zukunftsfähige pädiatrische Versorgung sichert. Entscheidend ist vielmehr die gezielte und vertiefte Weiterqualifikation von Pflegefachpersonen für die pflegerische Versorgung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere durch akademische Bildungsangebote. „Kinder brauchen Sicherheit in der Versorgung. Diese Sicherheit entsteht durch konsequente politische Umsetzung, klare Qualifikationswege und tragfähige Strukturen“, betont Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats.
Die Petition zeigt, dass die pflegerische Versorgung von Kindern hochkomplex ist und besondere fachliche Kompetenzen erfordert. Der DPR teilt diese Einschätzung. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Pflege in der Pädiatrie bedeutet anspruchsvolle Fachpflege, intensive Elternarbeit und die Einbindung oftmals komplexer Familiensysteme. Dafür braucht es nach einer fundierten grundständigen Ausbildung, spezialisierte Kompetenz und verlässliche Rahmenbedingungen.
Der Deutsche Pflegerat warnt davor, die Debatte auf eine pauschale Schuldzuweisung an die generalistische Pflegeausbildung zu verkürzen. „Die Herausforderungen in der Kinderkrankenpflege lassen sich nicht allein durch Ausbildungsfragen erklären. Entscheidend ist, ob wir attraktive, fachlich anspruchsvolle und gut gestaltete Arbeitsfelder schaffen – und ob Pflegefachpersonen dort echte Entwicklungsperspektiven haben“, so Vogler.
Aus Sicht des DPR ist jetzt der Zeitpunkt, die Pflege umfassend zukunftsfest weiterzuentwickeln. Dazu gehören:
- der zügige Aufbau erweiterter Rollen wie Advanced Practice Nurses, School Health Nurses und Community Health Nurses sowie weiterer spezialisierter akademischer Qualifikationen,
- der konsequente Ausbau von Masterstudiengängen und eine bundesweite Bildungsoffensive für die Pflege,
- die Zusammenarbeit der Pflegeprofession mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss an qualitätssichernden Versorgungsstrukturen, auch in der pädiatrischen Versorgung,
- der Erhalt der Leistungsgruppen „Spezielle Kinder- und Jugendmedizin“ und „Spezielle Kinder- und Jugendchirurgie“,
- sowie die fachliche Anerkennung der Pflegefachpersonen, die in der Kinderkrankenpflege tätig sind und dort die Versorgung tragen.
„Wenn Pflegefachpersonen die Kinderkrankenpflege verlassen, dann nicht, weil das Arbeitsfeld weniger wertvoll ist – sondern weil Bedingungen, Rollenbilder und ärztlich geprägte Strukturen häufig nicht mit der hohen fachlichen Verantwortung der Pflege und der notwendigen Weiterentwicklung pflegerischer Kompetenzen Schritt halten“, so Vogler weiter. Gerade in der pädiatrischen Versorgung müsse deshalb kritisch hinterfragt werden, wie die Zusammenarbeit der Gesundheitsfachberufe, Entscheidungsbefugnisse, berufliche Perspektiven und auch die Ausgestaltung der Elternarbeit geregelt sind. „Es geht um ein grundlegendes und neues Verständnis professioneller Handlungskompetenz.“
Der Deutsche Pflegerat versteht die Petition als Auftrag an die Politik, jetzt entschlossen zu handeln. Ziel muss es sein, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen langfristig zu sichern – mit qualifizierten Pflegefachpersonen, klaren Strukturen und einer Pflege, die in ihrer fachlichen Kompetenz ernst genommen und gestärkt wird.
Weitere Information:
Petition. Gesundheitsfachberufe. Erhalt des Wahlrechts nach § 59 Pflegeberufegesetz innerhalb der Pflegeausbildung vom 18.08.2025
Ansprechpartner:innen: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
Fast die Hälfte der Pflege-Ausbildungsplätze bleibt leer
2023 gab es bundesweit mehr Ausbildungsplätze in der Pflege als Bewerber. Fast jeder zweite Platz blieb unbesetzt, zeigt eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). In der Altenpflege lag es in erster Linie am Bewerbermangel, wenn Plätze leer blieben. Krankenhäuser berichten hingegen, dass ein Teil der Bewerber die Anforderungen nicht erfüllte. Die Auswertung liefert auch Zahlen für eine negative Entwicklung in der Altenpflege, die bisher vor allem auf Beobachtungen fußte. Care vor9
Quelle: NL care vor9, 16.01.2026
Gesundheitspolitik
Das plant das BMG für die Pflege
Das Ministerium kündigt eine umfassende Pflegereform und die Einführung des Berufsbild APN an. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 16.01.2026
VdPB beantragt Mitgliedschaft beim Deutschen Pflegerat
Das Präsidium der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) hat sich aktuell dafür entschieden – auf Grundlage eines Beschlusses der Delegiertenversammlung im vergangenen Herbst –, die Mitgliedschaft beim Deutschen Pflegerat (DPR) zu beantragen. Ein formaler Mitgliedsantrag ist in dieser Woche bereits beim DPR eingegangen.
„Die VdPB steht schon seit Längerem in einem guten und vertrauensvollen Austausch mit dem DPR. Nach der Satzungsänderung des DPR, die Organisationen der beruflichen Selbstverwaltung die Tür zur Mitgliedschaft erst geöffnet hat, war ein offener Dialog dazu nur folgerichtig“, erklärt VdPB-Präsidentin Rita Zöllner …Weiterlesen
Quelle: PM VdPB, 16.01.2026
Vier-Tage-Woche in der Pflege:
Münchner Pilotprojekt zieht positive Zwischenbilanz
Die städtische Pflegeheimbetreiberin MÜNCHENSTIFT testet seit Oktober 2025 ein neues Arbeitszeitmodell: Das Konzept sieht vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden unverändert bleibt, jedoch auf vier statt fünf Tage verteilt wird. Nach der Hälfte der Testphase fallen die Rückmeldungen der Beschäftigten überwiegend positiv aus – allerdings nicht für alle Lebenssituationen gleichermaßen. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 16.01.2026
Pflegefachpersonalmangel verschlechtert Versorgung – Studienlage seit Jahren eindeutig
Deutscher Pflegerat: Gute Arbeitsbedingungen und Qualifikation sind entscheidend für Pflegequalität
Berlin (15. Januar 2026, Nr. 02/2026) – Die aktuelle wissenschaftliche Studienlage bestätigt die langjährigen Forderungen des Deutschen Pflegerats (DPR): Wo Pflegefachpersonen fehlen oder nicht ausreichend qualifiziert sind, verschlechtern sich Versorgung und Pflegequalität. Dies mit messbaren Folgen für Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und Sterblichkeit (Mortalität).
Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und des ifo Instituts zur Grenzregion zwischen Deutschland und der Schweiz zeigt dies deutlich. Die Analyse basiert auf Daten von 2006 bis 2017. In diesem Zeitraum führte die Abwanderung von Pflegefachpersonen aufgrund besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu einem Rückgang des Pflegefachpersonals in grenznahen deutschen Kliniken um rund zwölf Prozent. In der Folge stieg dort die Krankenhaussterblichkeit um 4,4 Prozent, besondere bei älteren Menschen und Patient:innen in akuten und kritischen Notfallsituationen. Auch die Lebenserwartung der Bevölkerung sank messbar.
„Diese Ergebnisse bestätigen, was die internationale Pflegeforschung seit über 20 Jahren zeigt“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. Große internationale Studien, unter anderem aus dem RN4CAST-Forschungsprogramm, belegen kontinuierlich: Je mehr Patient:innen eine Pflegefachperson versorgen muss, desto höher ist das Risiko für Komplikationen und Todesfälle. Jeder zusätzliche Patient pro Pflegefachperson erhöht das Sterberisiko um etwa 7 Prozent. Umgekehrt senkt ein höherer Anteil akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen mit ausgewiesener Expertise die Sterblichkeit signifikant.
Auch für Deutschland liegen diese Erkenntnisse seit Langem vor. Ein Gutachten des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt 2016, dass eine bessere Pflegepersonalausstattung mit geringerer Mortalität, weniger Komplikationen und höherer Versorgungsqualität einhergeht.
Die Studie zur Grenzregion macht zugleich sichtbar, warum Pflegefachpersonen abwandern: „Wenn Bezahlung, Rahmen- und Arbeitsbedingungen und berufliche Perspektiven stimmen, sind Pflegefachpersonen bereit, auch über Ländergrenzen hinweg zu wechseln“, so Vogler. Das hat unmittelbare Folgen für die Versorgung in Deutschland.
Für den Deutschen Pflegerat ist klar: Dringend notwendig ist endlich die konsequente Umsetzung dessen, was seit Jahren bekannt ist – verlässliche bedarfsgerechte Personalausstattung, gute Arbeitsbedingungen, durchlässige Bildungswege und der Ausbau pflegerischer Studiengänge zur Qualifizierung der Pflegefachpersonen in der direkten Versorgung. „Wir verlieren Pflegefachpersonen nicht nur durch den demografischen Wandel, sondern auch, weil sie bessere Bedingungen suchen. Das ist politisch gestaltbar“, betont Vogler.
Weitere Informationen:
Download Discussion Paper. The Deadly Consequences of Labor Scarcity: Evidence from Hospitals, ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Ifo Institut, LMU München, IAB Nürnberg, Oliver Schlenker (2025) (Homepage ZEW)
Download Studie (RN4CAST). Nurse staffing and education and hospital mortality in nine European countries: a retrospective observational study, Aiken, L.H., Sloane, D.M., Bruyneel, L., Van den Heede, K., Griffiths, P., Busse, R. et al. (2014) (Homepage The Lancet)
Download Gutachten. Auswirkungen der Pflegekapazität auf die Versorgungs- und Ergebnisqualität, Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer, Medizinische Fakultät, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, 2016 (Homepage Bundesgesundheitsministerium)
Ansprechpartner:innen: Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky
Aktuelle Grippewelle
Influenza-Saison 2025/26: Das sollten Sie jetzt wissen
Seit der 48. Kalenderwoche 2025, also Ende November vergangenen Jahres, verzeichnet das Robert-Koch-Institut (RKI) wieder eine steigende Zahl von Atemwegserkrankungen. Während die Gesamtzahl der Erkrankungen in den vergangenen Wochen etwas zurückgegangen ist, bleibt die Influenza hartnäckig: Die neue H3N2-Subklade K sorgt dafür, dass auch Geimpfte oder bereits Genesene erneut an einer Grippe erkranken können.
In unserem Artikel geben wir einen Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen, und erläutern noch einmal alles Wissenswerte rund um die Grippe – einschließlich Prävention, Übertragung, möglichen Therapien und der Impfempfehlung. Weitere Infos erhalten Sie HIER.
Quelle: NL Rechtdepesche, 15.01.2026
Darmstadt
Klinikum und Elisabethenstift schließen Fusion zur Gesundheits-Holding ab
Der Zusammenschluss von Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethenstift ist vollzogen: Beide Häuser haben eine gemeinsame Gesundheits‑Holding gegründet. Lesen
Quelle: NL BibliomedManager, 15.01.2026
Pflegeausbildung: Deutschland und Indien vereinbaren Zusammenarbeit
Bundeskanzler Friedrich Merz und Premierminister Narendra Modi haben bei ihrem Treffen in Indien eine Absichtserklärung zur Anwerbung indischer Pflegekräfte unterzeichnet. Beide Seiten verpflichten sich internationale Standards zur Anwerbung von Pflegefachpersonen zu fördern. Als Maßstab dient dabei das Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 15.01.2026
DKG-Jahresauftaktpressekonferenz 15. Januar 2026
Quelle: https://www.dkgev.de/dkg/presse/
Anmeldefrist zum 28. Netzwerk-Workshop „Chronische Wunden“
Für den 28. Netzwerk-Workshop am 27. Februar 2026 zum Thema „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ sind noch wenige Plätze verfügbar.
Im Rahmen dieses Workshops werden die Ergebnisse der zweiten Aktualisierung des Expertenstandards vorgestellt sowie Erkenntnisse aus einem Praxisprojekt zur Arbeit mit dem Expertenstandard und themenspezifischen Indikatoren präsentiert und diskutiert.
Interessierte haben noch bis zum 31. Januar 2026 die Möglichkeit der Anmeldung.
Quelle: NL DNQP, 14.01.2026
2.Aktualisierung des Expertenstandards „Ernährungsmanagement in der Pflege“
Aufruf zur Bewerbung als Expertin oder Experte
14.01.2025 – Für die anstehende zweite Aktualisierung des Expertenstandards „Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Fabian Graeb/Hochschule Esslingen sucht das DNQP Expertinnen und Experten mit pflegewissenschaftlicher und/oder -praktischer Expertise zum Thema. Der Aktualisierungszeitraum erstreckt sich über rund 18 Monate, die Veröffentlichung des aktualisierten Expertenstandards ist für Mitte 2027 geplant.
Auf Grundlage einer aktuellen Literaturanalyse zum Thema wird die Expert*innenarbeitsgruppe in enger Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team des DNQP eine Aktualisierung des Expertenstandards und der Kommentierungen vornehmen. Zusätzlich erfolgt auf Basis einer weiteren Recherche eine Identifizierung von relevanten Qualitätsindikatoren für das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement. Die Indikatoren werden nach Abschluss der Aktualisierung im Rahmen eines Praxisprojektes erprobt. Weitere Informationen finden sich im Methodenpapier des DNQP, welches auf der Webseite des DNQP zur Verfügung steht.
Die Expert*innenarbeitsgruppe wird mit bis zu 15 Expertinnen und Experten besetzt werden. Die Mitarbeit erfolgt ehrenamtlich, anfallende Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Im Projektzeitraum erfolgt mindestens eine ganztägige Präsenzsitzung in Osnabrück sowie mehrere digitale Sitzungen.
Voraussetzung für die Teilnahme an der Expert*innenarbeitsgruppe ist der Nachweis einer ausgewiesenen Fachexpertise zum Thema. Diese kann z. B. bestehen aus:
- formaler fachlicher Qualifikation (berufliche Aus-/Weiterbildung, wissenschaftliche
- Qualifikation),
- Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten zum Themengebiet,
- Mitwirkung an innovativen Praxisprojekten zum Thema,
- Fachveröffentlichungen und -vorträge zum Thema,
- Erfahrung in der Arbeit mit Expertenstandards und ggf. Indikatoren sowie
- Motivation für die Mitarbeit in der Expert*innenarbeitsgruppe.
Die Bewerberinnen und Bewerber müssen neben der fachlichen Expertise eigene Interessen, Verbindungen zur Industrie oder Interessenverbänden offenlegen, um die wissenschaftliche und institutionelle Unabhängigkeit des Expertenstandards garantieren zu können.
Interessierte Personen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden gebeten, ihre Bewerbung in Form eines Anschreibens mit Lebenslauf bis zum 15. Februar 2026 per E-Mail mit dem Betreff „Bewerbung EAG Ernährung“ an dnqp@hs-osnabrueck.de zu senden.
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Hochschule Osnabrück, Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Büscher; Prof. Dr. Sara Marquard, Albrechtstr. 30, 49076 Osnabrück, E-Mail: dnqp@hs-osnabrueck.de, Internet: www.dnqp.de
Mangelernährung: ein oft übersehenes Gesundheitsrisiko
Studien zufolge gibt es jedes Jahr 55.000 Todesfälle in Deutschland durch Mangelernährung. Diana Rubin, Chefärztin im Zentrum für Ernährungsmedizin des Vivantes Humboldt-Klinikums und des Vivantes Klinikums in Berlin-Spandau, erklärt, warum das so ist und was dagegen unternommen werden sollte. Zum Blogbeitrag
Quelle: NL WirTechnicker, 14.01.2026
Kompetenzzentrum Demenz macht fit für die Begleitung von Menschen mit Demenz
41 abwechslungsreiche Fortbildungen vor Ort oder online
Über 70.000 Menschen mit einer Demenz leben aktuell in Schleswig-Holstein. Um Fachkräfte und Ehrenamtliche bestmöglich bei der Aktivierung, Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz zu unterstützen, bietet das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein regelmäßig Fortbildungen an. Inhaltlich sind diese sehr breit gefächert. Immer wird jedoch neben der Wissenserweiterung und dem Praxisbezug an der persönlichen Haltung gearbeitet. Dabei gilt es u.a., positive Momente bewusst wahrzunehmen und Überforderung zu vermeiden. „Wenn wir die Merkmale einer Demenz kennen, die Äußerungen und Handlungen der Personen richtig einschätzen lernen und unsere Anliegen und unser Tempo entsprechend anpassen, kann eine für beide Seiten konfliktärmere oder sogar bereichernde Begegnung gelingen.“, so die Überzeugung von Projektleitung Anna Jannes.
Unter https://www.demenz-sh.de/das-jahresprogramm/ steht das Programmheft für 2026 mit 30 Fortbildungen an verschiedenen Orten im Land sowie 11 Online-Schulungen zur Verfügung. Auch die Anmeldung kann ganz bequem über die Webseite geschehen.
Im Februar gibt es z. B. zwei Online-Fortbildungen:
Bei Nr. 31 „Demenz, selbstbestimmt!“ am 19.02.26 setzen sich die Teilnehmenden unter Leitung von Anneke Wilken-Bober mit den Herausforderungen um Lebensqualität durch Selbstbestimmung und zugleich den Risiken durch Eigen- und Fremdgefährdung auseinander. Kosten: 60,-/ 40,- (ermäßigt).
Am 26.02. und 12.03.26 geht es bei Fortbildung Nr. 32 mit Josephine Green „Beschwingt ins neue Jahr: Lachen, Bewegen, Stärken – kreativer Methodenmix für ganzheitliche Parkinson-Begleitung“. Elemente aus der Ergotherapie, Musik- und Tanztherapie und dem Lachyoga werden u.a. erklärt, ausprobiert und vertieft. Kosten: 130,-/ 110,- (ermäßigt).
Kontakt: Cornelia Prepernau, Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein, Hans-Böckler-Ring 23c, 22851 Norderstedt, Telefon: 040/ 23 83 044 29, Fax: 040/ 23 83 044 99, @: prepernau@demenz-sh.de, www.demenz-sh.de, www.facebook.com/KompetenzzentrumDemenz, https://www.instagram.com/demenz_tagram/
Wichtige Termine:
Öffentliche Anhörung: Ethische Herausforderungen in der häuslichen und stationären Langzeitpflege
Wann: 22. Januar 2026 von 13 bis 17 Uhr, Wo: www.ethikrat.org/live
Weitere Infos unter: www.ethikrat.org/veranstaltungen/anhoerungen/ethische-herausforderungen-in-der-langzeitpflege.
Pro Care 10. – 11. Februar 2026 | Hannover
DAMIT PFLEGE ZUKUNFT HAT – Frisch – Dynamisch – Innovativ
Infos unter: https://www.pro-care-hannover.de/
3. Pflegeethik‐Kongress: Verantwortung – Haltung – Dialog
25.-‐ 27.02.2026, Göttingen
28. Netzwerk-Workshop „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
27. Februar 2026, Osnabrück
Infos und Anmeldung zur Veranstaltung auf der DNQP-Website
Gesundheitskongress des Westens
6. und 7. Mai 2026 in Köln, Kongressanmeldung für 2026
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
