Übergabe – Medien für die Pflege
ÜG183 – Personalbemessung in der Pflege (Martin Pohlmann & Arne Evers)
Der Pflege läuft die Zeit weg
02.03.2026- Die Finanzlage in der Pflegeversicherung bleibt angespannt. Bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) brachte Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes die Situation auf den Punkt: „Bei der Pflegeversicherung brennt die Hütte“. Im vergangenen Jahr sei die Pflegeversicherung knapp an einem Defizit vorbeigeschrammt und die Finanzlage bleibe wegen steigender Ausgaben angespannt, so Blatt.
Quelle/ Weiterlesen unter: https://www.gkv-spitzenverband.de/
Drei Dos and Don’ts für die Biografiearbeit
Für die Pflegewissenschaftlerin Angelika Zegelin ist sie das Herz der Altenpflege: die Biografiearbeit. Doch in den Einrichtungen verliere diese pflegefachliche Methode an Bedeutung, bedauert die ehemalige Krankenschwester. Das sei schade, denn sie könne das Wohlbefinden der Bewohner steigern. Wichtig sei, der Biografie Raum im Alltag zu geben, statt den Bewohner mit einem Fragenkatalog zu konfrontieren. Zegelin erklärt, was genau das bedeutet. Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 02.03.2026
Krankenhausreform
Bund und Länder einigen sich beim KHAG
Bund und Länder einigen sich auf das KHAG: Pflegeuntergrenzen, neue Regeln zum Pflegebudget und Leistungsgruppen bleiben bestehen. Wichtig für Kliniken: mehr Zeit, klare Vorgaben und Planungssicherheit für die Umsetzung der Klinikreform. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 27.02.2026
Offene Worte der Pflegebeauftragten Katrin Staffler
Wenn die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung eine Keynote bei einem Verband hält, ist nicht damit zu rechnen, dass sie Ministeriumsgeheimnisse ausplaudert. Trotzdem wurde Katrin Staffler (rechts) auf der Mitgliederkonferenz des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (Devap) gestern stellenweise deutlich – etwa bei den Themen Finanzierung der Digitalisierung und Eigenanteile. Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 27.02.2026
Mehr Pflegedienste schließen als öffnen – Branchenverband schlägt Alarm
Aktuelle Marktzahlen zeigen erstmals einen Nettorückgang ambulanter Pflegedienste in Deutschland. Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen sieht darin ein strukturelles Versorgungsproblem und fordert eine umfassende Pflegereform. → weiterlesen
Quelle: NL care konkret daily, 27.02.2027
Künstliche Intelligenz in der Pflege:
Warum es jetzt vor allem Vertrauen braucht
Die Pflege steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in Pflegeeinrichtungen. Doch die entscheidende Frage lautet längst nicht mehr, ob diese Technologien eingesetzt werden – sondern unter welchen Bedingungen sie tatsächlich helfen können. Zu diesem Ergebnis kamen Fachleute aus Pflege, Politik und Industrie bei der Veranstaltung „Pflege digital – KI, aber wie!?“, organisiert von der Ruhrgebietskonferenz Pflege gemeinsam mit dem Netzwerk ZukunftPflege NRW.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine zentrale Forderung: mehr Vertrauen in die Innovationskraft der Pflege – oder, wie es mehrfach formuliert wurde, ein neues Prinzip des„Trust in Care“.
Digitalisierung scheitert oft an Strukturen Read more →
Quelle: Posted by Tanja Ehret, Redaktion CareTRIALOG on 27 February, 2026
Kölner Pflegetalk: Ein Beispiel, das Mut macht
Neue Wege in der Pflege: Wie der Quereinstieg gelingt
Die Geschichte von Anton Dobrov ist eine, die von Aufstieg und Erfolg erzählt: Mit 14 Jahren kommt der damalige Jugendliche aus der Ukraine nach Deutschland – ohne Deutschkenntnisse, ohne Freunde, aber mit dem festen Willen, sich ein neues Leben aufzubauen. Und das hat er geschafft – trotz anfänglicher Sprachbarrieren und kultureller Unterschiede, Rückschlägen und einer gekündigten Ausbildung: Heute ist ein in einem Pflegeunternehmen tätig, das er mit seiner zukünftigen Ehepartnerin und deren Mutter weiterentwickelt.
Im aktuellen „Kölner Pflegetalk“, aufgezeichnet am Rande der Winterakademie 2026 auf Gran Canaria, spricht Prof. Dr. Volker Großkopf mit Anton Dobrov über seinen Weg von der Sprachschule über den Leistungssport bis hin zu seiner heutigen Rolle in einem wachsenden Pflegeunternehmen. Dort übernimmt Dobrov zahlreiche Aufgaben: von IT-Strukturen über Fuhrparkmanagement bis hin zu Controlling und Personalfragen. Auch eine Ausbildung zur Pflegehilfskraft hat er gemacht. „Wenn jemand ausfällt, mache ich auch manchmal Pflege. Ich bin überall dabei“, erklärt er. Unser Video erreichen Sie HIER.
Quelle: Newsletter PWG/G&S, 9. KW 2026, 26.02.2026
Wenn Bewohner weglaufen
Welche Pflichten haben Pflegeheime zu beachten?
Die sogenannten Weg- bzw. Hinlauftendenzen mancher (meist dementen) Bewohner stellen Pflegeheime in die Zwickmühle: Freiheitsentziehende Maßnahmen, um sie am Verlassen der Einrichtung zu hindern, sind nur äußerst begrenzt und in Abstimmung mit dem gesetzlichen Betreuer möglich. Gleichzeitig tragen sie eine gewisse Verantwortung für die Bewohnerschaft. In welchem Umfang müssen Pflegeeinrichtungen z.B. für die Kosten einer polizeilichen Rückführung der orientierungslosen Person aufkommen?
Hiermit beschäftigt sich „Rechtsdepesche“-Chefredakteur Michael Schanz in seinem Fachbeitrag. Fest steht zunächst: Eine lückenlose Überwachung oder die Verhinderung des Weglaufens gehört in offenen Einrichtungen grundsätzlich nicht zum vertraglichen Pflichtenkreis. Eine solche Pflicht kann nur bestehen, wenn sie ausdrücklich vereinbart oder aus dem Charakter der Einrichtung folgt. Die Einrichtung darf zudem keine freiheitsentziehenden Maßnahmen ohne betreuungsgerichtliche Genehmigung ergreifen. Damit ist ihre Handlungsmacht strukturell begrenzt. Dies wirkt sich im Gegenzug aber auch auf die Haftung aus. In unserem ARTIKEL erfahren Sie mehr.
Quelle: Newsletter PWG/G&S, 9. KW 2026, 26.02.2026
Befragung
Ambulante Pflege in Deutschland
Die ambulante Pflege ist von zentraler Bedeutung für die pflegerische Versorgung und Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien in Deutschland.
Aus Sicht des ZQP ist es entsprechend wichtig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ambulanten Diensten in Forschung und Entwicklung von Praxisangeboten umfassend einzubeziehen.
Worum geht es?
Wir befragen derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten zu verschiedenen Aspekten ihrer Arbeit. Im Mittelpunkt der Befragung stehen diese drei Themenfelder:
- Arbeitssituation
- Sicherheit und Sicherheitskultur
- Kommunikation und Digitalisierung
Dies soll zu einem Gesamtbild aus der Praxis beitragen, das für die Praxis wirkt. Denn es ist Grundlage für die Konzeption und Weiterentwicklung unserer kostenfreien Arbeits- und Schulungsmaterialen, fachlichen Instrumente und Ratgeber.
Wer den Fragebogen ausfüllt, hilft also direkt bei der Erstellung von ZQP-Praxisangeboten. Die Ergebnisse werden darüber hinaus ggf. in einer ZQP-Analyse veröffentlicht.
Wer kann teilnehmen?
Wir suchen Mitarbeitende aus der ambulanten Pflege, die direkt an der Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen beteiligt sind und deren Dienst nicht auf Kinder- oder Intensivpflege spezialisiert ist.
Wie läuft die Befragung ab?
Wir wissen, dass Zeit kostbar ist. Deswegen nimmt die Beantwortung der Fragen lediglich 10 bis 15 Minuten in Anspruch.
- Die Befragung erfolgt online – am PC, Tablet oder Smartphone.
- Die Teilnahme ist vollkommen anonym. Es werden keine Daten erhoben, die Rückschlüsse auf Personen oder Organisationen zulassen könnten.
- Der Fragebogen kann bis zum März 2026 ausgefüllt werden.
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer fachlichen Perspektive unterstützen oder diesen Aufruf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ambulanten Pflege weiterleiten. Herzlichen Dank!
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Mathias Haeger vom ZQP.
Quelle: ZQP-Sondernewsletter: Befragung zur ambulanten Pflege in Deutschland, 26.02.2026
Deutscher Pflegeverband trauert um Rolf Höfert
Rolf Höfert (Foto) wurde 1981 Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands (DPV) und blieb es vier Jahrzehnte lang. Nun ist im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Der Krankenpfleger war auch Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats und Vorstandsmitglied der Paritätischen Thüringen. Höfert wurde 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seine Nachfolgerin Martina Röder nennt ihn ein „Vorbild an Haltung, Klarheit und Verlässlichkeit“. Rechtsdepesche
Quelle: NL Care vor9, 26.02.2026
BAGFW-Fachtag „Pflege zwischen Fürsorge und Algorithmen“ am 30. April 2026
Am BAGFW-Fachtag „Pflege zwischen Fürsorge und Algorithmen“ am 30. April 2026 werden Spracheingabe, Sturzerkennung, Risikoanalysen und Entscheidungshilfen: KI-gestützte Systeme halten zunehmend Einzug in Pflegeeinrichtungen. Doch was bedeutet das für Pflegefachpersonen und Pflegekräfte – und für die Art, wie wir Pflege insgesamt verstehen und gestalten?
Im ersten Teil der Veranstaltung erwartet Sie eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen des EU AI Act gefolgt von Einblicken in Funktionsweisen, Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen konkreter KI-gestützter Anwendungen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung steht nicht die Technologie, sondern die Pflege im Fokus. Bevor wir beurteilen können, welchen Beitrag Künstliche Intelligenz in der Pflege leisten kann, müssen wir uns darüber verständigen, was Pflege im Kern ausmacht – jenseits von Routinen, Dokumentation und Effizienzlogiken.
Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Pflegepraxis ordnen gemeinsam mit Ihnen die Pflege von morgen ein – im Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Algorithmen.
Der Fachtag richtet sich vorrangig an Pflegefachpersonen aus den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Teilnehmende erhalten ein Zertifikat über eine Basisschulung gemäß den Anforderungen des EU AI Act.
Termin: 30. April 2026, 09:30 bis 16:30 Uhr, Ort: Diakonie Deutschland e.V., Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115 Berlin
Die Anmeldung ist ab sofort über das Anmeldeformular auf der BAGFW-Webseite möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 150,00 Euro.
Digitalisierung in der Pflege:
Diakonie Deutschland fordert verbindliche Rahmenbedingungen und langfristige Finanzierung
Berlin, den 25. Februar 2026 – Auf Einladung der Diakonie Deutschland diskutierten heute rund 300 Expertinnen und Experten aus Pflegepraxis, Politik und Forschung über Potenziale und Hürden der Digitalisierung in der Pflege. Auf dem Podium debattierten die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, mit Kai Käßhöfer, Geschäftsführer der evangelischen Stadtmission Karlsruhe; Kersten Höft, Einrichtungsleiter eines Seniorenzentrums in der Uckermark, Dr. Jeanette Winkelhage, Teamleiterin Digitalisierung bei der Forschungsstelle Pflegeversicherung des GKV-Spitzenverbandes und Maxie Lutze, Beraterin am Institut für Innovation und Technik (iit) und Gruppenleiterin „Demografischer und sozio-digitaler Wandel“.
Thema im digitalen Raum und bei den Teilnehmenden vor Ort war insbesondere, wie Innovation und Technikeinsatz in der Pflege gefördert werden können, ohne zusätzliche Belastungen für Pflegekräfte und Träger zu erzeugen.
Die Diakonie Deutschland ist überzeugt: Digitale Technologien können zur Erleichterung von Arbeitsprozessen in der Pflege beitragen und die Attraktivität des Pflegeberufes erhöhen. Die notwendigen Rahmenbedingungen lassen sich aber nicht ohne zeitlichen und finanziellen Mehraufwand bereitstellen. Nur so kann eine digitale Transformation den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen und den Arbeitsprozessen der Pflegekräfte gerecht werden. Eine Reduzierung des Personals ist nach Überzeugung der Diakonie Deutschland weder das Ziel noch die notwendige Folge von Digitalisierung.
Elke Ronneberger, Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: „Digitalisierung in der Pflege bietet großes Potenzial — von Telepflege über sprachgestützte Dokumentation bis zur digitalen Abrechnung. Entscheidend ist, dass die Technik die professionelle Pflege unterstützt und nicht durch reine Kostenkriterien bestimmt wird. Besonders in der Einführungsphase entstehen zusätzliche Aufwände, die finanziell und personell abgesichert werden müssen.“ Technologie in der Pflege müsse sich an den Anforderungen guter Versorgung orientieren und die Arbeit der Pflegekräfte unterstützen – nicht an kurzfristigen Kostenzielen.
Kai Käßhöfer kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung: „Wir erleben täglich, dass moderne Technologien Prozesse vereinfachen, Doppelstrukturen vermeiden und mehr Zeit für die eigentliche Versorgung schaffen. Damit dieses Potenzial gehoben werden kann, braucht es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, eine solide Finanzierung der Einführungsphase und eine enge Begleitung der Teams.“
Kersten Höft, Leiter eines Seniorenzentrums in der Uckermark und Experte für Telepflege, unterstreicht: „Digitalisierung darf nicht als Sparmaßnahme verstanden werden, sondern als Investition in Qualität und Zukunftsfähigkeit der Pflege.“
Mit Blick auf die unkonkreten Ergebnisse der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ appelliert die Diakonie Deutschland an die Gesundheitsministerin, jetzt in die Chancen der Digitalisierung als Baustein für eine zukunftsfähige Pflege zu investieren.
Die Pflegeeinrichtungen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristige Finanzierung. Die Politik muss die richtigen Anreize schaffen, dass digitale Technologien auch in der Pflege entwickelt, gefördert und genutzt werden können.
Erforderlich sind aus Sicht des Verbandes insbesondere:
- eine gesetzlich abgesicherte, langfristige Refinanzierung digitaler Investitions- und Betriebskosten,
- eine Verpflichtung zu offenen standardisierten Schnittstellen für digitale Technologien ohne Zusatzkosten für die Pflegeeinrichtungen
- sowie ein Gleichschritt der unterschiedlichen Professionen im Gesundheitswesen in der bundesweiten Digitalisierungsstrategie des Gesundheitswesens, um nutzenstiftende Kommunikation an den Schnittstellen der Versorgung zu ermöglichen.
Weitere Informationen und Einschätzungen der Diakonie Deutschland zur Digitalisierung in der Pflege
Quelle: PM Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Diakonie Deutschland , 25.02.2026
Was tun mit Blaumachern?
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Mitarbeiter meldet sich in bestimmten Abständen immer wieder krank, es scheint, als sei er nicht wirklich krank. Manche Chefs meinen, da könne man nichts machen. Doch, Führungskräfte sollten unbedingt eingreifen, sagt Personalberaterin Svenja Faber (Foto). Das bedeute nicht, gleich den arbeitsrechtlichen Hebel anzulegen. Zuvor sind viele kleine Schritte möglich, die oft schon zur Lösung führen. Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 25.02.2026
Notfall- und Pflegereform Hand in Hand
Gemeinsames Forderungspapier vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und von Prof. Dr. Christian Karagiannidis
Prof. Dr. Christian Karagiannidis, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), sowie Prof. Dr. Thomas Klie und Michael Ranft, beide Mitglieder im Kuratorium des KDA, und Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des KDA, fordern mit Blick auf multimorbide Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige die Reform der Norfallversorgung und eine pflegerische Notfallversorgung miteinander zu verknüpfen. Hierzu nennen sie in einem Forderungspapier fünf Punkte, um eine integrierte Notfallversorgung effektiv gesetzgeberisch zu gestalten.
Den ganzen Beitrag lesen: https://kda.de/notfall-und-pflegereform-hand-in-hand/
Quelle: NL KDA, 24.02.2026
Pflegepolitik
WHO mahnt: Pflegepersonal oft zu knapp
Die WHO warnt vor Risiken unsicherer Pflegebesetzung: Unterbesetzung erhöht Patientengefahren, „missed nursing care“ nimmt zu. Die Organisation fordert evidenzbasierte Personalplanung und stärkere pflegerische Führung. Lesen
Quelle: NL BibliomedPflege, 24.02.2026
Paukenschlag beim DBVA: Karla Kämmer übernimmt Bundesvorsitz
Der Deutsche Berufsverband für Alten- und Langzeitpflege hat einen neuen Vorstand gewählt. Karla Kämmer führt künftig den Verband und will der Branche mehr politisches Gehör verschaffen. ►weiterlesen
Quelle: NL Altenpflege, 24.02.2026
Pflege als Sündenbock?
DBfK: Kritik am Pflegebudget blendet Gesamtentwicklung aus
Berlin, 24.02.2026 – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) widerspricht der einseitigen Bewertung des Pflegebudgets, wie sie derzeit von verschiedenen Akteuren – darunter auch im aktuellen Gutachten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) – vorgenommen wird und weist die Forderung nach einer Abschaffung deutlich zurück. Aus Sicht des DBfK greift es zu kurz, die Entwicklung der Pflegepersonalkosten isoliert zu betrachten und daraus Rückschlüsse auf die Bewertung der Effekte des Pflegbudgets zu ziehen.
„Ja, das Pflegebudget ist gewachsen – aber es ist nicht der einzige Ausgabenposten, der gestiegen ist“, betont DBfK-Präsidentin Vera Lux. „Wer ausschließlich auf die Pflege schaut und diese Entwicklung nicht in Relation zu den übrigen Ausgaben setzt, erweckt den Eindruck, dass hier ein Sündenbock für allgemeine Kostensteigerungen gesucht wird.“ Nach den Kostennachweisen der Krankenhäuser des Statistischen Bundesamtes ist das Gesamtbudget der Krankenhäuser zwischen 2020 und 2024 um 23 Prozent gestiegen. Die Pflegepersonalkosten sind im gleichen Zeitraum um 31 Prozent gewachsen, die ärztlichen Personalkosten um 21 Prozent.
Nachholeffekte in der Pflege: Jahrelang wurde eingespart
Der Anstieg der Pflegepersonalkosten sei politisch gewollt gewesen, so Lux. Das Pflegebudget wurde eingeführt, um jahrelangen Personalabbau zu korrigieren und dringend benötigte Stellen aufzubauen. Dieser Aufholeffekt sei notwendig gewesen – und noch lange nicht abgeschlossen. Ein Blick auf die vergangene Entwicklung zeige, wie groß der Nachholbedarf tatsächlich ist: Lag der Anteil der Pflege an den gesamten Personalkosten der Krankenhäuser im Jahr 2000 noch bei über 39 Prozent, fiel er bis 2020 auf unter 32 Prozent. Zwischen 2020 und 2024 ist dieser Anteil lediglich um rund zwei Prozentpunkte auf knapp 34 Prozent gestiegen. „Von einer Überfinanzierung der Pflege kann also keine Rede sein“, stellt Lux klar. „Wir holen gerade einmal einen Bruchteil dessen auf, was über Jahrzehnte eingespart wurde.“ Zudem hat die Komplexität der Versorgung aufgrund des rasanten medizinischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung seither zugenommen.
Versorgungsqualität im Fokus
Der DBfK warnt davor, allein anhand von Personalzahlen oder Kostensteigerungen Rückschlüsse auf die Versorgungsqualität zu ziehen. „Was wir brauchen, ist eine breite, unabhängige Datengrundlage, die nicht nur eine Berufsgruppe isoliert betrachtet“, so Lux. „Entscheidend ist, wie sich Personalausstattung auf Sicherheit der Patient:innen, Komplikationsraten, Verweildauer und andere pflegesensitive Outcomes auswirkt.“ Diese Perspektive fehle in der aktuellen Debatte. „Pflege, so Lux weiter, sei „kein Kostenproblem, sondern Teil der Lösung für eine stabile Krankenhausversorgung bei immer komplexeren Therapien.“ Wer Qualität sichern wolle, müsse bereit sein, in Pflege zu investieren – und zwar strukturiert, nachvollziehbar und langfristig. Ansonsten sei zu befürchten, dass erneut eine Situation entstehe, wie in den 1990er Jahren, als die damalige Pflegepersonalregelung (PPR) aus finanziellen Erwägungen abgeschafft wurde – mit weitreichenden Folgen. „Was würde eine Abwicklung des Pflegebudgets für die Versorgungsqualität im Krankenhaus bedeuten – für die Patient:innen sowie für alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen? Und welches fatale Signal würde die Politik damit erneut in die Profession Pflege senden?“, folgert Lux.
PPR 2.0 und deren Weiterentwicklung als Chance
Eine zentrale Chance sieht der DBfK in der PPR 2.0. Erstmals werden bundesweit strukturiert Daten zur Personalsituation in der Pflege erhoben und mit dem Pflegebedarf in Beziehung gesetzt. Diese Daten müssen die Grundlage für eine sachliche Weiterentwicklung des Pflegebudgets sein. Nötig ist ein Konzept, das Finanzierung, Personalbemessung und Qualitätsanforderungen endlich systematisch zusammenführt. Für den DBfK ist klar: Das Pflegebudget darf nicht grundsätzlich infrage gestellt werden. Es muss weiterentwickelt werden – auf Basis valider Daten, mit klaren Qualitätskriterien und mit dem Ziel, eine sichere und bedarfsgerechte Versorgung im Krankenhaus dauerhaft zu gewährleisten.
Grafische Darstellung der Personalkostenentwicklung im Krankenhaus
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband e.V., Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin, Tel. +49 30/219157-0, Fax: +49 30/219157-77, E-Mail: dbfk@dbfk.de, Webseite: www.dbfk.de
Sachsen-Anhalts Regierung lehnt Pflegekammer ab
Die Regierungskoalition aus CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt hat die Beratung einer Petition zur Gründung einer Pflegekammer kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Der Landespflegerat warnt: Bis 2035 würde 24.000 Pflegefachpersonen im Land fehlen. Eine Kammer könne eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um den Bedarf besser zu steuern. Das zeige sich in Nordrhein-Westfalen, wo es eine pflegerische Selbstverwaltung gebe, sagt die Vorsitzende Kathleen Holotiuk (Foto). Care vor9
Quelle: NL Care vor9, 24.02.2026
Wichtige Termine:
2.D-A-CH – Austausch: Hochschulische Pflegebildung – Standardisierung in der Kompetenz- und Praxisentwicklung
12.03.2026; Mehr Infos finden Sie hier
DGP-Gremientag und DGP-Mitgliederversammlung
27.03.2026. Das Programm finden Sie hier.
BAGFW-Fachtag „Pflege zwischen Fürsorge und Algorithmen
30. April 2026,Anmeldung: Anmeldeformular auf der BAGFW-Webseite
Gesundheitskongress des Westens
6. und 7. Mai 2026 in Köln, Kongressanmeldung für 2026
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK)
23. bis 25. Juni 2026 im hub27 (Messe Berlin), Tickets zum Super-Frühbuchertarif
1.bis 2. September 2026: MedCare Leipzig
https://www.medcare-leipzig.de/
17. DGP- Hochschultag
20.11.2026 – Mehr Infos finden Sie hier.
