ADS-Wocheninformation 09.02.2026

ADS-Wocheninformation 09.02.2026

Übergabe – Pflege-Podcasts

PU112 – Generalistische Pflegeausbildung / Diskussion um Kinästhetik

Und was es sonst so Neues gibt…


Pflegen auf der Stroke Unit: Ivana und Anna-Lena über Fachwissen und Menschlichkeit

16. Folge des Podcasts „PflegeKraft HD“

In dieser Folge von PflegeKraft HD geht es um eine zentrale Station in der Schlaganfallversorgung: die Stroke Unit. Hier beginnt für viele Patientinnen und Patienten nach der Akutbehandlung der Weg zurück in den Alltag – und die Pflege spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Jana Wagner spricht mit Ivana Jankovic und Anna-Lena Klemann, zwei Pflegefachkräften der Stroke Unit am Universitätsklinikum Heidelberg. Sie erzählen, was die Arbeit auf dieser spezialisierten Station besonders macht: engmaschige Überwachung, frühe Mobilisation, viel Kommunikation – und vor allem der menschliche Halt, den Pflege in dieser Phase gibt. Jetzt reinhören! (…)

Quelle: NL Universitätsklinikum Heidelberg, 09.02.2026


Altenpflege-Abschluss vor dem Aus?

Die Altenpflege steht vor einem historischen Wendepunkt: Der neue Bericht der Bundesregierung nach § 62 Pflegeberufegesetz zeigt, dass der spezialisierte Berufsabschluss in der Altenpflege kaum noch gewählt wird – und damit faktisch vor dem Aus stehen könnte. Die Nachfrage ist zu gering, um den Altenpflegeabschluss dauerhaft im Gesetz zu halten. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 09.02.2026


Konzertierte Aktion Pflege

Hilfe in krisenhaften Situationen während der Pflegeausbildung »

Viele junge Menschen brechen aufgrund ihrer persönlichen Situation – trotz guter Eignung – ihre Pflegeausbildung ab. Zur Unterstützung dieser Auszubildenden hat das EBZ Schulsozialarbeiterinnen etabliert.

Quelle: DKG Newsletter 01/2026, 09.02.2026


Was Pflegefachkräfte an Heilkunde bald übernehmen könnten

Bald werden die Akteure der Selbstverwaltung darüber verhandeln, welche heilkundlichen Aufgaben Pflegefachkräfte künftig übernehmen können. Durch das Befugniserweiterungsgesetz (BEEG) ist eine Übertragung in gewissem Rahmen möglich. Doch ist das für Pflegeheime und ambulante Dienste überhaupt interessant? „In jedem Fall“, meint Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, und nennt sechs konkrete Beispiele, die zeigen, wie die Übertragung heilkundlicher Aufgaben den Arbeitsalltag erleichtern würde. Care vor9

Quelle: NL Care vor9, 06.02.2026


„Kölner Pflegetalk“ zu Pflege-Organisationen

Brauchen wir neben den Kammern noch Berufsverbände?

Brauchen Pflegefachkräfte eigentlich noch Berufsverbände, obwohl es inzwischen (zumindest in NRW und Rheinland-Pfalz) Landes-Pflegekammern gibt? Und wo bleibt dabei die Rolle der Gewerkschaften? Dieser Frage widmen sich Prof. Dr. Volker Großkopf und die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Vera Lux, in der neuen Folge des Kölner Pflegetalks.

Für Lux hat die Dreiteilung der Pflege-Organisationen zwischen Pflegekammern, Berufsverbänden und Gewerkschaften ihre Existenzberechtigung. Stark plädiert sie dafür, die fachliche Regulierung der Pflege in die eigenen Hände zu nehmen – hierfür könnten Pflegekammern, analog zu den Ärztekammern, sorgen. „Das sind genau Regularien der eigenen Professionalität, des eigenen Berufsstands, dass der nicht von außen reguliert oder festgelegt wird, sondern dass wir das selber tun. Dazu gehören natürlich nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten – dass man sich fort- und weiterbildet, damit man up to date ist, Studien liest, aber sich auch einen Ethik-Kodex zu halten, da wir für unsere Klienten verantwortlich sind und eine Garantenstellung haben.“

Eine völlig andere Aufgabe haben die Gewerkschaften. „Es ist überhaupt nicht die Aufgabe der Pflegekammer, dafür zu sorgen, dass ich als Pflegekraft mehr Geld verdiene“, gibt sie als Beispiel. Um jedoch Schlagkraft zu entwickeln, bräuchten die Gewerkschaften mehr Mitglieder aus der Pflege. Das gelte sowohl für Verdi, wo Pflegende stark in der Minderheit sind, als auch für die reine Pflegegewerkschaft Bochumer Bund.

„Die Berufsverbände wiederum sind wichtig, um das Fach, nämlich die Pflege, weiterzuentwickeln. Hierfür haben wir unsere Arbeitsgemeinschaften und Sektoren.“ Auch hier biete sich der Vergleich zur Ärzteschaft, mit ihren zahlreichen Fachverbänden nach medizinischen Teildisziplinen, an. Unser Video erreichen Sie HIER

Quelle: NL Rechtsdepesche, 05.02.2026


Fachtag der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz: „Caring Communities – Wer sorgt mit?“

Freiwilliges Engagement in der Kommune zwischen Pflege, Verantwortung und Vielfalt

„Wir müssen raus aus der Aneinanderreihung von Projekten und brauchen verlässliche organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für Caring Communities in der Regelversorgung.“ Das ist eine zentrale Botschaft des vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) veranstalteten Fachtags zur Standortbestimmung des freiwilligen Engagements in der Altenpflege. Zum …

Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/fachtag-der-regionalbueros-alter-pflege-und-demenz-caring-communities-wer-sorgt-mit/

Quelle: NL KDA, 05.02.2026


Pflege-Mindestlohn soll ab Juli 2026 erneut steigen

Eine neue Verordnung sieht steigende Mindestlöhne in der Pflege vor. Ab Juli 2026 sollen Pflegekräfte bis zu 21 Euro pro Stunde erhalten – ein Jahr später sind weitere Erhöhungen geplant. ►weiterlesen

Quelle: NL Altenpflege, 05.02.2026


Übergabe

Spiele in der virtuellen Realität zur Sturzprävention

Virtual-Reality-Training fördert gezielt Balance, reduziert Sturzangst und stärkt die Mobilität älterer Menschen. Das Briefing zeigt, wie digitale Bewegungsangebote aktivierend, wirksam und ressourcenorientiert in der Pflege wirken.

Quelle/Weiterlesen unter: https://www.uebergabe.de/spiele-in-der-virtuellen-realitat-zur-sturzpravention/?ref=ubergabe-newsletter


MD Bund veröffentlicht neue Richtlinien zur Pflegebegutachtung

Der Medizinische Dienst Bund hat die Richtlinien zur Qualitätssicherung der Pflegebegutachtung aktualisiert. Die neuen Vorgaben sind am 5. Februar in Kraft getreten und haben die bisherigen Richtlinien aus dem Jahr 2016 abgelöst. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 05.02.2026


Beziehung statt Hektik: Haltungskraft als Betreuungsqualität

Wenn der Dienstplan platzt und die Zeit knapp wird, zeigt sich die wahre Qualität in der Betreuung: Haltungskraft. Sie ermöglicht es, auch unter Druck empathisch, präsent und handlungsfähig zu bleiben – ein unverzichtbares Fundament für Betreuungskräfte in Zeiten wachsender Anforderungen. ►weiterlesen

Quelle: NL Aktivieren, 04.02.2026


DKI-NEWS: Cybersicherheit im Krankenhaus –

Neue Studie von DKI und BDO erschienen

die gemeinsame Krankenhaus-Studie 2025 der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) dokumentiert eine angespannte Lage der Cybersicherheit in deutschen Krankenhäusern. 90 % der befragten Krankenhäuser bewerten die Bedrohung durch Cyberkriminalität als hoch oder sehr hoch, jedes fünfte deutsche Krankenhaus war in den letzten drei Jahren von einem meldepflichtigen Cyber-Vorfall betroffen.

Aufgrund dieser Einschätzung gibt es Handlungsbedarf in den Kliniken. 70 % der deutschen Krankenhäuser geben mangelnde finanzielle Mittel als Hemmnis bei der IT-Sicherheit an und ein Drittel der Häuser hat unbesetzte Stellen in der IT-Sicherheit. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Studie einen klaren Fokus der Kliniken auf das Thema und stärkere politische Unterstützung.

Wichtig sind dabei insbesondere die Priorisierung und Budgetierung für BCM, Notfallübungen und Reaktionsteams, der Ausbau von Informationssicherheits-Management Systemen sowie regelmäßige Schwachstellenscans/Penetrationstests.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 177 Allgemeinkrankenhäusern ab 100 Betten. Für die vollständige Studie mit allen Ergebnissen klicken Sie bitte ➜ hier.

Quelle: NL DKI e.V., 04.02.2026


Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis – Warnzeichen erkennen und Leben retten

Einladung zur Hybrid-Pressekonferenz zum Tag des Notrufs 112 am 11.2.

  • Über 160.000 Todesfälle jährlich – Herzinfarkt, Schlaganfall und Sepsis zählen zu den schwersten medizinischen Notfällen in Deutschland
  • Expert:innen von führenden Gesundheitsorganisationen beantworten Fragen zu Warnzeichen, Risikogruppen und richtigem Verhalten im Notfall
  • Interview-Möglichkeiten mit Expert:innen und Betroffenen
  • Praxisrelevante Aufklärung: Wie erkenne ich die oft unspezifischen Warnzeichen rechtzeitig und handle richtig?
  • Anmeldung: presse@deutschland-erkennt-sepsis.de

Mittwoch, 11. Februar 2026, 11:00 – 12:00 Uhr,Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin; Im Livestream unter: www.pressekonferenz.tv/live

Quelle: PM #DeutschlandErkenntSepsis | APS e. V., 04.02.2026


Vereinbarkeit von Beruf & Pflege ist ein Schlüsselfaktor für Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen

Fachtag des Landesprogramms Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW mit einem Fokus auf Gesundheitsberufen  Immer mehr Pflegebedürftige, immer weniger Pflegefachkräfte:

Durch den demografischen Wandel steuert Deutschland auf eine gewaltige Pflegelücke zu. Je nach Szenario liegt die Zahl der Pflegebeschäftigten im Jahr 2049 zwischen 280.000 und 690.000 unter dem Bedarf, der zu erwarten ist. Die Gesundheitsbranche steht …

Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/vereinbarkeit-von-beruf-pflege-ist-ein-schluesselfaktor-fuer-fachkraeftesicherung-im-gesundheitswesen/

Quelle: NL KDA, 04.02.2026


Mit Teilzeitkrank AU-Tage reduzieren – das funktioniert

Der Mannheimer Volkswirtschaftsprofessor Nicolas Ziebarth hat kürzlich im AOK-Magazin für die Teilzeitkrankschreibung plädiert. In Skandinavien habe sich das Modell längst bewährt, in Deutschland sei es noch Utopie. Doch das „Lebens- und Gesundheitszentrum Haus Momentum“ bei Stade hat Teilzeitkrank längst eingeführt und bislang gute Erfahrung gemacht, berichtet Einrichtungsleiter Martin Matthews (Foto) im Gespräch mit Care vor9. Die Krankheitsquote bei ihm liegt weit unter dem Durchschnitt. Care vor9

Quelle. NL Care vor9, 04.02.2026


Entschließung des Bundesrates

„Solidarische Finanzierung der GKV und SPV – versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanzieren“

BR 756/25(B) Beschlussdrucksache

Quelle: https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2025/0701-0800/756-25%28B%29.pdf


Bundesrat fordert Entlastung der Pflegeversicherung durch Steuermittel

Die Länderkammer verlangt von der künftigen Bundesregierung, versicherungsfremde Leistungen in der Pflegeversicherung aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Baden-Württembergs Gesundheitsminister warnt vor einer Beitragsspirale, wenn die anstehende Pflegereform weiter verschleppt wird. weiterlesen

Quelle: NL care konkret daily, 04.02.2026


Kommentar

„Alle, die mit Kinästhetik arbeiten, erleben ihre Wirksamkeit“

Christel Bienstein kommentiert eine Studie im Auftrag des IQWiG zum Nutzen von Kinästhetik. Lesen

Quelle: NL BibliomedPflege, 03.02.2026


Gestalten – nicht verharren

Zum Tod von Rita Süssmuth – eine Würdigung von Gertrud Stöcker

Berlin, 03.02.2026- Rita Süssmuth wollte gestalten, nicht verharren – und sie hat genau das getan: Sie hat Frauenpolitik in Regierung und Gesellschaft sichtbar gemacht und ihr Gewicht gegeben, auch gegen Widerstände. Gleichberechtigung war für sie kein Randthema, sondern Kern von Politik. Ihr starkes frauenpolitisches Verständnis wusste sie gut zu übertragen auf die Anforderungen des Pflegeberufes.

Für die professionelle Pflege – die auch bis heute stark von Frauen getragen wird – war diese Haltung besonders wichtig. Rita Süssmuth hat immer wieder dafür geworben, soziale Berufe nicht kleinzureden, sondern als das zu behandeln, was sie sind: unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft und keine „professionalisierte Mütterlichkeit“, wie sie einmal treffend sagte. Wer die berufliche Pflege stärken will, muss Anerkennung, Qualität und verlässliche Rahmenbedingungen mitdenken – und in konkrete Politik umsetzen.

Ihr Verständnis vom Pflegeberuf war geprägt von einem hohen Qualitäts- und Professionalitätsverständnis. So vertrat sie selbst als Lehrerin und Erziehungswissenschaftlerin schon vor Jahrzehnten die Meinung, dass die Lehrerbildung in der Pflege den gleichen Bildungsanspruch hat wie an anderen berufsbildenden Schulen. Pflegebildung – so fand sie – gehöre an die Universitäten. Nicht nur in dieser Hinsicht waren wir einer Meinung.

Ihre Ausdauer verdiente Bewunderung. Kritiker würden wohl sagen, sie war lästig. Sie selbst jedoch hat immer gesagt: „Kämpfen bis zum Erfolg!“ Das hieß für sie auch: Die Pflege muss selbst ihre Bedarfe äußern und nicht fremdbestimmt werden. Sie war mir ein Vorbild in der Art, wie sie Politik gemacht hat, wie sie auf Menschen zugegangen ist, Dinge eingefordert hat. Und eine Orientierung im damals noch jungen Berliner Politikbetrieb. Rita Süssmuth fühlte sich seit unserem ersten Zusammentreffen dem DBfK verbunden – und sie blieb es über Jahrzehnte. Ob als Rednerin auf Konferenzen und Veranstaltungen oder in einem Grußwort zum 100-jährigen Bestehen des Berufsverbandes.

Rita Süssmuths Stimme hat die Gesundheits- und Sozialpolitik geprägt, sie war der Politik ihrer Zeit oft um Jahre voraus. Sie hat Debatten angestoßen, wo andere lieber ausgewichen sind, und hat Verantwortung übernommen, wenn es unbequem wurde. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), Bundesverband e.V., Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin, Tel. +49 30/219157-0, Fax: +49 30/219157-77, E-Mail: dbfk@dbfk.de, Webseite: www.dbfk.de


DKG zur Krebsstatistik

Eine bessere Prävention ist der Schlüssel zu weniger Todesfällen

02.02.2026 – Anlässlich der neuesten Daten aus dem Statistischen Bundesamt zu Krebserkrankungen und -behandlungen in Deutschland fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik hin zu mehr Prävention ein. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß:

„Das Statistische Bundesamt vermeldet für 2024 weniger Krebstote aber mehr Krebsbehandlungen als im Vorjahr. Dass weniger Menschen an Krebs sterben, ist eine gute Nachricht. Dass es dennoch mehr Behandlungen gab, beweist den medizinischen Fortschritt und die gute Arbeit in deutschen Krankenhäusern sowie die Wirksamkeit verstärkter Früherkennung und immer besserer Arzneimittel. Alles das rettet immer mehr Menschen das Leben. Dennoch bleibt Krebs die Todesursache Nummer Eins. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass ein großer Teil dieser Erkrankungen und Todesfälle vermeidbar wäre. Lungenkrebs bleibt die häufigste tödliche Krebsart. Lungenkrebserkrankungen sind weitgehend durch Verzicht auf Rauchen vermeidbar. Zahlreiche Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass es ein besonders wirksames Mittel zur Tabakprävention gibt: Preiserhöhungen. Wir appellieren an den Gesetzgeber, die Vorschläge zur Erhöhung der Tabaksteuer aufzugreifen und sie wirksam umzusetzen. Wirksam bedeutet auch, auf die Tabaksteuererhöhungen nach Salamitaktik wie in den vergangenen Jahren zu verzichten. Wer Menschen wirklich von der Nikotinsucht befreien möchte, muss diese Steuer mit einem Mal spürbar und im Portemonnaie bemerkbar erhöhen. Tabakprävention bedeutet aber auch, Rauchen gesellschaftlich zu ächten. Deutschland gehört in dieser Hinsicht zu den Schlusslichtern in Europa: Rauchverbote werden nicht durchgesetzt oder existieren erst gar nicht, Tabakprodukte sind ständig und überall verfügbar. Automaten und offene Tabakregale an Supermarktkassen machen es Aufhörwilligen denkbar schwer, die Sucht hinter sich zu lassen. Dabei reicht ein Blick ins europäische Ausland: Neben Steuererhöhungen wirken Beschränkung der Verfügbarkeit, konsequente Rauchverbote auf öffentlichen Plätzen, in der Nähe von Schulen und Gesundheitseinrichtungen und in der Gastronomie oder nur besonders hässliche und schmucklose Einheitsverpackungen. Aber auch die weiteren Krebserkrankungen, die die Sterbestatistik anführen, wären in großen Teilen mit Prävention und gesetzlicher Regulierung vermeidbar. Auf dem zweiten Platz der Statistik folgt Darmkrebs – eine Krankheit, die in großen Teilen ungesunde Ernährung, Alkohol und Bewegungsmangel verursachen. In wenigen anderen europäischen Ländern ist Alkohol so billig und verfügbar wie in Deutschland. Lebensmittelkonsum ließe sich ebenfalls durch Ausdifferenzierung der Mehrwertsteuer beeinflussen. Warum nicht besonders gesunde Lebensmittel – Gemüse, Obst, pflanzliche Fette, Vollkornprodukte und anderes – mit null Prozent besteuern, und Zucker, tierische Fette und ähnlich Ungesundes höher belasten?

Wir führen seit Monaten eine recht ziellose Debatte über die GKV-Beiträge. Neben Scheinargumenten und viel Populismus haben die Akteure bislang nicht viel mehr als bloße Kürzungsvorschläge auf den Tisch gelegt. Aus der Beitragserhöhungsspirale und den allein schon demografisch bedingten Kostensteigerungen für unser Gesundheitssystem kommen wir aber nur heraus, wenn wir Behandlungen von Anfang an vermeiden. Die deutsche Politik muss dieses Problem jetzt unverzüglich angehen und darf keine Zeit mehr verlieren. Denn klar ist auch, dass Prävention nicht umgehend wirkt, Beitragszahlende und Gesundheitssystem aber mittel- und langfristig spürbar entlasten kann.“

Quelle: PM DKG e.V., 02.02.2026


Große Anerkennung

Wohlfahrtsmarke „Agnes Karll“ erhältlich

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Bilderstrecken/Sondermarken/Programm_2026/Februar-2026.html


Wichtige Termine:

 

Pro Care 10. – 11. Februar 2026 | Hannover

DAMIT PFLEGE ZUKUNFT HAT – Frisch – Dynamisch – Innovativ

Infos unter: https://www.pro-care-hannover.de/


3. Pflegeethik‐Kongress: Verantwortung – Haltung – Dialog

25.-‐ 27.02.2026, Göttingen


28. Netzwerk-Workshop „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

27. Februar 2026, Osnabrück

Infos und Anmeldung zur Veranstaltung auf der DNQP-Website


2.D-A-CH – Austausch: Hochschulische Pflegebildung – Standardisierung in der Kompetenz- und Praxisentwicklung

12.03.2026; Mehr Infos finden Sie hier


DGP-Gremientag und DGP-Mitgliederversammlung

27.03.2026. Das Programm finden Sie hier.


Gesundheitskongress des Westens

6. und 7. Mai 2026 in Köln, Kongressanmeldung für 2026


Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)

23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif


17. DGP- Hochschultag

20.11.2026 –  Mehr Infos finden Sie hier.