ADS-Wocheninformation 17.08.2026

ADS-Wocheninformation 17.08.2026

 

 

Verdi fordert Milliarden für Hitzeschutz in Pflegeheimen

Beim Hitzeschutz bekommen Pflegeheimbetreiber Unterstützung von ungewohnter Seite: Verdi fordert von Bund und Ländern ein Sofortprogramm für Investitionen und energetische Sanierungen. Anlass ist eine Befragung unter 321 Beschäftigten. In einigen Einrichtungen wurden demnach bis zu 45 Grad gemessen. Verdi-Vorständin Sylvia Bühler (Foto) sieht vor allem die Politik in der Pflicht. Care vor9

Quelle: NL Care vor9, 17.08.2026


Fachkräftemangel: Wie macht er sich bemerkbar, was sind die Gründe und was muss sich ändern?

Alle reden vom Fachkräftemangel im Pflegesektor, doch wie schlimm ist es wirklich? Woran liegt es? Und was sind Lösungsvorschläge, die Pflege attraktiver zu gestalten? > Zum Artikel

Quelle: NL Apotheken Umschau, 14.08.2026


Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung

Berlin: (hib/PK) Abgeordnete fordern in einem interfraktionellen Gesetzentwurf (21/7570) die Einführung der sogenannten Widerspruchsregelung bei der Organspende. Zu den Mitzeichnern des Gruppenantrags gehören Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Linken und Grünen, wie aus der Vorlage hervorgeht.

2025 verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) den Angaben zufolge 985 Organspender. Demgegenüber standen 8.199 Patienten auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Die Zahl der Organspender reiche damit bei Weitem nicht aus, um den Bedarf an Spenderorganen zu decken, heißt es in dem Entwurf.

Durch die vielen gesetzlichen und strukturellen Änderungen der vergangenen Jahre sei keine signifikante und nachhaltige Steigerung der Organspendezahlen erzielt worden. Daher solle die Widerspruchsregelung als ein weiterer zentraler Baustein zur Verbesserung der Organspendezahlen eingeführt werden.

Durch die Einführung einer Widerspruchsregelung solle es zu einer Selbstverständlichkeit werden, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen und dazu eine Entscheidung zu treffen, diese zu dokumentieren und den nächsten Angehörigen mitzuteilen. Die Regelungen sollen auch dazu beitragen, die Angehörigen in dieser belastenden Situation, in der eine so schwere Entscheidung zu treffen ist, zu entlasten.

Dem Entwurf zufolge kommen als postmortale Organ- und Gewebespender künftig sowohl Personen in Betracht, die zu Lebzeiten in eine Entnahme eingewilligt haben als auch solche, die einer Entnahme zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben.

Folglich komme der Möglichkeit der Erklärung eines Widerspruchs in Zukunft eine besondere Bedeutung zu. Ein erklärter Widerspruch müsse verlässlich und jederzeit auffindbar sein und vor einer Entscheidung über eine Organ- oder Gewebeentnahme berücksichtigt werden. Das im März 2024 in Betrieb genommene Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende sei dafür ein wesentliches Element.

Unabhängig davon, ob im Register eine Erklärung registriert ist oder eine sonstige schriftliche Erklärung des möglichen Spenders vorliege, sei zudem im Gespräch mit dem nächsten Angehörigen zu klären, ob diesem eine Erklärung bekannt ist. Entscheidend solle allein der Wille des Spenders sein. Den Angehörigen stehe kein eigenes Entscheidungsrecht zu, es sei denn, der mögliche Spender sei minderjährig und habe keine eigene Erklärung abgegeben.

Hat ein möglicher Spender keine Erklärung zur Organspende abgegeben und war in einem Zeitraum von mindestens einem Jahr vor Feststellung des Todes nicht einwilligungsfähig und damit nicht in der Lage, eine selbstbestimmte Erklärung zu treffen, ist die Organ- oder Gewebeentnahme der Vorlage zufolge unzulässig.

Die neuen Regelungen sollen mit einer umfassenden Aufklärung und Information der Bevölkerung vor Inkrafttreten des Gesetzes über die Bedeutung und Rechtsfolgen eines erklärten Widerspruchs oder eines Verzichts auf die Erklärung eines Widerspruchs verbunden werden.

Quelle: heute im bundestag – Arbeit und Soziales, Bildung, Familie und Gesundheit – Nr. 130, 14.08.2026


Pflegehof: Handbuch für Gründungen von Demenz-WGs auf dem Land

Die Initiative Pflegehof hat ein Handbuch veröffentlicht, das Schritt für Schritt durch die Gründung eines Pflegehofs führt – von der Vision über Standortsuche, Architektur und Finanzierung bis zum Alltagsbetrieb. Das Konzept setzt auf kleine ambulant versorgte Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Der Download ist kostenlos, eine Printausgabe ist angekündigt. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 14.08.2026


Hitze bedroht die Versorgung – Pflege muss Teil der Krisenvorsorge werden

Deutscher Pflegerat fordert hitzeresiliente Versorgungsstrukturen und eine starke Rolle der Profession Pflege

Berlin (13. August 2026, Nr. 45/2026) – Deutschland erleidet in diesem Sommer nach wie vor schwere Hitzeperioden. Allein für die extreme Hitzewoche Ende Juni hat das Robert Koch-Institut seine Schätzung auf rund 9.600 hitzebedingte Sterbefälle korrigiert. Insgesamt werden für 2026 bis zur 30. Kalenderwoche rund 11.900 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert daraus politische Konsequenzen.

„Hitze ist längst keine vorübergehende Belastung mehr. Sie ist eine ernsthafte Gefahr für die Menschen und ein Stresstest für unsere Gesundheitsversorgung“, sagt Jana Luntz, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Pflegefachpersonen erkennen Gefährdungen früh, beobachten Veränderungen, beraten und handeln. Expertise schützt Leben und gehört deshalb verbindlich in Hitzevorsorge und Bevölkerungsschutz.“

Besonders gefährdet sind ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Länger anhaltende extreme Hitze kann jedoch auch für gesunde Menschen zu einer erheblichen gesundheitlichen Belastung werden. Gleichzeitig arbeiten Pflegefachpersonen selbst unter diesen Bedingungen – in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen ebenso wie im ambulanten Pflegedienst.

„Wir können nicht erwarten, dass Pflegefachpersonen die Folgen der Hitze auffangen, und gleichzeitig ihre eigene Belastung ignorieren“, betont Luntz. „Pflege kann nur schützen, wenn beruflich Pflegende selbst geschützt und arbeitsfähig bleiben. Das ist eine Frage der Versorgungssicherheit.“

Der Deutsche Pflegerat fordert deshalb:
  1. Versorgung hitzeresilient machen

Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste brauchen verbindliche Hitzeaktionspläne, geeignete Strukturen, klare Abläufe und ausreichende personelle Ressourcen.

  1. Profession Pflege selbst schützen

Wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz muss auch bei Extremhitze gewährleistet sein. Die Arbeitsfähigkeit der beruflichen Pflege ist Teil der Versorgungssicherheit.

  1. Pflegeexpertise verbindlich einbinden

Pflegefachpersonen gehören in Hitze-Krisenstäbe sowie in die Planung des gesundheitlichen Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes – mit klaren Mitspracherechten und den notwendigen Handlungsspielräumen.

Luntz: „Beruflich Pflegende dürfen nicht erst gerufen werden, wenn die Krise bereits da ist. Unsere Expertise gehört an den Tisch, wenn Vorsorge geplant, Risiken bewertet und Entscheidungen getroffen werden.“

Bund und Länder müssen die notwendigen Maßnahmen dauerhaft und verlässlich finanzieren. Hitzeschutz darf nicht von der Finanzkraft einzelner Kommunen, Einrichtungen oder Dienste abhängen. „Wer Deutschland hitzeresilient machen will, muss die Profession Pflege mitdenken und stärken. Ohne eine handlungsfähige Pflegeprofession gibt es keine hitzeresiliente Gesundheitsversorgung.“

Ansprechpartner:innen: Jana Luntz, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen, Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304, E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de, Social Media DPR: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky


Staatsexamen bestanden, Aufenthaltstitel weg: Pflegekammer NRW fordert Ende der strukturellen Diskriminierung ausländischer Azubis

Aufenthaltsgenehmigung von Azubis aus dem Ausland erlischt automatisch am Tag der letzten ExamensprüfungBürokratie-Farce: Pflegefachpersonen müssen den Behörden für ihren Aufenthaltstitel den Fachkräftemangel in der Pflege nachweisenPflegekammer NRW will sofortiges Arbeits- […] Mehr lesen

Quelle: https://www.pflegekammer-nrw.de/pressemitteilungen/, 13.08.2026


Hitzeschutz

(KJ) Der vdek hat Informationsmaterialien zum Thema  Hitzeschutz in der Pflegeberatung zusammengestellt. Hierzu heißt es u.a. auf der homepage des vedk:

Auf einen Blick

Hitze belastet den Körper und tritt aufgrund des Klimawandels immer häufiger auf. Besonders gefährdet sind pflegebedürftige Menschen, für die Hitze ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellen kann. Gezielte Information von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen kann helfen, Gesundheit und Wohlbefinden in heißen Perioden effektiv zu schützen. Die Checkliste Hitzeschutz und der Flyer “Bei großer Hitze…” enthalten praktische Tipps zum Umgang mit hohen Temperaturen für Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und Pflegeberater:innen. (…)

Checkliste Hitzeschutz: Hitzeschutz in der Pflegeberatung planen und umsetzen.

https://www.pflegelotse.de/pdf/Checkliste_Hitze.pdf

Flyer „Bei großer Hitze…“: Bereits einfache Maßnahmen können effektiv vor Hitze schützen.

https://www.pflegelotse.de/pdf/K%C3%BChlschrankflyer_Hitze_final_v2.pdf

Quelle und weitere Infos zu diesen Themen finden sie unter: https://www.pflegelotse.de/presentation/pl_hitzeschutz.aspx


Trotz beschlossenem Sparpaket

Nahezu kein Vertrauen in stabile Krankenkassen-Beiträge

Trotz des beschlossenen neuen Spargesetzes glaubt kaum jemand an stabile Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Laut eine repräsentativen Umfrage im Auftrag der AOK gehen 88 Prozent der Deutschen davon aus, dass es bereits in diesem oder im kommenden Jahr weitere Beitragssteigerungen in der Kranken- und Pflegeversicherung geben wird – nur 10 Prozent glauben das nicht.

Laut der AOK-Vorstandsvorsitzenden Carola Reimann könnten die jüngsten Aufweichungen der Sparpläne die Unsicherheit noch einmal erhöht haben: darunter die Zusage von 550 Millionen Euro für die Krankenhäuser über einen Rechnungsaufschlag sowie weitere Ausnahmen, etwa zugunsten der Pharmaindustrie. Weitere Infos erhalten Sie HIER.

Quelle: NL Rechtsdepesche, 13.08.2026


„Kölner Pflegetalk“ zu Wundbehandlung

Ist die Kompression für den Therapieerfolg unabdingbar?

Eine Kompression ist wichtig für die effektive Behandlung chronischer Wunden. Auf welche Art und Weise diese durchgeführt wird, ist für den Therapieerfolg allerdings ebenso entscheidend. Pflegedienstleiterin Anika Petsch erklärt beim „Kölner Pflegetalk“ im Gespräch mi Prof. Dr. Volker Großkopf, welche Systeme aus ihrer Erfahrung die besten Ergebnisse liefern.

Während früher überwiegend klassische Druckverbände zum Einsatz kamen, setzt Petsch mit ihrem Pflegedienst inzwischen ausschließlich auf medizinisch adaptive Kompressionssysteme mit Klettverschluss. „Ich kann bestätigen, dass wir unter einer Kompression die besseren Erfolge haben“, erklärt sie. Die Wunden würden schneller heilen, die Versorgungsdauer verkürze sich und der Wundverschluss gelinge früher als ohne konsequente Kompression. HIER gelangen Sie zum Video!

Quelle: NL Rechtsdepesche, 13.08.2026


Pflegeheime improvisieren gegen die Hitze

Fast sechs von zehn Pflegeeinrichtungen sagen, dass ihnen Geld für wirksamen Hitzeschutz fehlt. Dabei wird es oftmals bedenklich warm, wie die Care-vor9-Umfrage zum Thema Hitze zeigt: In 30 Prozent der Häuser steigen die Temperaturen in Bewohnerzimmern bei großer Hitze auf über 30 Grad. Klimaanlagen sind mit elf Prozent noch die Ausnahme. Die Einrichtungen reagieren mit Kälteinseln, Lüftungsplänen, Kühlhandtüchern, Fußbädern und angepassten Speiseplänen. Viele wollen nachrüsten – doch die Finanzierung ist schwierig. Care vor9

Quelle: NL Care vor9, 13.08.2026


Trust in Care: NRW-Initiativen fordern Reform der Pflegeaufsicht

Drei Pflegeinitiativen aus Nordrhein-Westfalen fordern in einem offenen Brief eine Reform der Pflegeaufsicht. Adressaten sind das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die Bezirksregierungen sowie die Kreise und kreisfreien Städte als WTG-Prüfbehörden. Unter dem Leitbild „Trust in Care“ schlagen sie einen Wechsel von der Misstrauens- zur Vertrauenskultur vor. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily,13.08.2026


Studie zu Vielfalt in der Pflege – jetzt teilnehmen!

Ziel der Studie ist es, die Situation in der Pflege besser zu verstehen und praxisnahe Empfehlungen für ein inklusives und chancengerechtes Arbeits- und Ausbildungsumfeld abzuleiten.

Quelle: NL bgw-online, 12.08.2026


Arbeitsbedingungen

Pflegekräfte häufiger körperlich belastet

Pflegekräfte berichten deutlich häufiger von körperlichen und psychischen Belastungen sowie gesundheitlichen Beschwerden als andere Beschäftigte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 11.08.2026


Pflegereform: Streit um Eigenanteile und privaten Finanzausgleich

Der Reformentwurf stößt parteiübergreifend auf Widerstand. Kritiker aus Koalition und Wissenschaft fordern statt höherer Eigenanteile im Heim einen Finanzausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung. Der neue Ressortchef Carsten Linnemann (CDU) hat Nachbesserungen angedeutet, ein überarbeiteter Entwurf soll im September im Bundeskabinett besprochen werden. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 11.08.2026


Wichtige Termine:

1. BIS 2. SEPTEMBER 2026: MEDCARE LEIPZIG

https://www.medcare-leipzig.de/


Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege: Save-the-Date

Unsere Impulsreihe „Ankommen. Bleiben. Pflegen. Mit internationalen Pflegekräften die Versorgung sichern“ geht weiter.

Die 2. Session: „Bleiben statt wechseln – Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten“ findet am 21.09.2026 von  14:15 bis 15:15 Uhr im Livestream statt.

Nähere Informationen finden Sie hier.


29. Netzwerk-Workshop am 25.09.2026 – Expertenstandard „Demenz“

► Hier finden Sie Details zum Programm und zur Online-Anmeldung


DEVAP Onlineforen „Wie sieht die Pflegeschule von morgen aus?“

am 05.10.2026 „Wie sieht die Pflegeschule von morgen aus? und 09.12.2026: „6 Jahre Pflegeberufegesetz: „Wo stehen wir?“

Infos hier: https://www.devap.de/unsere-aktivitaeten/veranstaltungen/


25 Jahre Europäischer Gesundheitskongress – Den Mutigen gehört die Zukunft

München am 22. und 23. Oktober 2026, Informationen zum Kongress finden Sie laufend auf: www.gesundheitskongress.de


„Pflegeethiksymposium – Advance Care Planning – Zwischen Autonomie, Fürsorge und Realität“

Mittwoch, 28.10.2026; Die Tagung findet als Präsenzveranstaltung im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33 in Hannover statt. Das Programm und weitere Informationen können Sie dem folgenden Link entnehmen: https://www.zfg-hannover.de/Kurse–Tagungen-und-Angebote-ZfG-oeffentliche-Veranstaltungen/tagungen-Workshops/20261028-hildegard-emmermann-pflegeethiksymposium_advance-care-planning


17. DGP- HOCHSCHULTAG

20.11.2026 –  Mehr Infos finden Sie hier