ADS-Wocheninformation 16.03.2026

ADS-Wocheninformation 16.03.2026

Diakonie und DEVAP fordern Umkehr in der Finanzierung: „Pflege darf nicht arm machen“

Berlin, 16. März 2026 – Die Diakonie Deutschland und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) schlagen Alarm: Die soziale Pflegeversicherung befindet sich in einer massiven finanziellen Schieflage. Für das Jahr 2025 konnte die Pflegeversicherung nur mit einem leichten Überschuss abschließen, weil es staatliche Darlehen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro gab. Ohne diese Darlehen würde die Pflegeversicherung ein Minus von 2,8 Milliarden Euro ausweisen.

„Pflege darf nicht arm machen“, mahnt Elke Ronneberger, Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Sie fordert die Bundesregierung auf, endlich für eine verlässliche Finanzierung der Pflege zu sorgen. „Wir brauchen ein Finanzierungsmodell, das die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen entlastet und trotzdem gute Pflege ermöglicht. Wenn künftig weniger Erwerbstätige Beiträge zahlen, gerät das heutige Finanzierungssystem der Pflegeversicherung zunehmend unter Druck“, so Ronneberger.

Diakonie Deutschland und DEVAP schlagen deshalb mehrere Maßnahmen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung vor. Dazu zählen die Rückerstattung der Mittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie, eine stärkere Belastung für wohlhabendere Menschen durch die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze, sowie perspektivisch eine Pflegebürgerversicherung, in die alle Bevölkerungsgruppen einbezogen werden.

Ein wichtiges Element ist der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch, bei dem der Betrag, den Pflegebedürftige zahlen müssen, festgeschrieben wird, und die Pflegeversicherung die restlichen Kosten übernimmt.

Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP e.V. erklärt: „Nur der Sockel-Spitze-Tausch ermöglicht eine dauerhafte Begrenzung der pflegebedingten Eigenanteile, schafft echte Kalkulierbarkeit und löst damit das Kernversprechen einer echten Pflegereform ein.“ Sie stellt fest, dass Versicherte, die lebenslang Beiträge geleistet haben, Klarheit über ihre maximalen finanziellen Belastungen im Pflegefall benötigen. Erst durch eine solche Deckelung werde das „Lebensrisiko Pflege“ für den Einzelnen wieder berechenbar.

Diese Forderung wird durch wissenschaftliche Analysen gestützt. Der Gesundheitsökonom Heinz Rothgang legt dar, dass das Modell des Sockel-Spitze-Tausches die Eigenanteile langfristig stabilisieren kann, ohne die Versicherung überproportional zu belasten. Rothgang sagt dazu: „Nur mit einem Sockel-Spitze-Tausch lassen sich die pflegebedingten Eigenanteile und der Anteil der auf Sozialhilfe angewiesenen Heimbewohnenden dauerhaft begrenzen. Die daraus resultierenden Mehrausgaben der Pflegeversicherung können ohne Beitragssatzsteigerungen finanziert werden, wenn weitere Einkunftsarten verbeitragt werden, die Beitragsbemessungsgrenze angehoben und ein Finanzausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung installiert wird.“

Diakonie und DEVAP appellieren an die Bundesregierung, bei der geplanten Pflegereform einen langfristig tragfähigen Kompromiss zu finden. Kurzfristige Minimallösungen würden das Vertrauen der Bevölkerung in die soziale Sicherung und in die Handlungsfähigkeit der Politik gefährden.

In der digitalen Pressemappe sind ein Positionspapier sowie die kompletten Statements der heutigen Pressekonferenz nachzulesen: https://www.diakonie.de/presse/digitale-pressemappen

Quelle: PM Diakonie und DEVAP, 16.03.2026


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Stationäre Pflegeeinrichtungen für Präventionsprojekt „MAHLZEIT! gemeinsam – gesund – genießen“ gesucht

Das Projekt „MAHLZEIT! gemeinsam – gesund – genießen“ der vdek-Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Saarland und der Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP) ist im November 2025 gestartet. Ab sofort können stationäre Pflegeeinrichtungen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ihr Interesse an der Teilnahme am Projekt „MAHLZEIT!“ bekunden. Gesucht werden Pflegeeinrichtungen, die ihr Ernährungsangebot mit wissenschaftlicher Unterstützung zur Förderung der Gesundheit ihrer Bewohnenden nachhaltig weiterentwickeln wollen. Aus allen interessierten Einrichtungen werden insgesamt vier Pflegeheime für das Projekt ausgewählt.

zur kompletten Pressemitteilung als pdf

zu allen weiteren Informationen zum Projekt

Kontakt: Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH, Hülchrather Str. 15, 50670 Köln, Dr. Daniel Tucman, Tel.: +49 (0)221 46 86 1 – 30, E-Mail: d.tucman@dip-gmbh.org


Angehörige haben kein Weisungsrecht in der Pflege

Konflikte zwischen Pflegekräften und Angehörigen entstehen oft, wenn sie unterschiedliche Vorstellungen von der richtigen Versorgung haben. Rechtlich liegt die pflegerische Verantwortung jedoch beim Fachpersonal. Einrichtungen müssen nach pflegewissenschaftlichen Standards arbeiten. Gleichzeitig hat der Wille der pflegebedürftigen Person Vorrang. Angehörige dürfen nur dann mitentscheiden, wenn sie bevollmächtigt oder als gesetzliche Betreuer eingesetzt sind. Rechtsdepesche

Quelle: Care vor9, 16.03.2026


Sechs Jahre nach Heimschließungen:

Heimstiftung zieht Lehren und fordert politische Kursanpassung

13.03.2026  – Heute vor sechs Jahren wurden Pflegeheime deutschlandweit für Besucher geschlossen: eine beispiellose Belastungsprobe für Pflegende und Pflegebedürftige gleichermaßen. Es war eine von vielen schwierigen Entscheidungen während der Pandemie, im Spannungsfeld zwischen Schutz und Teilhabe für… weiter

Quelle: https://www.ev-heimstiftung.de/presse/pressemitteilungen/


Die Stellenbörse für akademisch Pflegende

Eines unserer Ziele ist, die Akademisierung der Pflege zu fördern. Aber wo sind all die Stellen, die wirklich zu dir passen? – Stellen, die einen Hochschulabschluss voraussetzen oder ausdrücklich willkommen heißen.

Genau dafür gibt es jetzt das Übergabe-Jobboard. Für alle, die Pflege akademisch denken

👉 zum Jobboard

Wenn ihr selbst eine Stelle kennt oder ausschreibt: einfach einreichen, wir schauen drüber und schalten sie frei.

Quelle: NL Übergabe, 14.03.2026


Ausländisches Pflegepersonal

E‑Book zeigt Wege zur erfolgreichen Integration

Das neue E‑Book zeigt, wie Integration internationaler Pflegekräfte gelingen kann – mit Projektbeispielen, Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten aus Kliniken. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 13.03.2026


Kölner Pflegetalk: Ukrainische Pflegekräfte

Integration als Chance gegen den Fachkräftemangel

Seit Jahren kämpft die Pflege in Deutschland mit massivem Personalmangel. Einige Einrichtungen setzen deshalb gezielt auf internationale Fachkräfte – etwa aus der Ukraine. Wie gut Integration in der Praxis funktioniert, welche Hürden es gibt und warum Sprachförderung dabei eine Schlüsselrolle spielt, ist Thema im neuen Kölner Pflegetalk: Hierfür sprach Prof. Dr. Volker Großkopf mit Stefan Röder, Finanzmanager in der Neanderklinik im nordthüringischen Harztor-Ilmenau, nahe des Dreiländerecks zu Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegen.

Seine Mutter Martina Röder hatte bereits 2014 den Deutsch-Ukrainischen Pflegeverband gegründet. Zusätzlich betreibt die Familie eine Pflegeeinrichtung, in der inzwischen rund 14 ukrainische Mitarbeitende beschäftigt sind. Im Interview berichtet Stefan Röder von den rundum positiven Erfahrungen mit den Mitarbeiterinnen aus Osteuropa. „Man muss über den Horizont schauen“, bekräftigt er. Ansonsten seien die Erfahrungen rundherum gut: „Die Bewohner sind sehr wohlwollend den ukrainischen Mitarbeitern gegenüber eingestellt und alles läuft bei uns wunderbar, harmoniert miteinander.“ Er berichtet außerdem über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs seit 2022 auf die Arbeit. In unserem ARTIKEL erreichen Sie das Video.

Quelle: NL Rechtsdepesche, 12.03.2026


Kick-Off mit Netzwerk-Bildung:

Alter(n) & Klima – Strukturen für gutes Leben im Alter unter sich wandelnden Umweltbedingungen

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe lädt ein zu einer digitalen Fachveranstaltung und zum VernetzenDer Klimawandel verändert Lebensbedingungen, Infrastrukturen und soziale Räume und damit auch Bedingungen des Alterns. Das KDA versteht dieses Themenfeld als strukturorientierte Zukunftsaufgabe: Ziel der digitalen Kick-off-Veranstaltung ist es, Wissen zu bündeln, Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und Impulse … Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/kick-off-mit-netzwerk-bildung-𝗔𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻-𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮-strukturen-fuer-gutes-leb/

Quelle: NL KDA, 12.03.2026


Warken sieht trotz Überschuss „weiterhin schwierige Lage“ bei Krankenkassen

Nach einer Welle von Beitragserhöhungen haben die gesetzlichen Krankenkassen 2025 einen Überschuss erzielt. Doch laut Bundesgesundheitsministerium wachsen die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen. ►weiterlesen

Quelle: NL Altenpflege, 12.03. 2026


Sorgende Gemeinschaften umsetzen – Werkzeuge für die Praxis

Digitaler Fachtag 2026 des Forum Seniorenarbeit NRW, 14. April 2026, 9:15 – 15:00 Uhr

Sorgende Gemeinschaften (Caring Communities) verbinden professionelle Angebote, bürgerschaftliches Engagement, nachbarschaftliche Unterstützung und kommunale Strukturen und schaffen so ein neues Verständnis von Verantwortung. Doch wie gelingt der Schritt von der Theorie in die Praxis? Welche Werkzeuge braucht es, … Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/sorgende-gemeinschaften-umsetzen-werkzeuge-fuer-die-praxis/

Quelle: NL KDA, 12.03.2026


Wird Wohnen für Pflegekräfte bald unbezahlbar?

Eine europaweite Datenauswertung zeigt, dass selbst Pflegekräfte mit ihrem durchschnittlichen Einkommen an bestimmten Orten zu viel ihres Gehalts für eine kleine Wohnung bezahlen müssen. Besonders betroffen sind demnach große Städte sowie Regionen im Süden Deutschlands. Die Analyse stammt von CORRECTIV.Europe und basiert auf Miet- und Einkommensdaten aus ganz Europa. → weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 11.03.2026


Zwei neue Broschüren zur Unterstützung im Pflege-Alltag

Den Alltag bei Pflegebedürftigkeit zu Hause zu meistern erfordert oft, Gewohntes neu zu ordnen, Aufgaben neu zu verteilen und bereit zu sein, Unterstützung anzunehmen – sowohl für die pflegebedürftige Person als auch für pflegende An- und Zugehörige. In Nordrhein-Westfalen gibt es unterschiedliche Angebote zur Unterstützung im Alltag, die hierbei helfen … Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/zwei-neue-broschueren-zur-unterstuetzung-im-pflege-alltag/

Quelle: NL KDA, 11.03.2026


Preisverleihung Ideas for Impact

DIP-Projekt ViKI pro gehört zu den Nominierungen

10. März 2026 – Am 26. Februar wurde in Berlin der renommierte Gesundheitspreis „Ideas for Impact“ durch den Bosch Health Campus im Namen der Robert Bosch Stiftung verliehen. Ausgezeichnet werden damit Projekte mit einem besonderen Innovationsgeist. Preisträger ist EPWUF-KI, ein Sonderpreis ging an ProKIP. Das Projekt ViKI pro, zur KI-Anwendung in der stationären Langzeitpflege, des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) gehörte zu den fünf nominierten Projekten aus einem Feld von insgesamt rund hundert begutachteten Projekten.

ViKI pro unterstützt Pflegefachpersonen mithilfe Künstlicher Intelligenz bei der Pflegeprozessverantwortung in der stationären Langzeitpflege. Das System wertet Routinedaten aus der Versorgungspraxis aus und verknüpft diese mit Experten- und Erfahrungswissen. Auf dieser Grundlage schlägt es regelbasiert geeignete Pflegemaßnahmen für die Pflegeplanung und Durchführung vor. Dabei gilt ein klares Prinzip: ViKI pro entscheidet nicht – es macht Vorschläge und unterstützt damit die Pflegefachperson, die jederzeit die fachliche Verantwortung behält. Im Projekt wurde ein wissenschaftlich fundierter, praxisnaher Prototyp entwickelt und erfolgreich erprobt. Die hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit wurden dabei berücksichtigt.

Das Projekt ViKI pro wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und vom DIP gemeinsam mit dem August-Wilhelm Scheer Institut (AWSi), der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft (CBT), der Connext Communication GmbH (Connext), dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) sowie der Johanniter Seniorenhäuser GmbH (JoSe) in einem Konsortium umgesetzt.

Das DIP hatte die Konsortialführung inne. Projektleiter Prof. Dr. Frank Weidner betont: „Mit ViKI pro zeigen wir, dass eine sichere, wissenschaftlich fundierte und anspruchsvolle KI-Anwendung in der Pflege realisierbar ist. Wir haben das für die Themen Mobilität und Schmerzen erfolgreich entwickelt und erprobt.“ Für einen flächendeckenden Einsatz von ViKI pro müssen allerdings noch weitere Forschungen und Entwicklungen erfolgen.

Der DIP e.V. ist eine etablierte, unabhängige Forschungseinrichtung an der Katholischen Hochschule NRW (katho). Das Institut entwickelt, konzipiert, implementiert und evaluiert innovative Ansätze und Konzepte der Pflege für Einrichtungen, Organisationen und die Politik.

zum Projekt ViKI pro

Kontakt: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., Hülchrather Str. 15, 50670 Köln, Elke Grabenhorst, Tel.: +49 (0)221 46 86 1 – 30, E-Mail: dip@dip.de


Diagnostik und Therapie

S3-Leitlinie zu Demenzen aktualisiert

Die aktualisierte S3-Leitlinie Demenzen empfiehlt erstmals Antikörpertherapien für Alzheimer-Frühstadien und enthält 117 aktuelle Empfehlungen zur Versorgung. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 10.03.2026


20 Millionen Stimmen fordern einen gerechten Sozialstaat

Diakonie Präsident Rüdiger Schuch: „Soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit schaffen Vertrauen in unsere Demokratie.“

Breite Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich einen leistungsfähigen Sozialstaat

Sozialstaatsbündnis kritisiert Schieflage in der politischen Debatte

Berlin, 10. März 2026 – 14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.

Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sagt: „Wer in Not gerät, kann auf Hilfe und Unterstützung vertrauen – das ist das zentrale Versprechen unseres Sozialstaats. In der öffentlichen Debatte werden soziale Leistungen immer öfter als Belastung und Kostenfaktor gesehen, dabei ist der Sozialstaat das Fundament unserer Gesellschaft. Soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit schaffen Vertrauen in unsere Demokratie. Unsere Umfrage zeigt, dass eine überwältigende Mehrheit für einen starken Sozialstaat ist. Jetzt ist die Politik gefordert, für eine gerechte Finanzierung zu sorgen.“

Das Bündnis hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer Umfrage beauftragt, um herauszufinden, wie die Menschen in Deutschland zu den Themen Sozialstaat, Rente, Pflege, Facharzttermine und Wohnen stehen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt die breite Unterstützung für einen starken Sozialstaat: 79 Prozent der Befragten sagen, dass ein leistungsfähiger Sozialstaat den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent spricht sich dafür aus, Menschen mit sehr hohen Vermögen stärker als bisher zu seiner Finanzierung heranzuziehen. Nahezu einhellig ist die Meinung beim Thema Pflege: 95 Prozent halten eine menschenwürdige stationäre und ambulante Versorgung für notwendig, die niemanden finanziell überfordert. Trotz anhaltender Debatten und Desinformationskampagnen wäre mehr als die Hälfte der Befragten bereit, höhere Beiträge zu zahlen, wenn dadurch die eigene Rente steigt. Auch bei der Vergabe von Facharztterminen plädiert eine klare Mehrheit von 77 Prozent für eine strikte Gleichbehandlung von gesetzlich und privat Versicherten.

Die detaillierten Ergebnisse erhalten Sie hier: www.vdk.de/sozialstaatsbuendnis

Das Sozialstaatsbündnis fordert von der Bundesregierung, mehr für die ökologische Transformation zu leisten und dringend notwendige Schritte sozial gerecht zu gestalten – mit fairer Lastenverteilung und sicheren Übergängen für Beschäftigte und Regionen.

 Warum dieses Bündnis jetzt?

Das Bündnis beobachtet eine besorgniserregende Entwicklung: Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in öffentliche Institutionen, demokratische Parteien und den Sozialstaat. Diese Entwicklung wird durch Stimmen verstärkt, die den Sozialstaat einseitig als Belastung darstellen, statt seine Rolle für soziale Sicherheit, wirtschaftliche Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorzuheben. Dazu wollen die Organisationen des Bündnisses gemeinsam den Druck auf die Politik erhöhen.

Die unterzeichnenden Verbände vertreten gemeinsam mehr als 20 Millionen Mitglieder, Beschäftigte, ehrenamtlich Aktive und Ratsuchende. Sie erleben jeden Tag, wie Solidarität entsteht und welche riesigen Potenziale in einem gerechten und leistungsfähigen Sozialstaat stecken. Die Verbände sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, für eine Politik zu kämpfen, die den Sozialstaat stärkt und von der alle Menschen in Deutschland profitieren.

Ziele des Bündnisses

Das Sozialstaatsbündnis verfolgt fünf zentrale Ziele: 

  1. Starke, solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme: Ein guter Sozialstaat braucht eine solidarische und verlässliche Finanzierung guter Renten, Gesundheitssysteme und Pflege. Hochvermögende sollen ihren Beitrag stärker leisten, kleine und mittlere Einkommen entlastet werden.
  2. Handlungsfähiger Sozialstaat in Bund, Land und Kommune: Leistungsfähige öffentliche Daseinsvorsorge – von Bildung über Gesundheit bis Wohnraum – stärkt das Vertrauen in Staat und Gesellschaft.
  3. Gute Arbeit und soziale Absicherung: Tarifbindung stärken, faire Mindestlöhne sichern und Arbeitsbedingungen ausbauen sowie Arbeitsmarktpolitik, die Beschäftigte bei Wandel und Übergängen unterstützt.
  4. Armut wirksam bekämpfen und Teilhabe fördern: Soziale Ungleichheit verringern, Inklusion vorantreiben und den Zugang zu Bildung für alle ermöglichen.
  5. Klimaschutz mit sozialer Sicherheit verbinden: Ökologische Transformation muss sozial gerecht gestaltet werden – mit fairer Lastenverteilung und sicheren Übergängen für Beschäftigte und Regionen.
 Mitglieder der Allianz

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, Arbeiterwohlfahrt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutscher Caritasverband, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Mieterbund, Der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland, IG Metall, Sozialverband Deutschland SoVD, Sozialverband VdK Deutschland, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Volkssolidarität, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Hinweise zur Methodik: Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 20. bis 23.02.2026 insgesamt 2315 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wohnumfeld, Wahlverhalten und politischem Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Weitere Informationen

Statement der Verbände zum Sozialstaatsbündnis: https://www.vdk.de/assets/bundesverband/dokumente/sozialstaatsbuendnis/Mission_Statement_Sozialstaatsbündnis.pdf

Ergebnisse der YouGov-Umfrage: www.vdk.de/sozialstaatsbuendnis

 Quelle: PM Diakonie Deutschland, 10.03.2026


Sicherer Job und trotzdem auf der Straße:

Pflege-Versorgungsmangel trifft auf Wohnungsnot in NRW

09.03.2026 | Aktuelles – Wohnungsnot gefährdet die Pflegeversorgung: Steigende Mieten und fehlender bezahlbarer Wohnraum erschweren Pflegefachpersonen das Leben und die ArbeitIn vielen Städten und Kreisen in NRW gehen Pflegefachpersonen in den Ruhestand, während der […] Mehr erfahren

Quelle: https://www.pflegekammer-nrw.de/


Pflege trifft Psyche – ein Berufsfeld mit Tiefgang

18. Folge des Podcasts „PflegeKraft HD“

Psychiatrie? Psychosomatik? Oder doch viel mehr? Was bedeutet eigentlich Pflege im psychosozialen Kontext – und warum ist sie weit mehr als oft gedacht?

In dieser Folge von PflegeKraft HD, dem Pflege-Podcast aus dem Universitätsklinikum Heidelberg, geht es um ein spannendes, oft unterschätztes Berufsfeld in der Pflege.

Jana Wagner spricht mit Anja Kemptner, stellvertretende Pflegedienstleitung im Department für psychosoziale Medizin, Prävention und Familiengesundheit, und Alexander Kaltschmidt, Bereichsleitung in der Klinik für Allgemeine Psychiatrie. Gemeinsam geben sie einen Einblick in den Arbeitsalltag, zeigen, welche Stationen und Fachbereiche dazugehören – und klären auf, warum Pflege und Therapie in diesem Kontext oft Hand in Hand gehen. Jetzt reinhören! (…)

Quelle: NL Universitätsklinikum Heidelberg, 09.03.2026

 

Pflege-SOS-Bayern: „Von Jahr zu Jahr verzeichnen wir mehr Kontaktaufnahmen“

In Bayern gibt es eine zentrale Hotline, bei der Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörige anonym Missstände in Pflegeheimen melden können. Das Ministerium sieht in den Anruferzahlen einen Erfolg. Durch mehrfache Anrufe zur gleichen Einrichtung seien wiederholt systemische Mängel bei der Versorgung frühzeitig aufgefallen, heißt es aus dem bayerischen Gesundheitsministerium. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 09.03.2026

 

Landespflegerat fordert Alternative zur Kammer

Nach dem Aus für die Pflegekammer in Baden-Württemberg fordert der Landespflegerat von der künftigen Landesregierung eine alternative Form der Selbstverwaltung für die Pflege. „Wer von der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen Verantwortung erwartet, muss der Pflege auch die nötigen Strukturen geben“, sagt der Vorsitzende des Gremiums, Ronny Brosende (Foto). Care vor9

Quelle: NL Care vor9, 09.03.2026


Wichtige Termine:

DGP-Gremientag und DGP-Mitgliederversammlung

27.03.2026. Das Programm finden Sie hier.


ALTENPFLEGE Messekongress

21.- 22. April 2026 | Essen, Jetzt Ticket sichern


BAGFW-Fachtag „Pflege zwischen Fürsorge und Algorithmen

30. April 2026, Anmeldung:  Anmeldeformular auf der BAGFW-Webseite


Gesundheitskongress des Westens

6. und 7. Mai 2026 in Köln, Kongressanmeldung für 2026


Fachveranstaltung zum Thema „Gewaltschutz in der Pflege“

18. Mai 2026, 10:30 Uhr – ca. 15:00 Uhr, Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO), Blücherstraße 62-63, 10961 Berlin oder digitale Teilnahme möglich; mehr in Kürze unter: https://gs-qsa-pflege.de/


Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)

23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif


1.bis 2. September 2026: MedCare Leipzig

https://www.medcare-leipzig.de/


17. DGP- Hochschultag

20.11.2026 –  Mehr Infos finden Sie hier.